© Dr. Hj. Biener
Außer einheimischen Stationen bemühen sich internationale Rundfunksender um eine deutschsprachige Hörerschaft. So hat man oft das Ohr am Pulsschlag der Welt, auch wenn man nicht Englisch, Französisch oder eine andere Weltsprache spricht. Über aktuelle Entwicklungen berichten neben Hobbyfachzeitschriften verschiedene Mailinglisten und Homepages. Aktuelle Meldungen von Dr. Hansjörg Biener zum internationalen Rundfunk finden sich hier bzw. werden über die e-Group Medien aktuell: Weltempfang verschickt.
Radio Rumänien International
 
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Sendeplan Winter 2012/13  

07.00-07.30: 9450-DRM 11810 

13.00-14.00: 9810 11700

17.00-17.30: 5875-DRM 

19.00-20.00: 6010 9805-DRM 

Uhr Weltzeit (+1=MEZ) Frequenz (Sender) 

Mit dabei sind auch Sendungen im digitalen Modus von Digital Radio Mondiale, der mit bisherigen Kurzwellengeräten nur als Rauschen empfangen wird.

"Über Satellit sind wir wie folgt zu empfangen: Hotbird 6, senkrechte Polarisierung, 13° Ost, 11.623 MHz, FEC ¾ , SR 27.500 Msymb/s und Eutelsat W2, senkrechte Polarisierung, 16° Ost, 11.471 MHz, FEC ¾ , SR 29.950 Msymb/s." (RRI 16.10.2012)

Programm
Die Societatea Româna de Radiodifuziune bringt ihren Auslandsdienst mittlerweile in zwei Programmstrecken: "RRI1 România în direct" sendet rund um die Uhr für Rumänen im Ausland, wenngleich nur noch sieben Stunden täglich auf Kurzwelle. Hier eingegliedert sind auch anderthalb Stunden in Aromanisch für Makedonien.
Die "RRI2 Radiobrücken" werden von den verbliebenen Fremdsprachen geschlagen: Arabisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Russisch, Serbisch, Spanisch und Ukrainisch. Das deutsche Programm versorgt seine Hörerschaft mit täglich 140 Minuten Programm. Regelmäßig führt die deutsche Redaktion Programme durch, bei der sich die Hörerschaft live in die Sendung einschalten kann.

Die Anfänge auf Kurzwelle
Die rumänische Rundfunkgeschichte beginnt mit Testsendungen im Sommer 1925. Am 1. November 1928 wurde die erste offizielle Sendung der rumänischen Rundfunks ausgestrahlt. Der rumänische Auslandsdienst erinnert heutzutage jährlich mit dem Tag des Hörers an dieses Ereignis.
Die erste größere Kurzwellensendung wurde am 12. Februar 1939 in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Völkerbundssender ausgestrahlt. Damals wurde ein 30-minütiges Programm per Kabel nach Genf überspielt und von dort über Kurzwelle nach Nordamerika zur Wiederausstrahlung übertragen. Am 1. Januar 1940 nahm dann ein eigener Kurzwellendienst den Betrieb auf, ab 1941 auch in Deutsch.

Radio Bukarest als Stimme des rumänischen Sonderwegs
Stand Rumänien am Anfang des Zweiten Weltkrieges auf der Seite der Achsenmächte, so fiel es 1944 an die Kommunisten. Die deutsche Minderheit war zahlreichen Repressionen ausgesetzt und in späteren Jahrzehnten Handelsobjekt des Regimes Ceaucescu, das gegen Zahlungen der Bundesrepublik eine kontingentierte Auswanderung zuließ. Zu den wenig bekannten Details gehört auch, dass ein Teil der deutschstämmigen Männer deportiert wurde und in sowjetische Bergwerke einfahren musste.
Radio Bukarest reihte sich mit seinen deutschen Programmen in die Arbeit der osteuropäischen Auslandsdienste ein, wenngleich etwas eigenständiger von den sozialistischen Brüdern, da Ceaucescu außenpolitisch manchen eigenen Kurs fuhr.

Die blutige Wende - auch am Radio zu ahnen
Während in anderen osteuropäischen Ländern die Ablösung der alten Regime friedlich erfolgte, gab es in Rumänien einen Bürgerkrieg. Rundfunkfreunde konnten die dramatischen Ereignisse vom Dezember 1989 live am Radio verfolgen. Zum einen koppelten sich die jahrelang gleichgeschalteten Regionalsender von Bukarest ab und brachten nun ihre eigenen Programme in Rumänisch und den Minderheitensprachen. Aber auch auf Kurzwelle konnten  man die historischen Momente erahnen. Wer am 22. Dezember 1989 mittags auf das deutsche Programm wartete, der hörte nur das Rufzeichen, aber kein Programm.  Am folgenden Tag begannen einige Fremdsprachen mit der Ausstrahlung von Kommuniqués eines Revolutionsrates.

Neuanfang im deutschen Programm
Am 24. Dezember 1989 begann auch wieder der deutsche Auslandsdienst. Am 31. Dezember 1989 schloss der Auslandsdienst das Sendejahr mit einer Entschuldigung für die vergangene Propaganda und dem Versprechen, nun ehrlicher über die Lage in Rumänien zu berichten. Die Jahre nach der Revolution brachten mit "Radio Rumänien International" nicht nur einen neuen Namen, sondern auch einen Generationenumbruch, so dass nur wenige Redakteure längere Zeit vor und nach der Revolution am Mikrofon saßen.

Hörerclub von Radio Rumänien International
Erhalten hat sich die deutsche Redaktion die Tradition des Hörerklubs. Wer sich dafür interessiert, muss monatlich einen Empfangsbericht einschicken und kann sich neben den QSL-Serien im Lauf der Jahre eine Sammlung von Diplomen erarbeiten:
1. Jahr Mitgliedschaftsdiplom, 2. Jahr Kontinuitätsmarke, 3. Jahr 2. Diplom, 4. Jahr Kontinuitätsmarke, 5. Jahr Treuediplom, 10. Jahr Ehrendiplom. Als Höranreiz bietet Radio Rumänien International regelmäßig Sonderaktionen wie den Hörertag am ersten November-Sonntag und Wettbewerbe, bei denen es Rumänien-Reisen oder rumänische Musik zu gewinnen gibt.
 
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