| Voice of the Mediterranean | ©
Dr. Hj. Biener 0103
letzte Bearbeitung 0306 |
| Wintersendeplan
2002-2003 (MEZ)
Sonntag 13.00-14.00 Uhr 9630 kHz aus Italien 22.30-23.00 Uhr 7440 kHz aus Russland |
Sommersendeplan
2003 (MESZ)
Sonntag 13.00-14.00 Uhr 9605 kHz aus Italien 22.30-23.00 Uhr 12060 kHz aus Russland |
1974 - Sendebeginn
der Deutsche-Welle-Relaisstation auf Malta
1974 nahm die Deutsche Welle im Süden
Maltas eine große Sendeanlage mit einem 600-kW-Mittelwellen- und
drei 250-kW- Kurzwellensendern in Betrieb. Die Relaisstation war für
die Zielgebiete rund um das Mittelmeer bestimmt, vor allem aber für
den früheren Ostblock. Genutzt wurden die Sendeanlagen jedoch nicht
nur vom westdeutschen Auslandsdienst, sondern auch von anderen Auslandsdiensten,
Radiomissionen und von maltesischen Projekten. Eines dieser Projekte ist
die Voice of the Mediterranean.
1988 - Sendebeginn
der Voice of the Mediterranean
Die Voice of the Mediterranean begann
am 1.9.1988 mit täglich vier Stunden in Englisch und Arabisch. Immer
wieder wurde in den Sendungen die Brückenfunktion Maltas zwischen
Europa und der arabischen Welt betont. Und während im englischen Programm
besinnliche Gedanken am Anfang standen und auch die katholische Tradition
Maltas eine wichtige Rolle spielte, begannen die arabischen Sendungen mit
einer Koran-Rezitation. Das Sonntagsprogramm wurde 1995 erweitert, als
eigenständige Programme in Französisch und Deutsch eingeführt
wurden. Die deutsche Sendung wurde lange Jahre hauptsächlich von Ingrid
Hüttmann betreut. In zehn Jahren hatte sie durch ihre Berufsarbeit
so viele Kontakte aufgebaut, dass sie ein vielfältiges Informationsnetz
nutzen konnte: "Von 1992-1994 habe ich an der hiesigen Hotelfachschule
Deutsch unterrichtet, und zwar in allen Berufen, die in irgendeiner Form
mit dem Hotelwesen zu tun haben. Diese Schule bot auch ein-jährige
Kurse für Reiseleiter an, und ich war für den deutschsprachigen
Bereich zuständig. 1994 verließ ich aus persönlichen Gründen
die Insel und kehrte 1995 zurück. Dann begann ich 'Deutsch als Fremdsprache'
am Deutsch-Maltesischen Zirkel zu unterrichten, einem Pendant zum Goetheinstitut.
Parallel dazu lief die Rundfunkarbeit."

Voice of Mediterranean
auf Wanderschaft
Das Sendeende der DW-Relaisstation am
15. Januar 1996 traf auch die Voice of the Mediterranean, und die Stimme
des Mittelmeers musste ihre Sendungen vorübergehend einstellen. Auf
der Suche nach einem neuen Standort wurden Kurzwellensender in Italien
und Russland getestet. Da die Voice of the Mediterranean auch für
Ostasien und Australien senden wollte, nutzte sie ab Juli 1996 Kurzwellensender
an verschiedenen russischen Standorten.
Die deutsche Sendung kam ab Juli 1996
sonntagnachts um 22.30 Uhr ME(S)Z. Trotz der späten Sendezeit behielt
sie ihren Platz in der Hörergunst und blieb an der Spitze des Posteingangs
aller Programme, obwohl sie weiterhin nur wöchentlich ausgestrahlt
wurden. Seit Dezember 1997 gibt es auch eine Ausstrahlung am Sonntagmittag
aus Italien, die im Mai 1998 auf eine ganze Stunde ausgeweitet wurde. Die
Abendsendung wiederholt jetzt die erste halbe Stunde der Mittagssendung.

Satellit
Die Stimme des Mittelmeers gab am 20.1.2002
ihr Debüt auf dem deutschsprachigen Satellitenkanal EuroMax von World
Radio Network (www.wrn.org). "Hier ist Valletta" wird auf WRN EuroMax sonntags
3.00-4.00 und 18.00-19.00 Uhr analog über den Satelliten Astra 1B,
digital über Eutelsat Hotbird 5, als Live-Internetstream auf der EuroMax-Webseite
(www.euromaxonline.com) sowie im digitalen Kabelnetz der Telegeneve in
Genf (Schweiz) ausgestrahlt.
Thomas Völkner, Channel Organiser
für EuroMax Deutsch, sagte: "WRN freut sich sehr, die Voice of the
Mediterranean als neuen Programmpartner auf EuroMax Deutsch begrüßen
zu dürfen. Unsere Hörer werden dieses neue Programm sicher gerne
verfolgen." Richard Muscat, der General Manager der Voice of the Mediterranean,
meinte: "Ich bin sehr erfreut, dass unser deutschsprachiges Programm durch
die neue strategische Zusammenarbeit mit World Radio Network neue Hörerkreise
erreichen wird. WRN ist für uns ein wichtiger neuer Verbreitungsweg."
(Pressemitteilung 28.1.2002 von Tim Ayris, Marketing and Rebroadcasting
Manager World Radio Network)
Die Regierungen von Malta und Libyen haben
mit Schritten zur Liquidierung des Gemeinschaftsunternehmens Voice of the
Mediterranean begonnen. Nach Gesprächen des maltesischen Außenministers
Michael Frendo in Tripoli habe die libysche Regierung Ende Februar entsprechende
Bereitschaft signalisiert. Näheres soll in der Malta-Libya Joint Commission
geklärt werden.
Die Voice of the Mediterranean sendete
1988 bis 2003 in bis zu sieben Sprachen, darunter auch Deutsch. Gut 20
Angestellte verloren ihren Job, als das Unternehmen unter Richard Muscat
bankrott machte. Die Umstände, bei denen nicht eingehaltene libysche
Finanzzusagen nur ein Teil der Affäre sind, sind seit langem Gegenstand
der innenpolitischen Kontroverse.
Das Restvermögen des lange eingestellten
Auslandssenders (Autos, Einrichtungsgegenstände) soll etwa Lm300.000
betragen. Dieser Summe stehen Gehaltsansprüche der Mitarbeitenden
und weitere unbeglichene Rechnungen gegenüber. Richard Muscat ist
mittlerweile Malta's Botschafter in Irland. (Karl Stagno-Navarra: Libya
agrees to liquidate the Voice of the Mediterranean radio station, www.maltatoday.com.mt/2007/02/25/t18.html)
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Dr. Hansjörg Biener
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