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Bremen 936 kHz
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Radio Bremen
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DE-28329 Bremen, http://www.radiobremen.de/radio/ 
Seit 1924 gibt es Mittelwellensendungen aus Bremen:
Bremer Mittelwelle bis 1945
Bremen-Horn 1945-1999
Bremen-Oberneuland 1999-

Bremer Mittelwelle bis 1945
Der erste norddeutsche Sender wurde 1924 in Hamburg aufgebaut. Nach der Eröffnung des Senders zeigte sich, dass er in Bremen nicht gut empfangen werden konnte. Die für den Sendebetrieb zuständige Deutsche Reichspost errichtete daher noch im gleichen Jahr einen Sender in Bremen. Am 30. November 1924 nahm er mit dem Programm der Hamburger NORAG (Nordische Rundfunk AG) den Betrieb auf. Er befand sich im Telegraphenamt Domsheide, einem Nebengebäude des Hauptpostamts. Das Studio war zunächst im bisherigen Ballettsaal des Stadttheaters, ab 1925 im ehemaligen Gewerbemuseum in der Kaiserstraße und ab 1927 in der "Alten Stadtwaage", einem  Renaissancegebäude in der Bremer Langenstraße. Es gab ein eigenes Rundfunkorchester, das Bremer Norag-Quartett und eine Literatengruppe, die sich die "beinah Zensurfreien" nannten. Nach der Gleichschaltung und der Errichtung eines Propagandasenders für Großbritannien firmierte die Bremener Mittelwelle zeitweise als Sender Unterweser.

Bremen-Horn 1945-1999
Fünf Tage vor dem Muttersender in Hamburg musste am 28. April 1945 der Sender Bremen wegen Stromausfalls den Betrieb einstellen. Im Juni 1945 übernahm die Besatzungsmacht diesen Sender für das AFN-Programm. Die Rundfunkversorgung für die Bremer Bevölkerung erfolgte vom 23. Dezember 1945 an über eine Neuanlage als "Radio Bremen - Sender der Militärregierung". Nach langem Streit über die Finanzierung wurde Radio Bremen erst im April 1949 in deutsche Hände übergeben.

Anfang der fünfziger Jahre bekam Radio Bremen auch einen Mittelwellensender in Bremerhaven. Im Querschnitt (1. April bis 30. September 1950), in: Rundfunk und Fernsehen 1950,8/9, S. 113-126, S. 116, heißt es: „Im April [1950]  wurde in Bremerhaven ein Nebensender auf 257 m = 1169 kHz in Betrieb genommen, der am 28.4. seine Welle in 230 m = 1304 kHz änderte.“
Die „Chronik (1.10.50-3.6.52)“, in: Rundfunk und Fernsehen 1,1953,1, S. 76-92, S. 79, berichtete: „Der Sender Bremen wurde im September 1951 von 2 auf 20 kW verstärkt; der alte 2 kW-Sender wurde in Bremerhaven aufgestellt. Außerdem wurde auf dem Funkhaus ein 3 kW UKW-Sender errichtet.“
Die Chronik (1.7.52-28.2.53), in: Rundfunk und Fernsehen 1,1953,2, S. 77-100, S. 79, berichtete: „Der Bremerhavener Mittelwellensender wurde mit Wirkung vom 15.2.53 auf die Frequenz 1079 kHz = 278 m verlegt. Der Wellenwechsel wurde durch die Verpachtung des 100-kW-Senders Norden-Osterloog an den Deutschlanddienst des [!] BBC  notwendig.“

Die Mittelwelle strahlte traditionell das erste Programm aus. Ab dem 8. April 1968 sendete Radio Bremen tagsüber mit 100 kW auf der Mittelwelle 1079 kHz, und zugleich wurde das erste Programm als "Hansawelle Bremen" neu gestartet.

In den siebziger Jahren hatte Radio Bremen die Mittelwellen Bremen-Leherfeld auf 1079 kHz und Bremerhaven-Bürgerpark 1358 kHz (2 kW an 56-m-Mast). Der tagsüber mit 100 kW Leistung strahlende Sender auf 1079 kHz wurde jeweils der Jahreszeit entsprechend zwischen Abend- und Morgendämmerung auf 30 kW zurückgefahren, um Gleichkanalsender zu schützen. Im Vorgriff auf das Inkrafttreten des Genfer Wellenplans (1978) wechselte Radio Bremen am 3. Oktober 1977 auf 936 kHz. Mit der Planung erübrigte sich tagsüber der Sender Bremerhaven, während nachts die Sender Bremen und Bremerhaven in Gleichwelle arbeiten sollten, Bremen-Lehe mit 100 kW, Bremerhaven nach Bedarf mit ca. 5 kW. Am Tag hat die Mittelwelle störungsfreien Empfang in Norddeutschland bis nach Dänemark und in die Niederlande.

In den neuziger Jahren kam das Ende des nahe der A27 gelegenen Standorts Bremen-Lehe. Im Oktober 1996 wurden die Kurzwellensendungen auf 6190 kHz aufgegeben, UKW und Fernsehen 1997 verlegt. Am 31. Januar 1999 wurden die beiden Mittelwellenmasten gesprengt. Einige Häuser standen sogar unter der Befestigung des Senders.

Bremen-Oberneuland 1999-

Funkhaus Europa 1999-2002
Die neue Mittelwellenanlage für 936 kHz wurde etwas östlich vom alten Standort in Bremen-Oberneuland errichtet. Am neuen Standort gab es auch neue Aufgaben. Ab dem 4. Mai 1999 wird das vom WDR initiierte Funkhaus Europa rund um die Uhr auch auf der Mittelwelle Bremen 936 kHz ausgestrahlt. Funkhaus Europa ist ein kosmopolitisches Radioprogramm mit Programmsegmenten vom WDR, von Radio Bremen, SFB 4 Multikulti, Auslandsdiensten und den traditionellen Ausländerprogrammen. Laut Intendant Karl-Heinz Klostermeier sichert die Zusammenarbeit Arbeitsplätze beim Sender und erschließt Radio Bremen im ARD-Verbund neue Tätigkeitsfelder. Am 1. November 2001 schlossen WDR und Radio Bremen einen Vertrag über eine noch weitergehende Kooperation: Die Sendungen der RB-Europa-Redaktion und die stündlichen Europanachrichten von RB-2 wurden in das Funkhaus Europa integriert.

"bremen eins"
Radio Bremen hat am 1. Mai 2002 das bisher auf Mittelwelle 936 kHz ausgestrahlte Funkhaus Europa durch sein erstes Programm ersetzt. „bremen eins“ kann damit nach Angaben von Radio Bremen von Kiel bis Kassel und von Osnabrück bis Rostock terrestrisch empfangen werden.
Das neugestartete Programm konnte laut Media-Analyse 2002 binnen eines Jahrs etwa 200.000 Hörer und Hörerinnen binden und mit einem Spitzenwert von 53,7 Prozent alle anderen Programme übertrumpfen. Intendant Dr. Heinz Glässgen sieht „den Erfolg des Programms bremen eins in der journalistischen Professionalität und in der konsequenten Berücksichtigung der Publikumsinteressen begründet. Die Zahlen belegen, dass es gelungen ist, die Wünsche des Publikums mit den Vorstellungen der Programm-Macher in Einklang zu bringen.“ bremen eins orientiert sich an den 40-Jährigen. Bei der aktuellen Berichterstattung nehmen regionale Themen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport sowie Serviceinformationen einen besonderen Stellenwert ein.
bremen eins kommt damit auf der Mittelwelle 936 kHz, UKW Bremen 93,8 MHz und Bremerhaven 89,3 MHz, sowie im Astra-Digital-Radio bei Satellit Astra 1B, 11.494 GHz h, Unterträger 7,92 MHz. Funkhaus Europa kommt auf UKW Bremen 96,7 MHz und Bremerhaven 92,1 MHz, sowie im Astra-Digital-Radio bei 11.009 GHz v, Unterträger 6,12 MHz, bzw. analog 11,009 GHz v, Tonunterträger 7,38/7,56 MHz. Die UKW-Frequenzen bekam das Funkhaus Europa,  Anfang September 2001 vom eingestellten Radio Bremen Melodie.

2006
Der Mast des Mittelwellensenders Bremen-Oberneuland 936 kHz (50 kW) hat einen neuen Farbanstrich bekommen. Um die Handwerker vor der elektromagnetischen Strahlung zu schützen, wurde der Sender ab dem 15. Mai für zwei Wochen tagsüber abgeschaltet. Das Programm von Bremen Eins wurde dann nur abends und nachts ausgestrahlt. Mit dem Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft startete auf der Mittelwelle das Bremen Eins Fussball-Spezialprogramm. (www.radiobremen.de/bremeneins/intern/sendemast/index.html)

2010 Sendeende auf Mittelwelle
Dass Radio Bremen seit ein paar Wochen nicht mehr auf der Mittelwelle sendet, hat bei vielen Hörern Entrüstung ausgelöst. „Inzwischen haben sich weit über 100 Nutzer gemeldet, was nach allen Erfahrungen schon eine erhebliche Zahl ist“, sagte RB-Sprecher Michael Glöckner dem Weserkurier. Der Sender hatte sein Angebot auf der Frequenz 936 kHz quasi über Nacht und ohne Ankündigung eingestellt. Schon das stieß bei den Hörern auf heftige Kritik. „Leider lässt sich die Frage, wie bedeutend die Mittelwelle für die Klientel von Bremen Eins ist, nicht vorab trocken prüfen“, bedauert Glöckner. Deshalb habe Radio Bremen das Signal testweise abschalten müssen, um die Reaktionen zu ermitteln. „Wir waren überrascht, wie viel dann kam.“
Die Mittelwelle strahlte traditionell das erste Programm aus, das ab 1968 als Hansawelle firmierte und seit einigen Jahren schlicht Bremen Eins heißt. Die Hörer hatten den Vorteil, fern der Heimat und in einem Umkreis von gut 300 Kilometern, ihren Stammsender einschalten zu können. Das wurde im Urlaub genutzt oder auf langen Fahrten im Auto.
Radio Bremen werde in den nächsten Wochen endgültig entscheiden, ob es bei dem Aus für den Betrieb auf Mittelwelle bleibe. Dabei spiele eine Rolle, dass ständig neue digitale Verbreitungswege für Fernsehen und Radio eröffnet würden, auf denen die Gebührenzahler die von ihnen finanzierten Inhalten von Radio Bremen erwarten. (Hörer protestieren gegen Funkstille auf der Mittelwelle, Weserkurier 6.4.2010, via Andreas Reinemann)
 
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