| Die Stimme der Anden | ©
Dr. Hj. Biener 0102
letzte Bearbeitung 0203 |
| Kontakt
Radio HCJB Quito - die Stimme der Anden Casilla 17-17-691 Quito Ecuador www.hcjb.org - www.andenstimme.org Sendeplan |
1931-2001
70 Jahre christliche Rundfunksendungen aus der höchsten Hauptstadt der Welt Nach mancherlei Schwierigkeiten nahm an Weihnachten 1931 ein Kurzwellensender seine Sendungen auf, der zu den ältesten noch bestehenden Missionssendern gehört: Radio HCJB Quito "La Voz de los Andes". |
Für viele Kurzwellenfreunde ist die
Stimme der Anden der erste und dauerhafteste Kontakt mit Südamerika.
Das hängt mit der DXer- Freundlichkeit des Senders zusammen, die sich
im samstäglichen Sonderprogramm zum Rundfunkhobby und in den sorgfältig
gemachten jährlichen QSL-Serien äußert.
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Nach gelegentlichen Sendungen
wurde am 13. August 1953 ein fester deutscher Dienst begründet. Die
Stimme der Anden hatte bei den nordamerikanischen Mennoniten- Brüdergemeinden
angefragt, die positiv reagierten und die finanzielle und personelle Unterstützung
übernahmen. Für Jahrzehnte bestimmte ihre schlichte und herzliche
Frömmigkeit den Ton der Sendungen.
In der Geschichte des Senders war Deutsch nach Englisch und Spanisch (1931), Schwedisch (1937) und Russisch (1941) die fünfte feste Sendesprache im Überseedienst. Aus dieser frühen Zeit liegen keine Tondokumente mehr vor, da alle Sendungen live ausgestrahlt wurden und keine Tonbänder zur Verfügung standen. In Europa war die Stimme der Anden anfangs nur schwer zu hören. Dafür gewann sie in Südamerika viele Freunde, wo sie der erste regelmäßig hörbare deutschsprachige Sender war. In den Weiten des brasilianischen Amazonas-Beckens oder des Chaco Paraguayo übernahm die Station viele seelsorgerliche Aufgaben.
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| Die meisten Sendungen werden
in Quito selber hergestellt, und das lateinamerikanische Flair ist sicher
ein wichtiges Kapital des Senders. Den verschiedenen Senderichtungen kommt
man mit verschiedenen Akzenten nach: So liegt er im Südamerikaprogramm
eher auf der geistlichen Betreuung, auch mit Zielgruppensendungen für
Frauen, Jugendliche und Kinder. Im Europaprogramm setzt man eher auf dem
Reiz Südamerikas mit Andenmusik, Erlebnisberichten und Beschreibungen.
Die kulturelle Ausrichtung der Europasendungen geht auf Sally Schroeder zurück, die 1966 erstmals Europa besuchte und dabei Kontakte mit Kurzwellenhörern schloss. Hier wurde ihr bald deutlich, dass reine Verkündigungssendungen ins Leere gehen würden. Ab 1968 hatte die Redaktion von einer Handvoll Mitarbeitern neben den Programmen jährlich bis zu 15000 Briefe zu bewältigen. Bei den heutigen Portokosten kann man davon ausgehen, dass diese Zahlen nicht nur durch Vielschreiber zustandekommen, sondern in der Tat einige Tausend Hörer und Hörerinnen repräsentieren. Nach Angaben der deutschen Redaktion melden sich monatlich etwa 150 neue Hörer. Allerdings sind auch viele einmalige Kontakte dabei. Die religiösen Inhalte bzw. der Stil der Verkündigung sind halt nicht jedermanns Ding. |
Diese mittlerweile selber historische
Serie von Grußkarten für Empfangsberichte stellt aus Anlass
des 50. Geburtstags Bilder von 1931 und 1981 nebeneinander.
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Im Mai 1997 kündigte Radio HCJB Quito an, man müsse den traditionsreichen Standort Pifo räumen. Die Sendeanlagen liegen genau in der Einflugschneise für den neuen Großflughafen von Quito. Dennoch sieht man das in der Leitung von Radio HCJB Quito gelassen: Zum einen wartet man ab, wann es wirklich zum Baubeginn kommt, zum anderen sieht die Leitung im Internet und Relaisstandorten Alternativen. Rüdiger Klaue, Leiter der deutschen Redaktion, versicherte, dass dies noch nicht das Ende der Kurzwellensendungen von Radio HCJB Quito ist. Aus der Perspektive der Radionutzenden dürfte aber einiges von dem Flair Südamerikas verlorengehen, wenn man weiß, dass die deutsche Sendung von Radio HCJB Quito aus Großbritannien oder Deutschland ausgestrahlt wird, selbst wenn die Sendung noch in Südamerika produziert werden würde. |
2007: HCJB World Radio nun HCJB Global
Die Mutterorganisation des ältesten
noch bestehenden protestantischen Missionssenders Radio HCJB Quito heißt
seit dem 1. Januar 2007 HCJB Global. Entsprechend firmieren die Medienzweige
jetzt als HCJB Global Voice und die medizinische Hilfe jetzt als HCJB Global
Hands. Mit der Namensänderung will man den Wandel vom Medienwerk zu
einem vielfältigen Missionswerk spiegeln, das seit mehr als einem
halben Jahrhundert auch intensiv medizinische Hilfe leistet. Kommunikationsdirektor
Jon Hirst beschreibt die Namensänderung als Verbindung von Tadition
und Innovation: "Bei den Überlegungen haben wir festgestellt, dass
unsere Freunde am Rufzeichen unserer ersten Radiostation festhalten wollten.
Durch den Bezug auf HCJB ehren wir unsere Herkunft“, obwohl die Radioarbeit
nicht mehr allein aus Ekuador kommt und schon lange nicht mehr nur die
Kurzwelle nutzt, sondern auch Satellit, UKW und Internet.
Das HCJB World Radio Engineering Center
in Elkhart IN wird zum HCJB Global Technology Center. Seit 1990 hat es
mehr als 300 Radioarbeiten in 100 Ländern Starthilfe mit Studios und
/oder Sendern gegeben.
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Dr. Hansjörg Biener
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