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Am gleichen Standort betreibt die Deutsche
Telekom einen 10 kW-Sender für das American Forces' Network
(Programm aus Heidelberg) auf 1143 kHz.
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Die Deutsche Telekom hat bei der ITU Genf für Hirschlanden (48°49’43 N 09°02’11 O) einen 5 kW-Sender für 738 kHz registriert. Dominante Station auf diesem Kanal war bisher in Mitteleuropa RNE-1 Barcelona mit 600 kW Leistung.
Mega-Radio (2002-2003)
Da ab 2002 auch Mega-Radio aus Hirschlanden senden wollte, wurde 2001 die bisher für das American Forces' Network eingesetzte Sendeanlage umgebaut. Der 40-m-Mast wurde durch eine Dachkapazität modifiziert, die auch niedrigere Sendefrequenzen ermöglichen sollte. Während der direkten Vorbereitungen für den Sendebeginn von Mega-Radio war der AFN-Sender auf 1143 kHz am 16.1.2002 (9.00-18.00 Uhr) außer Betrieb.
Mega-Radio hatte sich an zahlreichen Standorten Senderechte gesichert und sendete ab dem 16. Januar 2002 auch aus Stuttgart-Hirschlanden. Um 16.26:30 UTC nahm das jugend-orientierte Mittelwellenprogramm seine Sendungen auf 738 kHz parallel zu Großsendern wie 1431 und 1440 kHz auf. Mega-Radio war nun in Baden-Württemberg, aber auch in den benachbarten Bundesländern gut zu hören. Tagsüber war der Empfang im Umkreis von über 80 km um den Sendemast in Hirschlanden problemlos möglich, abends machte ihn aber der Gleichkanalsender von RNE aus Barcelona zu schaffen, so dass das Gebiet störungsfreien Empfangs bei Nacht nach Norden bis etwa Heilbronn, in Richtung Westen bis Pforzheim, in südliche Richtung bis zum Schönbuch und in östliche Richtung bis etwa Plochingen reichte. Dementsprechend wurden weitere Frequenzen (Heidelberg, Freiburg, Ravensburg) angestrebt.
Ursprünglich bestand das Programm von Megaradio durchgängig aus jugendorientierter Dance- und Technomusik und nur wenigen Zusatzangeboten. Auch wenn in Jungles beteuert wurde "wir senden keinen alten Sch...", war doch die häufige Wiederholung von Musikstücken auffallend. Andererseits wurde die Musik nicht, wie bei anderen Anstalten üblich, unterbrochen; vor allem aber gab es kaum Werbung, aus der sich der Sender finanzieren konnte. Im Januar 2002 waren deutliche Veränderungen im Programm von Megaradio zu hören. Die Musikpalette war breiter angelegt, die Station hatte neue Jingles und neu auch Nachrichten zur vollen Stunde. Die Sendungen wurden nun nicht mehr in Schwerin produziert, sondern wie angekündigt in Zusammenarbeit mit der Antenne Bayern.
Obwohl man zuletzt mit McDonald's einen
bekannten Werbepartner gewonnen hatte, musste Megaradio am am 17. März
2003 Insolvenz anmelden und wurde das Programm am 4. April 2003 kurz vor
13.00 Uhr Ortszeit kurzfristig beendet. Die Maßnahme kam für
die Mitarbeitenden so unverhofft, dass der Sendebetrieb sang- und klanglos
endete. Wer wer nicht wusste, dass der Sendebetrieb vor der Einstellung
stand, erlebte um 13.00 Uhr eine Überraschung, als der Radiosprecher
in das letzte Musikstück einen Countdown zählte und sich mit
"Tschüß" verabschiedete. Darauf folgten Rauschen und Funkstille.
Am 18. Januar 2005 wurde die Mittelwelle Stuttgart-Hirschlanden 738 kHz vormittags für eine Testsendung eingesetzt. Ausgestrahlt wurde das Programm von AFN, das vom selben Standort auf 1143 kHz kommt.
Kandidat für die Frequenz war
Truckradio, ein Programm der Fürther starlet media AG. Sie wurde
im Dezember 2000 als Betriebsgesellschaft der bereits seit 1985 im privaten
Hörfunk tätigen Radio Starlet Programm- und Werbegesellschaft
mbH, gegründet und war schon auf den nordrhein-westfälischen
Mittelwellen 702 und 855 kHz aktiv. Auf seiner Homepage verzeichnete Truckradio
mit „Planungsstand 21.12.2004“ die Frequenz in der Roll-out Phase 2.
Ab dem 15. August 2005 sendete Truck Radio
auch auf der Mittelwelle Hirschlanden 738 kHz (5 kW). Dementsprechend wurde
die Welle in Stationsansagen wie "Truckradio. In Stuttgart auf Mittelwelle
738 kHz" beworben.
Die sichere Tagesreichweite dürfte
um die 50 km betragen, doch nachts dürfte der Großsender von
RNE Barcelona den brauchbaren Empfang auf den Raum Stuttgart beschränken.
Wie eigene Beobachtungen ergaben, könnte man sich auch "mobilere"
Stationsansagen vorstellen: "Truckradio im Autoradio. Tagsüber auf
der A7 zwischen dem Autobahnkreuz Feuchtwangen-Crailsheim und dem Autobahnkreuz
Ulm-Elchingen auf Mittelwelle 738 kHz".
Truckradio, das als Spartenprogramm für
Berufskraftfahrer gedacht war, hat Mitte Mai 2008 Insolvenz angemeldet
und seine Sendungen auf Mittelwelle eingestellt. Die hinter dem Programm
stehende Radio Starlet Programm- und Werbegesellschaft mbH war seit 1985
im privaten Hörfunk (damals Radio Starlet Fürth auf einer der
mittelfränkischen Privatwellen) tätig. Truckradio hatte folgende
deutsche Mittelwellen aktiviert:
2004 Jülich 702 kHz und Nordkirchen
855 kHz (5 kW)
2005 Stuttgart-Hirschlanden 738 kHz (5
kW)
2006 Burg 531 kHz (10 kW)
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Dr. Hansjörg Biener 0201,
Photo: Wolfgang Büschel letzte Bearbeitung 0809 Eingangsseite |
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