Centronics Relaisinterface 8-Kanal für PC der Firma CONRAD Electronic

Die Relaiskarte der Firma Conrad Electronic ist für den Anschluß an eine Centronics-kompatible Schnittstelle eines Computers vorgesehen. LPT1 bis LPT3 sind möglich. Es lassen sich auf einfache Weise 8 Verbraucher oder Signale softwaregesteuert schalten. Die Karte besitzt 8 Relaisschaltkontakte, die als 1 * UM ausgelegt sind. Je eine LED zeigt den Schaltzustand des zugehörigen Relais an. Ein Resettaster setzt alle Relais in einen definierten Zustand zurück.

Die Relaiskarte wird mit einer Gleichspannung von 12 V betrieben. Dabei wird der auf der Interfacekarte befindliche Festspannunsregler sehr heiß. Da die Karte auch mit einer Spannung von 10 V einwandfrei arbeitet, sollte man besser die geringere Spannung wählen. Zum Anschluß an den PC kann jedes handelsübliches Druckerkabel verwendet werden.
 

 
 
 
 
 
 
Technische Daten der Relais:
Kontaktbelastbarkeit:
Nennlast: 
Ohmsche Last: 30 V= / 10 A 250 V / 10 A
Max. Dauerstrom:
10 A
Max. Schaltspannung:
380 V Wechselspannung
Max. Schaltstrom:
14 A
Umschaltzeit:
ca. 15 ms
Betriebsspannung Relais:
12 V=
Als Zubehör gibt es die Steuersoftware für PC „SWITCH8“ für DOS (19,95 DM) und Amiga, sowie das Windowsprogramm „RELAIS8“ (19,95 DM). Mit der Windowssoftware können dann, drei paralle Schnittestellen vorausgesetzt, 3 Karten gleichzeitig betrieben werden. Somit stehen 24 Schaltrelais zur Verfügung, was wohl keine Wünsche mehr offen läßt.
Interessant ist wohl auch die Software unter DOS, da man für den Dauerbetrieb i. A. eher einen alten Rechner ‘opfern’ wird.

 

Selbstverständlich läßt sich die Karte auch mit selbstgeschriebenen Programmen betreiben. Jedes einzelne Relais, kann mit folgendem einfachen Programm angesprochen werden:

10 INPUT „Welches Relais soll geschaltet werden (1 - 8)?“;A

20 IF A < 1 OR A > 8 THEN GOTO 10

25 A = A - 1

30 LPRINT CHR$(2^A);

40 GOTO 10

Sollen mehrere Relais geschaltet werden, muß das Programm nur analog verändert werden. Z. B. für 2 Relais. 

10 INPUT „Welches Relais soll geschaltet werden (1 - 8)?“;A

20 IF A < 1 OR A > 8 THEN GOTO 10

21 INPUT „Welches Relais soll geschaltet werden (1 - 8)?“;B

22 IF B < 1 OR B > 8 THEN GOTO 10

25 A = A - 1

26 B = B - 1

30 LPRINT CHR$(2^A+2^B);

40 GOTO 10

Wichtig ist der Strichpunkt am Ende von Zeile 30, da sonst vom PC ein CR (Carriage-Retrun) oder LF (Linefeed) gesendet und die vorher eingegebene Schaltstellung überschrieben wird.

Leider ist es nicht möglich die Relaiskarte mit dem Programm MODEST der Zentralstelle für Computer im Unterricht anzusteuern.

Steuersoftware RELAIS8
 

Die Steuersoftware RELAIS8 für Windows ist ein einfach zu bedienendes Programm zum universellen Schalten der RELAIS.

 
Durch Klick auf die Buttons Relais 1 bis 8 können die Schaltzustände der Relais geändert werden. Dies kann auch in diesem Fenster durch Eingabe einer Zahl von 1 bis 8 erfolgen. Weiterhin besteht die Möglichkeit alle Relais mittels Klick auf die entsprechende Leuchtdiode ein- oder auszuschalten.

 
 

Die Schaltmodi können auch offline eingegeben und dann zur Karte gesendet werden. Über den horizontalen Rollbalken kann das Intervall der Datenübermittlung vom PC an die Relais-Karte festgelegt werden. Der Intervall ist von 50 ms bis zu 30 sek einstellbar.
 

 

Neben diesem ‘Direktmodus’ gibt es noch drei Menüpunkte, mit denen die

Karte gesteuert werden kann:

Zeitschaltung
 

 

Wenn man eine neue Stuerdatei erstellt hat, kann man eine von 99 möglichen Programm-Nummern auswählen. Zuerst muß das gewünschte Relais gewählt werden, dann die Start- und Stopzeit.
 

 

Nach dem Eingeben der Daten überprüft das Programm die Eingaben auf Überschneidungen und ändert geg. die Start- und Stopzeiten automatisch ab.


Schrittsteuerung

Nach Wahl des gewünschten Schritts können die Relais 1 bis 8 einzeln aktiviert und die Dauer (von 0.00 bis 60.00 sek) festgelegt werden.
 

 

Auf Wunsch kann das Programm beim Erreichen des letzten Schrittes sofort wieder neu ausgeführt werden.

Zufallsgenerator
 

 

Den angewählten Relais können je ein minimaler und maximaler Zeitwert (jeweils zwischen 0,1 und 60 sek) zugeordnet werden.
 

 

Diese Möglichkeiten stehen auch in der DOS-Version zur Verfügung. Hier heißt das Programm SWITCH8 und wird noch durch die Funktion ‘DISCO’ ergänzt.
 

 

Welche schulischen Einsatzmöglichkeiten bieten sich für diese Karte?

Verglichen mit Fertigmodellen zum „Messen - Steuern - Regeln“ ist die Karte sehr preisgünstig. Allerdings gibt es keinerlei Zusatzhardware wie Lampen, Motoren, Lichtschranken etc.

Dies muß aber keine Nachteil sein. Die Karte läßt sich leicht mit Materialien, die in jedem Physikraum vorhanden sind, zusammenschließen.

Die besondere Stärke der Karte liegt in der Möglichkeit, Netzverbraucher zu schalten. Hier müssen aber unbedingt die VDE-Vorschriften beachtet werden. Die gesamte Relaiskarte muß in ein entsprechendes Gehäuse eingebaut und das Einhalten der Sicherheitsabstände muß beachtet werden.

Mit entsprechenden Steckdosen versehen kann dann das Relaisinterface für diverse Schaltzwecke in der Schule eingesetzt werden. Interessant wäre hier vielleicht, die computergesteuerte Beleuchtung für die Schulbühne.