© Dr. Hj. Biener
Baden-Baden 1485 kHz

Der Standort Baden-Baden geht in die Frühzeit des Südwestfunks zurück und begann seine Sendungen am 25. April 1948 mit 1,5 kW an einem 50 m hohen Gittermast. Bis in die siebziger Jahre war die Frequenz 827 kHz Heimat einer SWR-Gleichwelle, die zunächst aus den Sendern Baden-Baden, Freiburg, Kaiserslautern, Koblenz und Trier bestand.

Am 23. November 1978 trat ein neuer Wellenplan in Kraft, der zunächst für elf Jahre die Zuweisung für 10000 Lang- und Mittelwellen in Europa, Afrika, Asien und Ozeanien regelte. Der damalige Südwestfunk sendete über den Bodenseesender 666 kHz und den Rheinsender 1017 kHz und rundete das Gebiet mit den Mittelwellen Freiburg 828 kHz und Baden-Baden 1485 kHz ab. Der mit 1 kW Ausgangsleistung kleinste Mittelwellensender des SWR verbreitet heute das lokale Hörfunkprogramm SWR4 Offenburg, auch Ortenau Radio genannt.

Derzeit sind die Betriebszeiten der Mittelwelle Baden-Baden, 1485 kHz, Mo-Fr 05.00-23.00 Uhr, Sa und So 07.00-23.00 Uhr.
 
Bei der Autofahrt zur Talstation der Standseilbahn, die auf den Baden-Badener Hausberg Merkur fährt, kann man kurz einen glänzenden Gittermasten im Wald sehen. 250 Meter nördlich der Talstation steht im Wald ein selbststrahlender Gittermast. Bei dieser Antennenform ist eine hohe elektrische Bodenleitfähigkeit vorteilhaft, deshalb wurde als Standort eine kleine Wiese in Bachnähe gewählt. Durch die bewaldete Tallage konnte auf eine Lackierung in Flug-Warnfarben verzichtet werden. Der frühere Standort im Wohnbereich etwa 1 km westlich des heutigen wurde bereits vor Jahren aufgegeben. Nach Auskunft des SWR wurde ihnen der alte Standort gekündigt und deshalb wurde bei der Merkurbahn eine neue Antenne errichtet. Nach einer topografischen Karte 1 : 50.000 lauten die Koordinaten für die  Antenne 8° 15' 56" E, 48° 45' 58" N, 285 m ü. NN. Selbst die Senderliste des NDR für die ARD ("Wittsmoorliste 2001") nennt noch die alten Koordinaten (8° 15' 12" E, 48° 45' 48" N, 265 m ü. NN). 

Direkt nördlich der Talstation ist der Parkplatz und endet die Straße. Der weiterführende Waldweg ist für PKW gesperrt, aber man braucht nicht weit zu gehen: Unmittelbar nach der Kurve am Ende des Parkplatzes hat man einen schönen Blick auf die Antenne.

© Dr. Hansjörg Biener und Bernhard Weiskopf 0108, letzte Bearbeitung 0108
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