Telefonpredigt und -seelsorge in Deutschland. Ein Überblick unter besonderer Berücksichtigung der Großstädte und Nordrhein-Westfalens (Dokumentations-Edition der Arbeitsgemeinschaft für Religions- und Weltanschauungsfragen; Bd. 22), München: ARW, 1992. (3-927890-05-7)
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Das Telefon ist ein selbstverständlicher und manchmal problematischer Teil des alltäglichen Lebens geworden. In der Regel wird es für Gespräche genutzt, und bei der Telefonseelsorge dient das oft dem Ausbruch aus einer ausweglos erscheinenden Situation. Manche Anbieter nutzen das Telefon aber wie ein Massenmedium zur Verbreitung einer Botschaft an ein möglichst breites Publikum. In Deutschland dürfte es neben den etwa 90 Stellen volkskirchlicher Telefonseelsorge und dem Dutzend volkskirchlicher Telefonandachten bis zu 500 meist freikirchliche bzw. evangelikal- fundamentalistische Angebote von Telefonseelsorge oder Telefonpredigt geben. 
Die Broschüre gibt eine Einführung in die Telefonnutzung zwischen Seelsorge und Predigt, behandelt Beispiele aus vier nordrhein-westfälischen Städten, stellt die vier wichtigsten Netze von Telefonpredigten vor und fragt nach den volkskirchlichen Alternativen. Im ersten Anhang werden die Telefonseelsorge-Stellen und -Predigten in den westdeutschen Großstädten (über 100.000 Einwohner) mit Rufnummern, Anschriften und Hinweisen zu den Inhalten aufgelistet. Im zweiten Anhang wird ein Überblick über die Verteilung von Telefonpredigten in den alten Bundesländern gegeben.
Christliche Rundfunksender weltweit. Rundfunkarbeit im Klima der Konkurrenz (Calwer Theologische Monographien;  Bd. C 22), Stuttgart: Calwer Verlag, 1994. (Dissertation Erlangen 1991) (3-7668-3287-5)

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1982 schrieb Donald R.Browne in seinem Standardwerk International Radio Broadcasting: "Wenn es eine 'Wachstumsbranche' im internationalen Rundfunk gibt, dann ist es ganz klar die Rundfunkmission." Trotzdem haben die Rundfunkgeschichten bisher nur im Vorübergehen von der Merkwürdigkeit Notiz genommen, dass sich Christentum und Rundfunk immer wieder getroffen haben. Das gilt nicht nur dafür, dass die Technik im christlichen Kulturkreis entwickelt worden ist, sondern auch für die ausgestrahlten Inhalte. 
Die emotionale Debatte um die sogenannte electronic church hat gezeigt, dass das Verhältnis von Christentum und Medien durchaus spannungsvoll ist, obwohl es sich doch seit Jahrhunderten eines Mediums bedient: der Bibel. 
Das Dissertation geht der Frage nach der Wechselwirkung von Christentum und Medien und ihrer Reflexion am Beispiel des internationalen Missionsrundfunks nach. Hier stellen sich offensichtlicher als sonst die Vermittlungsaufgaben und -probleme einer christlichen Medienarbeit dar. Auslandsfunk, "die öffentliche und drahtlose Ausstrahlung von Programmen mittels elektromagnetischer Wellen mit primärer Zielrichtung in einen Staat jenseits der eigenen Grenzen", und Mission haben  durchaus Parallelen: Beide haben nach Form und Inhalt einen grenzüberschreitenden Charakter. Beide wollen eine Botschaft übermitteln, und beide haben dabei eine Spannbreite zwischen unverbindlicher Information und überfremdender Manipulation. 
Durch die Arbeit wird ein Forschungsinteresse im Bereich Auslands- und Missionsrundfunk erfüllt, aber auch ein Beitrag zur Theoriebildung im Bereich christlicher Rundfunkarbeit geleistet.
Massenmedien für Christus. Missionarische Medienarbeit in Deutschland (Dokumentations-Edition der Arbeitsgemeinschaft für Religions- und Weltanschauungsfragen; Bd. 30), München: ARW, 1997. (ISBN 3-927890-40-5)

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Wer ein Traktat im Briefkasten findet oder eine religiöse Anzeige im örtlichen Anzeigenblatt, muss von der Vorstellung Abschied nehmen, es gebe nur die beiden großen Kirchen in Deutschland. Eine Vielzahl von Kirchen und missionarischen Gruppen setzt auf Medien zur Verbreitung ihrer Botschaft. 
Im ersten Kapitel geht es um das religiöse und gemeindliche Umfeld, in dem Medien zur Verkündigung genutzt werden. Dabei wird ein Schwerpunkt auf die evangelikal- fundamentalistische Frömmigkeit gelegt, die von den meisten Medienmissionen vertreten wird. 
Im zweiten Kapitel geht es um die Medien. Zwischen den traditionellen Massenmedien und der privaten Kommunikation gibt es immer mehr Übergangsformen, deren unbefangene Nutzung wohl auch vom Alter abhängt. Je jünger ein Medium ist, desto jünger sind oft auch die Personen, die es zur massenhaften Verbreitung ihres Evangeliums nutzen wollen. 
Information über die wichtigsten Missionswerke bietet das dritte Kapitel. Die hohen Auflagen einzelner Schriften und ihre kostenlose Verteilung, aber auch die Tatsache, dass manche Gruppen auch Rundfunksendungen im Inlandsfunk deutschsprachiger Länder haben, rechtfertigen die Darstellung gerade dieser Missionswerke. Mit elf Seiten Register als Hilfe kann man weitere Missionswerke und Gruppen finden.

Herausforderungen zu einer multiperspektivischen Didaktik. Eine Problemdarstellung anhand einer Lehrplananalyse zur Berücksichtigung des Islam im Religions-, Ethik- und Geschichtsunterricht, Hamburg: EB-Verlag, 2006 (Pädagogische Beiträge zur Kulturbegegnung; Band 24) (978-3-936912-29-6) 497 S.

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Trotz zahlreicher Lehrplanvorgaben und Dokumentationen von „fächerübergreifendem“ Unterricht ist seine Grundlegung immer noch eine hartnäckig unbearbeitete Aufgabe. Eine  Beitrag hierzu soll diese Nürnberger Habilitationsschrift leisten. Am gesellschaftlich brisanten Thema Islam untersucht Hansjörg Biener dessen Darstellung in verschiedenen Fächern und Bundesländern und arbeitet damit die für ihn zentrale Frage nach der Perspektivität bzw. dem Perspektivenbewusstsein heraus. 
Ausgehend von Bayern wird der aktuelle Stand der Vorgaben detailliert dargestellt und diachron eingeordnet, indem Vorgänger und Vorentwürfe für Nachfolger in die Würdigung einbezogen werden. En passant wurde dafür auch eine Geschichte der Berücksichtigung des Islam in bayerischen Hauptschullehrplänen seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert geschrieben. Durch die gewählten Bundesländer ist die Lehrplananalyse auch ein Beitrag zur Diskussion über „neue“ Fächer wie „Geschichte / Sozialkunde / Erdkunde“ (Bayern), „Praktische Philosophie“ (NRW) und „Lebensgestaltung Ethik Religionskunde“ (Brandenburg). Hier zeigt Hansjörg Biener, wie beispielsweise GSE hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt, und nimmt er begründet Stellung zu den verschiedenen Varianten von LER-Lehrplänen. 
Im Schlusskapitel arbeitet Biener den Stand der schulischen Fächerung bzw. den aktuellen Trend zu „fächerübergreifendem“ Unterricht durch und bietet mit der Frage nach dem Wechselspiel fachlich gebundener Perspektive einen neuen Zugang zur Fächerung an. „Perspektivenbewusstsein“ auf der Seite der Lehrplanautoren und -autorinnen gilt ihm als eine Voraussetzung, dass Pluralität in der Schule konstruktiv und zukunftsträchtig aufgegriffen werden kann.
Herausforderungen zu einer multiperspektivischen Schulbucharbeit. Eine exemplarische Analyse am Beispiel der Berücksichtigung des Islam in Religions-, Ethik- und Geschichtsbüchern, Hamburg: EB-Verlag, 2007 (Pädagogische Beiträge zur Kulturbegegnung; Band 25) (978-3-936912-43-2) 550 S.

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Die Schulbuchanalyse untersucht die Darstellung des Islam in Büchern für Religionslehre, Ethik, Geschichte bzw. verwandte Fächer in den Jahrgangsstufen 5 bis 10. Dabei wird der Stand in Bayern detailliert dokumentiert und diskutiert, und schließlich in bundesweiter Perspektive mit einer allgemeineren Analyse aller relevanten nordrhein-westfälischen und brandenburgischen Schulbücher abgeglichen. 
Die Analyse ordnet die Darstellung des Islam in einen größeren Zusammenhang des Schulbuchs als „Informatorium, Pädagogikum und Politikum“ ein und berücksichtigt darum fachwissenschaftliche, fachdidaktische und gesellschaftspolitische Aspekte. Da bei der Diskussion bisher fachwissenschaftliche oder politische Urteile im Vordergrund standen, zielt diese Schulbuchstudie schließlich auf einen Diskussionsbeitrag über Beispiele guter Praxis bzw. Möglichkeiten einer noch besseren.
Zusammen mit der als Band 24 der Reihe veröffentlichten Lehrplananalyse liegt damit 20 Jahre nach den ersten Bänden des „Kölner Projekts“ zur Darstellung des Islam in deutschen Lehrplänen und Schulbüchern, mit anderen Forschungsdesign, aber ähnlichen Anspruch auf Repräsentativität die Ergebnisse eines „Nürnberger Projekts zur Darstellung des Islam in deutschen Lehrplänen und Schulbüchern" vor.

 
 
Gott will es!? - Die Kreuzzüge in deutschen Geschichtslehrplänen und -büchern des 20. und 21. Jahrhunderts, Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 2010 (Beiträge zur historischen und systematischen Schulbuchforschung).
Die Kreuzzüge sind nicht nur ein brisanter Teil der europäischen Geschichte, sondern haben auch in der arabisch-islamischen Welt eine Wirkungsgeschichte bis heute. Die Monographie untersucht in drei Schritten die Darstellung der Kreuzzüge in deutschen Geschichtslehrplänen und -büchern des 20. und 21. Jahrhunderts. Damit wird nicht nur wie von jeder Schulbuchanalyse zu erwarten, der Stand erhoben und im Hinblick auf Verbesserungen reflektiert, sondern auch einem Forschungsdesiderat zur Geschichte des Geschichtsschulbuchs seit dem Zweiten Weltkrieg Genüge geleistet.
Zunächst wird in einer diachronen Analyse die  Kreuzzugsdarstellung in bayerischen Volksschulgeschichtsbüchern des 20. Jahrhunderts nachgezeichnet. Zwar wurde schon am Anfang des 20. Jahrhunderts keine Ruhmesgeschichte der Kreuzfahrer geschrieben, doch lassen sich markante Wandelungen in der Darstellung und Bewertung der Kreuzzüge zum Beispiel in der Nazi-Zeit und in den siebziger Jahren herausarbeiten. Im  zweiten Schritt wird die diachrone Perspektive durch eine synchrone Analyse aller aktuell zugelassenen Sekundarstufe-I-Geschichtsbücher in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg ergänzt. Im dritten Schritt geht es um detaillierte Vorschläge zu einer besseren Praxis.
Die Analyse ordnet die Darstellung der Kreuzzüge in einen größeren Zusammenhang des Schulbuchs als „Informatorium, Pädagogikum und Politikum“ ein und berücksichtigt darum fachwissenschaftliche, fachdidaktische und gesellschaftspolitische Aspekte. 

 
© Dr. Hansjörg Biener
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