© Dr. Hj. Biener
Die Stimme der Anden
 
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Radio HCJB Quito - die Stimme der Anden
Casilla 17-17-691, Quito, Ecuador
german @ hcjb.org.ec
www.hcjb.org - www.andenstimme.org

United Kingdom: HCJB World-Radio 

Winter 2011/12:
05.00-06.00: 3995 (Kall 1 kW) Deutsch, inkl. 5.30-5.45 Mw. Werner Heukelbach

06.00-07.00: 3995 (Kall 1 kW) Plattdeutsch. 6.30 Russisch

07.00-08.00: 3995 (Kall 1 kW) Deutsch, inkl. 7.30-7.45 Mw. Werner Heukelbach

08.00-09.00: 3995 (Kall 1 kW) Englisch

18.30-19.00: 3995 (Kall 1 kW) Deutsch, inkl. 18.30-18.45 Mw. Werner Heukelbach

19.00-20.00: 3995 (Kall 1 kW) Plattdeutsch. 19.30 Russisch

20.00-21.00: 3995 (Kall 1 kW) Deutsch. 20.30-20.45 Mw. Werner Heukelbach

21.00-22.00: 3995 (Kall 1 kW) Englisch

23.00-23.30: 9835 (Calera de Tango CL 50 kW) Südamerikaprogramm in Deutsch

23.30-24.00: 9835 (Calera de Tango CL 50 kW) Südamerikaprogramm gemischt Hochdeutsch/Plattdeutsch

Uhr Weltzeit (+1=MEZ) Frequenz (Sender) 

Sendungen in Deutsch
Für viele Kurzwellenfreunde ist die Stimme der Anden der erste und dauerhafteste Kontakt mit Südamerika. Das hängt mit der DXer- Freundlichkeit des Senders zusammen, die sich im samstäglichen Sonderprogramm zum Rundfunkhobby und in den sorgfältig gemachten jährlichen QSL-Serien äußert. Am 17. Februar 2005 hat die deutsche Redaktion von Radio HCJB Quito die neue QSL-Serie für 2005 erhalten. Sie zeigt Motive aus der südekuadorianischen Stadt Cuenca.
Seit März 2000 sendet Radio HCJB seine Programme zusätzlich zur Kurzwelle auch per Satellit nach Europa sowie im Internet unter www.HCJB.org.
Da Radio HCJB Quito ein spendenfinanzierter Sender ist, bittet man QSL-Sammler um einen Beitrag zum Porto. Die ekuadorianische Post hat im Frühjahr 2005 die Portogebühren verdoppelt. Obwohl Radio HCJB Quito einen etwas verbilligten Tarif von 2 USD/Brief aushandeln konnte, muss die "Portokasse" stärker gefüllt werden. Im Unterschied zu früher können Internationale Antwortscheine nun eingelöst werden. Lieber ist der deutschen Redaktion jedoch die Überweisung von 10 Euro, die dann für fünf statt früher sieben Briefe reichen. Die Konten in Deutschland und Österreich finden sich auf den Programmheften des Senders:
Deutschland: AG HCJB. Konto 22816004, Volksbank Wiesloch (BLZ 67 292 200) Vermerk "Porto"
Österreich: ADXB-OE, Konto 660 021 007, Bank Austria (BLZ 12000), Vermerk "HCJB-Porto"

Sendungen in Plautdiesch
Radio HCJB Quito hat am 2. Februar 2002 mit Sendungen in Plautdiesch begonnen, das von ca. 400.000 Menschen als Muttersprache benutzt wird, je etwa zu einem Viertel in Nordamerika, in Lateinamerika, Europa und der GUS. Auf die Erstsendung kam sogar eine Reaktion in Platt aus Mocambique.
Die Programme wurden zunächst wöchentlich ausgestrahlt, kommen aber seit dem 31. März 2002 täglich. Redaktionsleiter Horst Rosiak antwortete in einer Sendung (2.3.2002) auf den Spott, ob denn auch Sendungen in Sächsisch oder Schwäbisch zu erwarten seien. Das sei nicht der Fall. Ganz abwegig war die Idee aber nicht. Als sich die großen protestantischen Missionssender zum Projekt zusammenschlossen, "die Welt bis zum Jahr 2000" mit religiösen Sendungen in Sprachen mit mehr als einer Mio. Angehörigen zu versorgen, tauchten in einer Liste mit nachrangiger Priorität auch Plattdeutsch und Mainfränkisch (!) auf.
Dem ersten Redaktionsteam gehörten mit Hermann Schirmacher, Armin Eitzen und Esther Neufeld drei Mitarbeiter an, die diese Sprache selbst sprechen. Über Lokalsender in Kanada, den USA und Paraguay gab es bereits seit längeren solche Programme. Die von Radio HCJB Quito verbreiteten Predigten kommen dementsprechend zum größten Teil aus Kanada. Gastsprecher sind zum Beispiel John Dück vom Missionswerk Janz Team sowie Jakob Funk von Family Life Network (beide Winnipeg).
 
Ab Anfang 2004 waren  Edwin und Esther Rempel, geb. Dück,  federführend für die plattdeutschen Sendungen zuständig. Beide waren im paraguayischen Chaco geboren und auch dort aufgewachsen. Ihre ersten Rundfunkerfahrungen machten sie bei der "Stimme des paraguayischen Chaco", dem Sender der mennonitischen Siedlungen. In späteren Jahren, als Edwin Rempel in Asunción bei einem anderen Missionssender arbeitete, war er auch einmal bei Radio HCJB in Quito zu Besuch. Einer ersten Anfrage, zu dauerhaft nach Quito zu kommen, folgten die Rempels noch nicht. "Als wir einige Jahre später erfuhren, dass immer noch Mitarbeiter gesucht würden, gingen wir wieder ins Gebet und empfanden, dass es jetzt Gottes Auftrag für uns wäre.", so Edwin Rempel Anfang 2004 im HCJB-Freundesbrief.
Kurzzeitig stoßen weitere Mitarbeitende zur  Redaktion, so zum Beispiel im Januar/Februar 2005 Emmi Salmon aus Kanada, die Sendungen zur Mennonitengeschichte herstellte.

Neuorganisation der HCJB-Sendungen in Mennoniten-Platt
Nach dreieinhalb Jahren bei Radio HCJB Quito kehren Edwin und Esther Rempel nach Paraguay zurück. Das Ehepaar war seit Anfang 2004 federführend für die plattdeutschen Sendungen des Missionssenders zuständig. Mit ihrem Weggang werden auch die Sendungen in Mennoniten-Platt reorganisiert. Wie sich erwiesen hat, sind die Zielgruppen in Südamerika und Europa so unterschiedlich, dass man die Sendungen besser getrennt produziert. In Paraguay werden Rempels, die als Repräsentanten  Radio HCJB verbunden bleiben, die neuen Südamerika-Produzenten Hans und Lucy Derksen einarbeiten und begleiten. Die Sendungen für Europa werden künftig von Viktor Sawatzki und Mitarbeitern in Deutschland produziert.

Schonfrist für deutschsprachige Europa-Programme
Der südamerikanische Religions- und Kultursender Radio HCJB Quito hat am 31. Mai 2003 die Kurzwellensendungen für Europa, Afrika, Asien, Ozeanien und Nordamerika eingestellt, während die Lateinamerika-Sendungen vorerst erhalten bleiben. Der deutsche Dienst sollte erst am 28. September 2003 offiziell das letzte Programm von Ecuador nach Europa ausstrahlen.
Horst Rosiak, der Leiter der deutschen Abteilung, erläuterte die Entscheidungen im Monatsbrief Mai so: „Trifft es uns als Sprachdienst überraschend? Keinesfalls! Aber weil vieles nicht voraussehbar war, können wir erst jetzt Erklärungen über die Weiterführung der deutschen Sendungen abgeben, wenn auch unter dem Vorbehalt: So Gott will! Schon seit einigen Jahren zeichnete sich bei der Missionsleitung die Tendenz ab, die internationale Arbeit in Quito zu dezentralisieren und Sprachdienste in die entsprechenden Regionen zu verlegen. Dahinter steht der Gedanke, die Produktionsstätte dem Zielgebiet näher zu bringen. Mit der Hilfe von Hans Zollinger, der dem HCJB-Büro in der Schweiz vorsteht, begannen wir im Herbst 2000, die deutsche Programmproduktion zu analysieren und Modelle für die Zukunft des deutschsprachigen Dienstes zu erarbeiten. Dabei betonten wir besonders die Bedeutung der HCJB-Sendungen für unsere europäischen Hörer, ein Aspekt, den wir auch in Zukunft berücksichtigen wollen. Das abschließende Dokument wurde von der Missionsleitung als Strategie unseres Sprachdienstes anerkannt. Innerhalb der letzten Jahre konnten wir unsere Sendungen zusätzlich über Satellit in Europa ausstrahlen. Auch unsere Präsenz im Internet wurde stetig erweitert. Wir liegen mit durchschnittlich 200 Besuchern täglich (Stand April 2003) bei den Gesamtseiten von Radio HCJB auf den vorderen Plätzen. Gleichzeitig haben wir uns zum Ziel gesetzt: wir wollen an der Kurzwelle festhalten. Wie das, wenn alle Zeichen auf eine Schließung hindeuten? Einmal könnten wir bei europäischen Sendern, soweit die Kosten aus Spendengeldern eingehen, Sendezeit mieten. Da würden sich viele über einen gesicherten und störungsfreien Empfang freuen, doch mit dem DX-Spaß wäre es vorbei. Eine andere Alternative - und sie ist meine favorisierte Fassung - wäre eine kleine Sendeeinheit in Ecuador für Europa. Dazu erhielten wir in diesen Tagen von unserer Missionsleitung die volle Unterstützung zugesagt. Wir stehen also nicht vor dem Aus, sondern die Kompetenzen werden neu definiert. Die deutschen Sendungen für Europa fallen nun in den Verantwortungsbereich des HCJB Europa/Asien Direktors.
Weiter wollen wir auch den Anschluss an die Digitale Kurzwelle nicht verpassen und gleich bei Stunde Null dabei sein. Ein wichtiger und schlussendlich entscheidender Faktor ist weiterhin die finanzielle Seite. Wir sind sehr dankbar, das Ehepaar Klaue in Deutschland einige Freunde fanden, die bereits die Radioarbeit in Ecuador finanzieren helfen. Hier möchte ich besonders unsere Hörer in Europa bitten, diese Arbeit mit Ihren Spenden zu unterstützen, wenn Ihnen an der Fortsetzung der HCJB- Programme über Kurzwelle gelegen ist.“

Sendungen aus Wertachtal
Die deutsche Redaktion von Radio HCJB Quito hat am 1. Dezember 2003 mit Sendungen über  Wertachtal südlich von Augsburg begonnen. Die DX-Sendung an Sonnabenden blieb zunächst von diesen Übertragungen ausgeschlossen, worin eine gewisse Umorientierung zum Ausdruck kommen dürfte. Bislang waren Kurzwellen-Hobbyisten eine wesentliche Zielgruppe der deutschen Sektion von Radio HCJB in Europa. Daher wurde auch zugunsten des Reizes, ein direkt aus Ekuador abgestrahltes Rundfunksignal zu empfangen, bisher ausschließlich auf die HCJB-Sendestation in der Nähe von Quito gesetzt.
Die Sendungen in Platt- und Hochdeutsch wurden ursprünglich 18.00-19.00 Uhr auf 5970 kHz (125 kW) ausgestrahlt. Allerdings war bei der Wahl der Frequenz übersehen wurde, dass sie bereits von China Radio International mit einem deutschen Programm belegt wird.
In der DX-Sendung vom 6. Dezember wurde noch ein Wechsel auf 5925 kHz diskutiert, dann jedoch entschieden, ab dem 9. Dezember 5810 kHz zu benutzen. Es hätte sich dabei um die ersten Ausstrahlungen aus dem Wertachtal auf einer deutlich außerhalb der Rundfunkbänder liegenden Kurzwellen gehandelt. Da die Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation ihre Zustimmung zur Belegung dieser Frequenz unter Hinweis auf eine zu intensive militärische Nutzung außerhalb von Europa widerrief, wechselte man jetzt auf 6015 kHz und schließlich doch auf 5925 kHz.
Generell sind zu dieser Uhrzeit im Winter von Sendern innerhalb Deutschlands im 49-Meterband kaum gute Ergebnisse in den deutschsprachigen Ländern zu erreichen, da durch die Ausbildung „toter Zonen” von bis zu 1500 km um Wertachtal herum nur ein schwaches Streusignal aufzunehmen ist. Besser geeignet wäre eine Nutzung des 75-Meterbandes, wie es von der Deutschen Welle auf 3995 kHz praktiziert wird. Radio HCJB möchte jedoch mit Hinblick auf einfache Radios mit beschränktem Kurzwellenbereich im 6-MHz-Band bleiben.

Planungssicherheit für die deutsche Redaktion
Am 1. Oktober 2004 gab es ein Mitarbeitertreffen in Quito. Dazu waren die leitenden Direktoren in die ecuadorianische Hauptstadt gereist. In einem persönlichen Gespräch zwischen Horst Rosiak, Leiter der Deutschen Abteilung, und Dave Johnson, dem Präsidenten von HCJB World Radio, wurde auch die Zukunft der Deutschen Abteilung besprochen. Die Deutsche Abteilung hat dabei auch für seine europäischen Programme volle Rückendeckung vom Gesamtwerk erhalten. Die Mitarbeiter der deutschen Redaktion sind dementsprechend erleichert und Gott dankbar für die neuen Zukunftsperspektiven.
Die Deutsche Abteilung hat auch einen neuen Mitarbeiter erhalten. Dieter Sommer ist Buchhalter und seit September 2004 in Quito tätig. Er ordnet derzeit den „Finanzdschungel” (O-Ton Horst Rosiak). Jetzt können auch Spenden online per Internet an die Deutsche Abteilung überwiesen werden.

Klausur der deutschen HCJB-Redaktion über ihre Zukunft
Ende Oktober 2005 begab sich die deutsche Redaktion von Radio HCJB Quito in Klausur, um über die Zukunft des deutschen Dienstes zu beraten. Über die Ergebnisse informiert Redaktionsleiter Horst Rosiak folgendermaßen:
„Gerade kommen wir von einer Klausur zurück. Die deutsch-sprachigen Mitarbeiter haben sich für ein paar Tage in dem kleinen Andendorf Papallacta zurück-gezogen, um über die zukünftige Arbeit nachzudenken, auszutau-schen und zusammen zu beten. Um Sie ein wenig mit in unseren Alltag hineinzunehmen, möchte ich an dieser Stelle unsere Anliegen kurz beschreiben:
Als der deutschsprachige Dienst vor 52 Jahren gegründet wurde, hat sich die mennonitische Mission für diese Arbeit verantwortlich eingesetzt, indem sie Mitarbeiter geschickt und unterstützt hat. Auch die Räumlichkeiten, in denen wir bis heute arbeiten, wurden eigens für die Abteilung geschaffen. Nach 36 Jahren hat sich dann die mennonitische Mission mit dem Abschied von Ehepaar Hübert aus der Radiomissionsarbeit von Radio HCJB zurückgezogen. Inzwischen werden Mitarbeiter u.a. von der Deutschen Missionsgemeinschaft (Sinsheim/Deutschland) und der Vereinigten Deutschen Missionshilfe (Bassum/Deutschland) Radio HCJB zur Verfügung gestellt. Die Arbeit wurde weiter durch Spenden, haupt-sächlich aus den USA getragen.
Heute hat sich dieses Bild verändert. Trotz weiterer Unterstützung und Zusammenarbeit mit den deutschen Missionsorganisationen wird der deutschsprachige Dienst finanziell in die Verantwortung genommen. Dankbar sind wir besonders für Ehepaar Klaue, die unermüdlich unsere Radioarbeit in Deutschland vorstellen und um Spenden für unsere Arbeit werben. Auch Elsa Sasse von der Arbeitsgemeinschaft Radio HCJB e.V. in Deutschland arbeitet ehrenamtlich viele Stunden in der Woche für unser Anliegen, indem sie neben vielen Aufgaben die Spendeneingänge verbucht.
Worum ich Sie nun bitten möchte: Falls Ihnen unsere Arbeit auch für die Zukunft wichtig ist, unterstützen Sie uns! Vielleicht können wir uns dann auch unsere Träume erfüllen? Da wären:
1. Wenn wir weiterhin aus Ecuador nach Europa senden, müssen wir eine neue Antenne an einem anderen Ort aufrichten. Kann sich ein Traum, der ca. 1.000.000 US$ kostet, erfüllen?
2. Das digitale Radio (DRM) wird die Kurzwelle in den nächsten Jahren revolutionieren. Radio China will bis zur Olympiade alle Programme in digital aussenden. Jetzt sind die Empfangsgeräte noch sehr teuer, aber wenn Geräte „Made in China“ auf den Markt kommen, wird sich fast jeder solch ein Gerät leisten können. Wir stellen uns dieser neuen Technik, und wenn es im nächsten Jahr möglich ist, wollen wir neben analog auch unsere Programme digital anbieten.
3. Der Kontakt zu unseren Hörern ist uns nach wie vor wichtig. Ein Berater sagte uns im letzten Jahr: „Eure Aufgabe ist Radio; warum haltet ihr euch mit Hörerpost auf?“ Nun, wir sehen gerade unsere Stärke in dem persönlichen Kontakt, den wir mit unseren Hörern pflegen. Gerade in den Fragen über den Glauben an Jesus Christus muss ein Vertrauensverhältnis zwischen uns und den Hörern bestehen. Unser Wunsch ist, dass dadurch das Evangelium Eingang in die Herzen findet.
4. Um unsere Arbeit zu finanzieren, sind wir auf Spenden angewiesen. Daher ist uns die Idee gekommen, Sponsoren unter unserer Hörer-schaft zu suchen. Mit € 85,- helfen Sie uns, eine Sendestunde zu bezahlen. Für unsere Hörer in Deutschland wird darüber eine Spendenquittung ausgestellt, die bei dem Finanzamt anerkannt wird.
Für Ihre Hilfe bedanken wir uns schon im voraus!“

2008 Letzte Verlängerung für Radio HCJB in Pifo
HCJB Global Voice hat einen weiteren Aufschub für den Abbau seiner Sendeanlage in Pifo bekommen. Die Kurzwellenantennen stehen in der Einflugschneise des künftigen Großflughafens von Quito und sollten deshalb seit geraumer Zeit abgebaut werden. Vor zwei Jahren hatte die protestantische Radiomission den Abbau von 30 Sendemasten bis Dez. 2007 zugesagt. In einer ersten Phase wurden 18 Masten abgebaut, zwölf weitere Masten der zweiten Phase dürfen jetzt erst einmal stehen bleiben. 18 weitere sollten den Flugverkehr eigentlich nicht gefährden, aber Radio HCJB Quito hat sich im Prinzip zu ersatzlosen Aufgabe des Senderstandorts entschlossen.
Radio HCJB Quito ist der älteste noch bestehende internationale protestantische Missionssender. Er begann 25. Dez. 1931 mit Kurzwellensendungen aus Quito. 1953 wurde die Sendeanlage in Pifo eröffnet. Die Masten stehen hier einem seit langem in Planung befindlichen neuen Großflughafen von Quito im Weg. Da sich aber die Fertigstellung des Flughafens hinzieht, sind HCJB und die Quito Airport Corporation (CORPAQ) übereingekommen, den Abbau der Sendeanlage um weitere sechs Monate hinauszuzögern. Wie Doug Weber, Radio Director for the Latin America Region, mitteilt, kommt der Aufschub insbesondere den Sendungen für Brasilien zu gute. „Wir brauchen für den Norden und den Süden Brasiliens jeweils eine Frequenz.“ Es ergibt sich sogar die Möglichkeit, die digitalen Testsendungen in verschiedene Zielgebiete fortzuführen und für Brasilien neu einzuführen. Ab dem 26. Jan. 2008 soll eine Sendestunde täglich im DRM-Modus ausgestrahlt werden (23.00-24.00: 11795 (Pifo 110°)). Praktisch alle brasilianischen Sendungen werden bei HCJB Global-Brazil in Curitiba. produziert.
Radio HCJB Quito wird keine neue Kurzwellenanlage errichten, sondern benötigte Sendezeit auf anderen Anlagen kaufen. Dies erklärte Allen Graham als Vertreter der Missionsgesellschaft HCJB Global auf der HFCC-Planungskonferenz für den Wintersendeplan 2007/08. Solange die Zukunft der Kurzwelle unklar sei bzw. sich kein durchgreifender Erfolg des Digitalstandards Digital Radio Mondiale abzeichnet, werde HCJB-Global nicht in den Bau einer Ersatzanlage investieren.

Die Direktsendungen aus Pifo für Europa endeten am 30. Sept. 2008. Dagegen werden die deutschsprachigen Amerika-Sendungen und die Testsendungen mit digitaler Modulation (Digital Radio Mondiale – DRM) bis auf weiteres fortgesetzt.

Ekuador: Termingerechter Rückbau der hohen Antennen von Radio HCJB Quito
(HCJB/HjB) Am Vormittag des 24. Dez. 2008 wurde die letzte hohe Antenne auf dem Sendegelände von Radio HCJB Quito in Pifo abgebaut. Dies gab Geoff Kooistra, der technische Direktor von Radio HCJB bekannt. Damit wurde ein Termin knapp unterschritten, den HCJB Global und die Quito Airport Corporation ausgehandelt hatten. Nachdem sich der Bau des neuen Großflughafens der ekuadorianischen Hauptstadt immer weiter verzögerte und einen längeren Betrieb von Pifo ermöglichte, nähert sich der Flughafen doch der Realisierung.
Auf dem HCJB-Gelände 30 Kilometer östlich der Hauptstadt Quito befinden sich noch kleinere Antennen, über die nach Angaben von Stationsmanager Steve Sutherland noch 60 Senderstunden täglich für Amerika ausgestrahlt werden. Gesendet wird in internationalen Sprachen wie Deutsch, Portugiesisch und Spanisch und in Indiosprachen wie Quichua (Ekuador), Waorani (Amazonas-Region von Ekuador), Cofán (Anden-Hochland, Amazonas-Region von Ekuador) und Kulina (Brasilien, Peru). Die meisten Sendungen sind in der herkömmlichen analogen Sendeart, vier Stunden jedoch sind im neuen DRM-Modus.
Mit einer Weihnachtssendung aus Quito hatte Radio HCJB 1931 den Betrieb aufgenommen. 1953 wurde, damals weit ab, in Pifo eine neue Sendeanlage errichtet, die zeitweise sogar einen 500-kW-Kurzwellensender und eine steuerbare Antene beheimatete. Da die höheren Sendemasten in der Einflugsschneise für den Mitte der neunziger Jahre angekündigten Flughafen stehen, stand ein Rückbau der Sendeanlage an. 2002 war noch von einem Ersatzstandort in Ecuador die Rede, der 2003 den Betrieb aufnehmen sollte. Mittlerweile ist der Flughafen aufgrund einer Strategieänderung für die internationale Rundfunkarbeit zum Anlass für die Schließung der Kurzwellenstation geworden. HCJB Global, das sich auch an der Einrichtung von Satellitenprogrammen beteiligt hatte, unterstützt jetzt eher den Aufbau lokaler Medienarbeiten, was eine zentrale Kurzwellenanlage wie Pifo unnötig macht. 2003 wurden mit einzelnen Ausnahmen, vor allem der deutschen Sendungen, alle Interkontinentalsendungen aufgegeben.
2004 begann der Rückbau von Pifo, wobei jetzt einige Sender und Antennen zu einer Kurzwellenstation von HCJB Australia verlegt werden. Am 30. Sept. 2008 wurden als letzte Interkontinentalsendungen die deutschen Sendungen für Europa beendet, da man sich nun an den Abbau der steuerbaren Kurzwellenantenne machte.
Spätestens am 1. April 2010 wird es keine Kurzwellensendungen aus Pifo mehr geben. Auf diese Weise werden auch alle Risiken für den Flugfunk ausgeschaltet. Durch die Verzögerungen beim Flughafenbau hat die Station dann doch noch vier Jahre länger gesendet als gedacht. Schon seit 2007 ist klar, dass HCJB-Global keine Ersatzanlage für die Station in Pifo mehr errichten wird.

Ekuador: HCJB Global Voice zieht das Sendeende der internationalen Kurzwellenstation in Pifo vor. Dies gab Graham Bulmer, HCJB Global's Director for the Latin America Region, bekannt. Die Station, die dem neuen Großflughafen der ecuadorianischen Hauptstadt Quito weicht, wurde in den letzten Monaten rückgebaut und soll nun spätestens im November 2009 schließen. Bislang war von spätestens April 2010 die Rede.
Die Missionsleitung hat bereits in den neunziger Jahren aus finanziellen und medienstrategischen Gründen mit einer Regionalisierung und Lokalisierung begonnen. Insofern bedeutet die Schließung der zentralen Kurzwellenstation zwar das Ende einer seit 1931 bestehenden Tradition, ist aber nur in dieser Hinsicht ein Markstein in der Geschichte von HCJB Global. "Die Art und Weise, wie die Menschen Medien nutzen, hat sich gewandelt", so HCJB Global President Wayne Pederson. "Wir haben neue Plattformen wie Satellit, UKW, Internet und podcasting. Das Ende der Kurzwellensendungen für Lateinamerika wird aufgewogen durch die vielen christlichen Lokalstationen, die es in der Region jetzt gibt. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen dieser Sender leben inmitten ihrer Hörerschaft und können so viel besser ihren Glauben kommunizieren.“ HCJB Global beteiligt sich an einem Trainingsprogramm, das ab Okt. 2009 Lateinamerikaner für die Missionsarbeit weiter qualifiziert.
HCJB's einheimischer Quichua-Dienst soll auf lokale Mittelwellen- und UKW-Sender verlegt werden. Auch hier vollzieht die Aufgabe der Kurzwellensendungen nur den lokalen Trend mit, sind doch derzeit nur noch fünf inländische Sender überhaupt auf Kurzwelle aktiv. Derzeit wird auch an der Überführung der HCJB-eigenen UKW-Arbeit in lokale Hände gearbeitet, die vor 37 Jahren mit HCJB-2 in der Hafenstadt Guayaquil begann.
Die internationalen Kurzwellensendungen in Deutsch, Portugiesisch, Spanisch und indianischen Sprachen werden zwischen September und November 2009 eingestellt. Die meisten Sendungen enden am 30. Sept. 2009, eine Frequenz soll noch bis Mitte November für brasilianische Sendungen in Betrieb bleiben. Die deutsche Redaktion, für deren Trägerschaft in diesem Jahr eine neue Konstruktion gefunden wurde, will aber weiter aus Quito Sendungen für Südamerika und Europa produzieren. Die Europa-Sendungen werden ohnehin schon seit geraumer Zeit nur in Europa selber ausgestrahlt. (Rich Mc Vicar 8.8.2009 BCDX, Dr. Hansjörg Biener)

Ekuador: Die Deutsche Partnerabteilung von HCJB global wird weiter von Quito/Ecuador aus auf Sendung gehen. Nach dem Sendeende auf der HCJB-eigenen Kurzwellenstation will man ab dem 1. Okt. 2009 Zeit bei anderen Sendestellen zu mieten, damit das Programm ohne Unterbrechungen in Südamerika weiter über Kurzwelle zu hören ist, wie es zur Zeit auch schon in Europa praktiziert wird. Das Sendeende aus Pifo ist notwendig geworden, weil das Antennenfeld in Pifo in der Einflugschneise des neuen Flughafens von Ecuadors Hauptstadt Quito liegt. Aus diesem Grund wurde bereits vor einigen Jahren von HCJB global mit der Betreibergesellschaft Quiport eine Vereinbarung zum Abbau sämtlicher Antennen und Sendeanlagen in Pifo getroffen. Die ersten Testflüge am neuen Flughafen sollen im Frühjahr 2010 stattfinden.
Die früher unter der Regie von HCJB global stehende Deutsche Abteilung hat auf die Veränderungen mit einem mutigen Schritt reagiert. Seit Juni dieses Jahres arbeiten die deutschen Radiomacher in neuen Räumen in Quito als eigenständiger Partner von HCJB global. Wichtigstes Ziel der Verantwortlichen ist es nun, schnellstmöglich den Fortbestand der Kurzwelle zu sichern. Besonderes Augenmerk bekommt dabei auch die digitale Kurzwelle (DRM), die ebenfalls genutzt werden soll. Die Arbeit wird, wie in den vergangenen Jahrzehnten, weiterhin ausschließlich durch Spenden finanziert. (HCJB-Pressemitteilung 18.8.2009)

2010 Pläne für eine neue HCJB-Kurzwellenstation.
Nachdem die US-amerikanische Zentrale von HCJB Global das mit dem Bau des neuen Großflughafens von Quito verbundene Sendeende aus Pifo zum Ausstieg aus der Kurzwelle genutzt hat, haben die Mitglieder der deutschen Redaktion zunächst die Initiative ergriffen, die Kurzwellensendungen für Ekuador fortzuführen. Aktuell sendet HCJB La Voz de los Andes vom Ersatzstandort Pichincha nach folgendem Sendeplan auf 6050 kHz (10 kW): 08.30-15.00 Quechua, 11.30 Castellano sowie 19.00-05.00 Castellano, 0.00 Waodani, 0.30 Cofán, 1.00 Castellano.
Obwohl Ausrüstung von Pifo zum Standort von HCJB Australia verlegt wurde und anderes Material wohl nicht wiederverwendbar ist, ist immer noch einiges übrig (ein 100 kW HC 100 Sender, mehrere 30 und 10 kW Sender, Antennen, Leitungsmaterial...). Vozandes Media plant deshalb auch die Wiedererrichtung einer internationalen Kurzwellenstation. Wie Iris Rauscher auf Nachfrage ausführte, hat Vozandes Media von HCJB global einen 100 kW-Sender gestiftet bekommen, „und wir planen diesen Sender für die Programme in Deutsch für Europa neu in Ecuador aufzubauen. Wir suchen gerade nach einem geeigneten Grundstück. Wenn es dann so weit ist können wir vielleicht auch andere Sprachen (Portugiesisch und Kechwa, Plattdeutsch etc?) mit dazu nehmen. Dann könnten wir auch mit DRM weitermachen.“ HCJB Brasilien wird sich an den Kosten beteiligen und Mitbetreiber werden. Dennoch: „Das ist ein großes Projekt für uns. Wir hoffen auch auf neue Mitarbeiter gerade für die technische Seite.“
Sendungen mit südamerikanischer Flächendeckung werden aktuell aus dem chilenischen Calera de Tango ausgestrahlt. Bei den beteiligten Zweigen von Radio HCJB hofft man, die Sendungen aus Chile so lange fortführen zu können, bis Vozandes Media einen neuen Kurzwellenstandort in Ekuador in Betrieb nehmen kann.

2010 Suche nach neuem HCJB-Standort 

Die deutsche Redaktion von Radio HCJB Quito, die nach der Schließung der Kurzwellenanlage von Pifo und dem Rückzug der US-Amerikaner die Führung der verbliebenen Arbeit übernommen hat, hat möglicherweise ein Grundstück für den Aufbau einer kleinen Kurzwellenanlage gefunden. Dies teilt Iris Rauscher mit: "Wir glauben, dass wir jetzt das richtige Land gefunden haben. Die vorherigen Optionen waren entweder zu nahe an Quito, zu abschüssig oder so ungünstig gelegen, dass ein Senden in Richtung Europa oder weiter zu den Amerikas zwecklos gewesen wäre. Unser jetziges Traumgrundstück wäre ideal für beide Senderichtungen. Nun läuft ein Antrag bei der Regierung und dem Amt für Umweltschutz, ob wir auf diesem Weideland unsere Kurzwellensender aufbauen können und mit wie viel Kilowatt wir senden dürften. Auch mit dem Besitzer der alten Hazienda stehen wir im guten Kontakt und er wäre an einem Pachtvertrag mit uns interessiert. Wir planen bei dem Projekt eine Zusammenarbeit mit dem HCJB Büro in Curitiba, Brasilien. Über die neue Südamerika-Antenne sollen dann auch Sendungen in Portugiesisch und Kulina ausgestrahlt werden. Kulina ist ein Indianerdialekt im abgelegenen Amazonasbecken." Bei der Auflösung der Sendeanlage in Pifo wurden verschiedene Sender und Antennen zur Wiederaufstellung am Kurzwellenstandort von HCJB Australia abgezogen; ein 100-kW-Sender und weiteres Sendematerial blieb aber in Ecuador und wurde der deutschen Redaktion für einen neuen Standort in Ecuador übergeben. Der aktuell am Pichincha arbeitende 8-kW-Kleinsender, der auf 6050 kHz in Spanisch, Kechwa, Cofán und Waorani für abgelegene Gebiete Ecuadors, Perus und Kolumbiens sendet, soll mittelfristig an den neuen Standort verlegt werden.
 



70 Jahre christliche Rundfunksendungen aus der höchsten Hauptstadt der Welt
Nach mancherlei Schwierigkeiten nahm an Weihnachten 1931 ein Kurzwellensender seine Sendungen auf, der zu den ältesten noch bestehenden Missionssendern gehört: Radio HCJB Quito "La Voz de los Andes". Nach gelegentlichen Sendungen wurde am 13. August 1953 ein fester deutscher Dienst begründet. Die Stimme der Anden hatte bei den nordamerikanischen Mennoniten- Brüdergemeinden angefragt, die positiv reagierten und die finanzielle und personelle Unterstützung übernahmen. Für Jahrzehnte bestimmte ihre schlichte und herzliche Frömmigkeit den Ton der Sendungen. mehr
 
© Dr. Hansjörg Biener 0102
jüngste Bearbeitung 111012

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