© Dr. Hj. Biener
Außer einheimischen Stationen bemühen sich auch internationale Rundfunksender um eine deutschsprachige Hörerschaft. So hat man oft das Ohr am Pulsschlag der Welt, auch wenn man nicht Englisch, Französisch oder eine andere Weltsprache spricht. Über aktuelle Entwicklungen berichten neben Hobbyfachzeitschriften verschiedene Mailinglisten und Homepages. Aktuelle Meldungen von Dr. Hansjörg Biener finden sich bei  www.kwrs.de bzw. werden über die e-Group Medien aktuell: Weltempfang verschickt.
Radio Argentina al Exterior
 
Kontakt
RAE - Radiodifusion Argentina al Exterior
Casilla de Correo 555, C1000WAF Buenos Aires, Rep. Argentina
www.radionacional.com.ar/programacion/rae.html
raedeutsch @ yahoo.com.ar gelangen e-Mails direkt zur Sprecherin des deutschsprachigen Programms von RAE, Rayen Braun. Grundsätzlich sollen den e-Mails keine Dateien angehängt werden. 

Sendeplan
montags bis freitags 
17.00-18.00: 15345 (Wiederholung)
21.00-22.00: 15345 
Uhr Weltzeit (+1=MEZ, +2=MESZ) Frequenz

mms://rae.telecomdatacenter.com.ar/rae

 

Seit 60 Jahren sendet Argentinien in Deutsch für Europa. Erstmals am 11. April 1949 konnten Kurzwellenhörer ein deutsches Programm aus Buenos Aires empfangen. Der Servicio Nacional Radiofónico Argentina benutzte damals Kurzwellensender von Radio El Mundo, Radio Belgrano und Radio Splendid, kommerziellen Stationen, die aber der Regierung gehörten. Deutsch war eine von sieben Sprachen. Kurzwellen wie 11880 und 15345 kHz wurden zu Traditionsfrequenzen des Europaprogramms. Nach einem Militärputsch gegen den legendären Präsidenten Perón im September 1955 wurden die Sendungen jedoch wieder eingestellt.

Am 12. Februar 1958 wurde Radio Argentina al Exterior begründet, das seither unter dem Dach von Radio Nacional sendet. Traditionell wird nur montags bis freitags in Fremdsprachen gesendet. Am Wochenende wird das spanische Hauptprogramm von Radio Nacional ausgestrahlt. Langgediente Kurzwellenfreunde werden sich an die schwierigen Zeiten der lateinamerikanischen Diktaturen erinnern, als Carl Dieter Gredé im Studio saß und mit Zwischentönen Kopf und Kragen riskierte. Nach einem verschlüsselten Hilferuf stellte eine internationale Rettungsaktion seine Ausreise sicher. Die Erfahrungen versuchte Carl Grede in dem Buch "Wie oft hat man mich umgebracht" (Verlag Jungbrunnen Wien 1985 119 S. 978-3702655778) zu vermitteln.

Die Niederlage im Falkland-Krieg 1982 kostete die Generäle die Macht. In friedlicheren Zeiten sitzen nun andere am Mikrophon. Unglücklicherweise ist nicht sicher, ob man das Programm überhaupt hören kann. Die Empfangsprobleme liegen zum einen an den Ausbreitungsbedingungen der Kurzwelle, die so spät abends den Einsatz hoher Frequenzen wie 15345 kHz unsicher machen. Die Schwierigkeiten kommen aber auch von der veralteten technischen Ausstattung. Die beiden 50-kW-Sender stammen aus dem Jahr 1947, der 100-kW-Sender von 1977.


Ein Nachhutgefecht zum Falkland-Krieg war der Stempel:
"Die Malwinen waren, sind und werden argentinisch sein."

Ab dem 4. Mai  2009 hatte die deutsche Redaktion zunächst testweise für drei  Monate eine weitere Sendung um 17.00 Uhr. Hintergrund des Test war die Tatsache, dass durch die Kombination der jeweiligen  Sommer/Winterzeit-Änderungen die 21.00-Uhr-UTC-Sendung in Mitteleuropa erst um 23.00 Uhr MESZ kommt. Zu dieser Zeit ist es sowohl von den Ausbreitungsbedingungen als auch von den Hörgewohnheiten des Zielpublikums her schwierig, eine Hörerschaft  zu finden. Nach wie vor wurde die 21.00-Uhr-Sendung live gefahren, die 17.00-Uhr-Sendung war eine Wiederholung der zuletzt ausgestrahlten Sendung.
 
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