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Radio Televizija Slovenija Kolodvorska 2 1550 Ljubljana |
Sendeplan
stabil
22.35-22.40 Uhr ME(S)Z 918 kHz Nachrichten in Deutsch |
Slowenien ist der kleinste und nördlichste Nachfolgestaat des früheren Jugoslawien. Das Land erstreckt sich über 20256 qkm zwischen den Ostalpen und dem pannonischen Tiefland. Aus dieser Übergangslage erwächst eine Vielfalt von Landschaftsformen, die zunehmend auch von westlichen Touristen entdeckt wird. Kranjska Gora im oberen Savetal hat sich beispielsweise als preiswerte Alternative zu den Wintersportorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz entwickelt.
Slowenien war im Juli 1991 die erste Republik, die sich aus dem jugoslawischen Staatsverband löste. Ganz ohne Blutvergießen ging es nicht ab. Dennoch blieb Slowenien das Schicksal anderer Republiken erspart, denn der Krieg gegen die jugoslawische Bundesarmee wurde in zehn Tagen gewonnen. Ein Vorteil des Landes war die relative Homogenität der Bevölkerung, so dass anders als in Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Kosovo nicht Minderheiten gegen die Mehrheit ausgespielt werden konnten. Der erste Staat, der Slowenien völkerrechtlich anerkannte, war der Vatikan.
Zu den Opfern des Unabhängigkeitskrieges gehörte Mitte Juli 1991 auch der Sender für die Hauptmittelwelle 918 kHz des slowenischen Rundfunks in Domzale, einige Kilometer von Ljubljana. Seit Frühjahr 1993 ist der Slowenischen Rundfunks jedoch wieder europaweit zu hören. Der von der US-Firma Harris hergestellte Sender war nun der modernste Mittelwellensender Europas. Der 300-kW-Sender besteht aus drei 100-kW-Blöcken mit je 180 parallel geschalteten Endstufen. Obwohl die Sendeleistung geringer ist als früher, ist er doch weiter zu empfangen als der alte Sender. Sein Hauptvorteil liegt darin, dass die Modulation nicht mehr herkömmlich über einen Trafo erfolgt, sondern die gewünschte Hüllkurve von einem Computer vorausberechnet wird. Das Signal für den Sender kann dann genau so erzeugt werden, wie man es wirklich haben will, zum Beispiel auch mit größerer Modulation als 100 Prozent. Als Antenne wird der alte Sendemast verwendet. Da dieser jedoch von Granaten getroffen wurde, man konnte die Einschusslöcher noch Jahre später sehen, musste die Befestigung erneuert werden. Im Nebengebäude ist auch noch ein ganz alter Sender untergebracht, der aber nur als Reserve dient.
Slowenien leistet sich drei landesweite Hörfunkprogramme und dazu die Regionalsender Maribor und Koper. Der Rundfunk hatte schon vor der Unabhängigkeitserklärung eine relativ hohe Eigenständigkeit, da Slowenisch eine eigene Sprache im jugoslawischen Verband darstellte. Aus diesem Grund vollzog sich der Übergang zu einer eigenen Rundfunksystem vergleichsweise bruchlos.
Schon immer war es den Slowenen gelungen, sich einen Blick nach Westen offenzuhalten. Davon legen auch verschiedene Sender Zeugnis ab, die aus Slowenien ins westliche Ausland sendeten, so Radio Koper-Capodistria und Radio Maribor. Schon vor dem Zerfall Jugoslawiens brachten slowenische Sender Nachrichten in deutscher, aber auch anderen europäischen Sprachen. In den ersten Jahren war dies ganz auf die Touristensaison im Sommer zugeschnitten. Mittlerweile werden die Kurznachrichten ganzjährig ausgestrahlt. Bis heute überregional hörbar sind die Kurznachrichten in Englisch und Deutsch, die Radio Slovenija 1 um 22.30-22.40 Uhr ME(S)Z auf der ersten UKW-Kette und der Mittelwelle Ljubljana-Domzale 918 kHz ausgestrahlt werden. Auch wenn sie hörbar in derselben Redaktion zusammengestellt werden, unterscheiden sich die englischen und deutschen Nachrichten immer wieder in der Zusammenstellung.
Diese QSL-Karte wird auch 2009 noch verwendet.
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Dr. Hansjörg Biener 0309,
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