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Religiösen Sendungen hört man oft die Herkunft nicht an. Noch mehr als bei der Morgenfeier oder Andacht im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gilt das dort, wo religiöse Anbieter Sendezeit kaufen oder eigene Sender und Programme aufbauen. Nicht jeder katholische Anbieter ist auch die Stimme der römisch-katholischen Amtskirche. Noch weniger gilt bei protestantischen Radio- und Fernsehsendungen, dass sie mit einer traditionellen evangelischen Volks- oder Freikirche verbunden sind. Diese Internetseiten sollen zu ein wenig mehr Klarheit führen.  Für regelmäßige Informationen über die Senderszene gibt es »Medien aktuell: Kirche im Rundfunk«. Buch zur Grundinformation über die internationale Senderszene-Buch zur Grundinformation über die deutschen Radiomissionen

Österreich

Der ORF-Stiftungsrat hat am 7. Dezember 2004 der Ausgliederung der Sendetechnik zugestimmt. Damit werden 1840 Hörfunk- und Fernsehsender an 477 Standorten seit dem 1. Januar 2005 von der Österreichischen Rundfunksender GmbH & Co KG betrieben. Die ORF-Tochter ist auch für den Betrieb und die Vermarktung der Kurzwellenanlage von Moosbrunn zuständig.

Nachdem am 11. Juli 2005, die Geschäftsführung des ORF vom Stiftungsrat ermächtigt wurde, mit der Medicur Holding GmbH Verhandlungen über einen Verkauf von Anteilen an der ORS (Österreichischen Rundfunksender GmbH & Co KG) aufzunehmen, wurde diese nun bereits abgeschlossen. ORF-Generaldirektorin Dr. Monika Lindner und die Medicur-Geschäftsführer Erwin Hameseder und Dr. Ferdinand Maier unterzeichneten am 14. Juli 2005, im ORF-Zentrum Wien einen Vertrag über die Beteiligung der Medicur an der ORF-Techniktochter.
Die Medicur-Gruppe, in der die Medienbeteiligung den Raiffeisen-Gruppe (Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien, RZB und Uniqa) gebündelt sind, erwirbt damit 40 Prozent an der ORS. Allerdings bedarf diese Beteiligung noch der Zustimmung der Kartellbehörden. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Die Swisscom hat 75 Prozent des ungarischen Sendernetzbetreibers Antenna Hungaria erworben. Beim Bieterverfahren gab Schweizer Telekom- Konzern mit 190 Millionen Euro das höchste Gebot ab. Mitbewerber von Swisscom waren in der letzten Runde die ORF-Sendertochter ORS sowie der australische Finanzriese Macquarie, die ORS landete mit etwa 170 Millionen Euro auf dem zweiten Bieter-Rang. Der ORF wollte durch das Zusammenführen der Antenna Hungaria und der ORS eine Schlüsselposition in der mitteleuropäischen Sendertechnik erlangen und hat weitere Aktivitäten in Mittelosteuropa angekündigt.
 
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