Berlin digital
Die Berliner Mittelwelle
810 kHz wurde von Sept. bis Nov. 1994 erstmals für digitale Testsendungen
(Amplitude Phase Shift Keying: Mischung von AM und Phasenmodulation) verwendet,
allerdings nicht mehr vom Standort Stallupöner Allee aus. Eingesetzt
wurde ein 1-kW-Sender aus Berlin-Uhlenhorst. Mit herkömmlichen Empfängern
war nur ein starkes Rauschen zu hören.
Zur internationalen Funkausstellung 1995 stellte ein Team unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Dietmar Rudolph ein digitales Verfahren zur Ablösung der herkömmlichen Amplitudenmodulation vor. Bei dem Übertragungsystem T2M, das in Konkurrenz zu anderen Systemen wie US IBOC treten sollte, konnte man in der normalen Bandbreite 9-10 kHz im Mittelwellenraster senden, aber auch auf Kurzwelle mit den dort üblichen 5 kHz. Man erreicht damit zwar keine Stereo-Qualität, aber bei gleicher Qualität wie bisher auf Mittel- und Kurzwelle eine Reduzierung der Sendeleistung um 90 Prozent. Bei der Präsentation strahlte ein 400-Watt-Sender auf der Mittelwelle Berlin-Uhlenhorst 810 kHz das Programm DeutschlandRadio Berlin in digitaler Form aus.
2001 wurde für
IFA-Präsentationen dann offenbar noch einmal der Strandort Stallupöner
Allee eingesetzt.
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Dr. Hansjörg Biener 0308
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