| Religiösen Sendungen hört man oft die Herkunft nicht an. Noch mehr als bei der Morgenfeier oder Andacht im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gilt das dort, wo religiöse Anbieter Sendezeit kaufen oder eigene Sender und Programme aufbauen. Nicht jeder katholische Anbieter ist auch die Stimme der römisch-katholischen Amtskirche. Noch weniger gilt bei protestantischen Radio- und Fernsehsendungen, dass sie mit einer traditionellen evangelischen Volks- oder Freikirche verbunden sind. Diese Internetseiten sollen zu ein wenig mehr Klarheit führen. Für regelmäßige Informationen über die Senderszene gibt es »Medien aktuell: Kirche im Rundfunk«. | -![]() |
Eternal Word Television Network
Eternal Word Television
Network
Kurzwellenstation WEWN Birmingham |
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Eternal Word Television Network
Eternal Word Television Network USA
5817 Old Leeds Road,
Irondale, Alabama 35210, USA
www.etwn.com
1961 wurde Mother Angelica von ihrem Konvent in Ohio ausgesandt um in Irondale, Alabama, das Kloster Our Lady of the Angels Monastery zu gründen. Im Juli 1971 begann sie mit Bibelstunden ihre heute umfangreiche öffentliche Tätigkeit. Im März 1978 besuchte Mutter Angelica eine Fernsehstation in Chicago, und das weckte in ihr die Idee einer Fernseharbeit. Die ersten Gehversuche waren schwierig, trotzdem brachte ein Freund die im Sommer 1978 produzierte Serie Our Hermitage beim Christian Broadcasting Network unter. Tatsächlich gab es keine Berührungsängste zur damals weltweit beachteten US-amerikanischen electronic church. So war Mother Angelica im Januar 1979 auch Gast bei PTL. Die Nonne, die sich aufmachte, ein Fernsehprogramm aufzuziehen, war durchaus auch Stoff für die säkularen Medien.
Nach Auseinandersetzungen mit dem Studio, wo man eine zweite Serie produziert hatte, entschloss sich Mother Angelica im November 1978 zum Aufbau einer eigenen Produktionsstätte. Bald wurde klar, das man für eine regelmäßige Medienpräsenz einen eigenen Verbreitungsweg aufbauen musste. Im September 1980 beantragte sie eine Lizenz für Satellitensendungen und bemühte sich um die Unterstützung der katholischen Hierarchie. Im Januar 1981 hatte sie ihre Lizenz.
Nach einer mündlichen Zusage im Mai
kam am 26. Juni 1981 auch die schriftliche Erlaubnis aus Rom.
Am 15. August 1981 begann Eternal Word
Television Network mit vier Stunden täglich. Die späte katholische
Antwort auf die protestantische electronic church erreichte gerade 60000
Haushalte. Beim Beginn von 24-h-Sendungen wurden im September 1987 10 Mio.
Haushalte erreicht. Der erweiterte Sendetag wurde nicht nur mit Wiederholungen
und zusätzlichen Serien gefüllt, sondern auch mit Live-Übertragungen
zum Beispiel von Papstreisen, Bischofsernennungen, Selig- und Heiligsprechungen
und Festgottesdiensten aus Rom zu den hohen Feiertagen. Im Februar 1991
begann die Ausstrahlung einer täglichen Messe. Was ursprünglich
nur für die Passionszeit gedacht war, wurde wegen der positiven Publikumsresonanz
auf Dauer fortgeführt. Um die Messe nicht zu stören, kaufte man
ferngesteuerte Kameras. Im Unterschied zu den Shows, die als electronic
church bekannt wurden, will EWTN weniger unterhalten und mehr bilden, -
und vor allem an die römisch-katholische Kirche heranführen.
Das Network versteht sich als katholisch, steht aber in Spannung zu bestimmten
liberalen katholischen Bischöfen in den USA, da Mother Angelica romtreu
sein will, aber auch ihren eigenen Kopf im Umgang mit der örtlichen
Hierarchie hat.
Die ‚National Cable & Telecommunications Association’ (NCTA) hat 2003 bei ihrer Jahresversammlung in Chicago Mutter Angelica in die Reihe der ‚Pioniere des Kabelfernsehens‘ aufgenommen. Der Verband vertritt mehr als 90 Prozent der Kabelnetzbetreiber und rund 200 Kabel-Fernsehsender in den USA. Die Auszeichnung wurde 1966 zum ersten Mal vergeben, um Persönlichkeiten zu ehren, die für die Geschichte des Kabelfernsehens einen bedeutenden Beitrag geleistet haben. Die Franziskanerklarissin steht mit dieser Ehrung neben Persönlichkeiten des Kabelfernsehens wie CNN-Gründer Ted Turner, Brian Lamb von C-SPAN und dem Medienunternehmer John Malone. Die katholische Ordensfrau erhielt die Auszeichnung für ihre Vision und ihren Pioniergeist bei der Gründung von EWTN im Jahr 1981 sowie für ihre langjährige Sendereihe ‚Mother Angelica Live‘. Es war das erste religiöse Live-Programm, das Zuschauern und Zuschauerinnen die Möglichkeit gab, sich über Telefon direkt in die Sendung einzuschalten.
Die
weltweite Verbreitung von Radio- und Fernsehprogrammen
1996 wurde ein wichtiges Jahr. Zum einen
wurden die Radio- und Fernsehsendungen durch neue Medien und Quellen ergänzt,
zum anderen begann der weltweite Satellitendienst.
Am 25 Januar kaufte EWTN den Internetdienst
Catholic Resource Network. Dieser Zweig bietet heute nicht nur eine riesige
Textsammlung, sondern auch die Möglichkeit, die Radio- und Fernsehsendungen
über das Internet zu verfolgen. Am 12. Februar schloss EWTN einen
Vertrag mit Catholic World News über die Zulieferung von Nachrichten
für Fernsehen, Radio und Internet.
Am 1. März 1996 begann der angekündigten
Satellitenhörfunk. Als Unterträger bei seinen Fernsehtranspondern
bot das Eternal Word Television Network interessierten Radiostationen den
Satellitenstrom zur kostenlosen Übernahme an. In Europa ist der Radiodienst
seit dem 24. November 1998 über Astra zu empfangen. Am 15. August
2001 begann die Ausstrahlung des Radiodienstes auf dem neuen Astra-Platz
28,2° Ost. Der EWTN European Radio sendet hier digital im Sky-Bouquet
Nr. 897.
Nach Vorgesprächen mit lateinamerikanischen
Bischöfen 1995 begann am 14. Juni 1996 ein 24-stündiges Spanishnetwork
für Lateinamerika, das noch im selben Jahr für Spanien und ab
1999 für Nordamerika verbreitet wurde. Seit dem 7. Oktober 1996 ist
das englische Fernsehprogramm in Europa zu sehen, seit dem 8. Dezember
1996 im Pazifikraum.
Pater Federico Lombardi, Pressesprecher
des Heiligen Stuhls und Leiter des vatikanischen Fernsehzentrums und von
Radio Vatikan, unterstrich 2006 während der diesjährigen Weltkonferenz
für katholisches Fernsehen in Madrid die Bedeutung von EWTN. Dadurch,
dass EWTN die Live-Übertragungen auch in die entferntesten Regionen
der Welt ausstrahle und anderen Sendern zur Verfügung stelle, hätten
unzählige Menschen die Chance, den Heiligen Vater auch aus der Ferne
zu begleiten. So hätten über EWTN mehr als 300 Millionen Haushalte
den Weltjugendtag 2005 in Köln oder die ereignisreiche Zeit um den
Tod von Johannes Paul II. und die Amtseinführung von Benedikt XVI.
am Bildschirm miterleben können.
2000 Erste Sendungen in Deutsch
EWTN sendet seit dem 29. Oktober 2000
in deutscher Sprache für Europa. Den Anfang machten zwei Sendereihen
samstags und sonntags 19.30-20.00 Uhr, ab 1. April 2001 kamen fünf
neue Serien hinzu.
2003 Kooperation mit Bibel TV
Der ökumenische Sender Bibel TV strahlt
seit November 2003 deutschsprachige Programme des katholischen Fernsehsenders
Eternal Word Television Network aus. Die EWTN-Sendungen sind werktags 18.30-19.00
und 23.00-24.00 Uhr auf Bibel TV zu sehen.
Nach der Einspeisung von EWTN in das digital
ausgebaute Kabelnetz von Kabel Baden-Württemberg Mitte Oktober können
durch diese neue Kooperation mit Bibel TV mehr als 4,7 Millionen Haushalte
im deutschsprachigen Europa Programme von EWTN empfangen.
„Viele Menschen, die unser Programm bislang
noch nicht empfangen konnten, haben jetzt die Chance, wenigstens einen
Teil unseres Programm-Angebots zu sehen. Dafür sind wir den Verantwortlichen
bei Bibel TV sehr dankbar“, so Christina Blumrath, Chefredakteurin und
In der Moderatorin bei EWTN-TV. In der Kooperation der Sender sieht Martin
Rothweiler, Geschäftsführer von EWTN-TV, ein Beispiel gelebter
Ökumene. Es entspreche der Philosophie von EWTN sich mit seinen Programmen
in den Dienst der christlichen Botschaft zu stellen, wo immer dies möglich
ist. Während EWTN sein 24-Stunden-Programm über das Satellitensystem
Hotbird 13° Ost ausstrahlt, sendet Bibel TV rund um die Uhr über
den Satelliten Astra 19° Ost.
2005 Ausbau der Berichterstattung aus Rom
Mit einer Live-Übertragung zum Hochfest
Peter und Paul beginnt am 29. Juni 2005 EWTN mit regelmäßigen
Mittwochssendungen aus Rom. Ab Juli überträgt EWTN in Kooperation
mit dem vatikanischen Fernsehzentrums CTV (Bild) und Radio Vatikan (deutscher
Kommentar) die Mittwochsaudienzen Benedikts XVI..

Eternal Word Television Network strahlt
sein europäisches 24-Stundenprogramm ab Dezember 2006 auch über
den Satelliten Astra aus. Damit kann der katholische Fernsehsender im
deutschsprachigen Raum von mehr als 7 Millionen Haushalten direkt frei
empfangen werden. Bislang war hier der Empfang des religiösen Senders
nur über den Eutelsat-Satelliten Hotbird 6 sowie einzelne Kabelnetze
möglich. EWTN Europe ist mit einem digitalen Receiver über den
Satelliten Astra 19,2° Ost auf 11538 MHz (vertikal, SR 22000, FEC 5/6)
frei zu empfangen. Die deutsche Sprache findet sich auf Tonkanal 3.
"Mit der Verbreitung über Astra ist
kurz vor Weihnachten ein großer Wunsch für uns in Erfüllung
gegangen", sagte EWTN-Geschäftsführer Martin Rothweiler. EWTN
wolle nun den deutschen Programmanteil von derzeit täglich drei Stunden
kontinuierlich erweitern und neue attraktive Sendeformate anbieten. Zu
den Programmangeboten gehören Talksendungen, christliche Bildung und
Lebenshilfe, Dokumentar- und Spielfilme, Kinder- und Jugendprogramme, Nachrichten,
die tägliche Heilige Messe sowie umfangreiche Live-Übertragungen
aus Rom und von den Apostolischen Reisen des Papstes. In Europa stehen
dem Zuschauer je nach Sendung bis zu vier verschiedene Sprachen zur Auswahl.
So überträgt EWTN in Kooperation mit dem vatikanischen Fernsehzentrums
CTV und Radio Vatikan die Ereignisse mit Papst Benedikt XVI. in den Sprachen
Deutsch, Englisch, Spanisch und Französisch live.
2007 EWTN-TV - mehr deutsches Programm
zur besten Sendezeit
Eternal Word Television Network erweitert
mit dem Beginn der Sommerzeit 2007 sein deutsches Programm. Nachdem der
katholische Fernsehsender seit Jahresbeginn auch über Astra (19,2°
Ost, 11538 MHz vertikal, SR 22000, FEC 5/6) sendet und damit im deutschsprachigen
Europa einem Millionenpublikum zugänglich ist, gibt es ab dem 25.
März die deutschen Sendungen durchgehend von 18.00 bis 22.00 Uhr.
Dazu kommt eine Vormittagssendung ab 10.00 Uhr.
Mit neuen Programmen möchte EWTN
verstärkt auch Jugendliche ansprechen. „Wir wollen die Sehnsucht der
Jugendlichen nach Sinn, nach Wahrheit, nach echter Liebe aufgreifen“, sagt
Christina Blumrath, Chefredakteurin des deutschsprachigen EWTN. In „Sehnsucht
nach mehr“ diskutieren Jugendliche der „Generation Benedikt“, eines Netzwerks
von Jugendlichen, das aus dem Weltjugendtag 2005 in Köln hervorgegangen
ist (www.generation-benedikt.de), mit dem Kölner Diözesan-Jugendseelsorger,
Pfarrer Mike Kolb, Fragen ihrer Generation. Erst vor wenigen Wochen hatten
die Jugendlichen ein Buch mit dem Titel „Generation Benedikt” veröffentlicht,
zu dem Papst Benedikt XVI. das Vorwort geschrieben hat.
Für EWTN-Geschäftsführer
Martin Rothweiler ist diese Entwicklung ein weiterer Schritt hin zu einem
vollständig deutschsprachigen Kanal. Der von der Franziskaner-Klarissin
Mutter Angelica 1981 gegründete Eternal Word Television Network erreicht
weltweit insgesamt mehr als 130 Millionen Haushalte in 144 Ländern.
Immer mehr Sendungen sollten in den jeweiligen Senderegionen selbst produziert
werden, um den kulturellen Unterschieden gerecht zu werden. Vorbild sei
der spanische EWTN-Kanal für Lateinamerika, der vor zehn Jahren mit
nur einer Stunde spanischem Programm begonnen habe und mittlerweile der
größte religiöse Fernsehsender in der spanischsprachigen
Welt sei.
Noch vor Weihnachten 2007 ETWN-Stream
bei www.ewtn.de
(EWTN 29.10./HjB) Noch vor Weihnachten
will der katholische Fernsehsender EWTN zusätzlich zu den bestehenden
Abrufangeboten einen Live-Stream auf www.ewtn.de installieren. Das teilt
Martin Rothweiler, der Leiter der deutschen Geschäftsstelle, im Begleitbrief
zum Programmheft des Winterhalbjahrs (4.11.2007-29.3.2008) mit.
„Jeder, der einen Internetanschluss hat,
wird dann auch im Internet unsere deutschsprachigen Programme und zahlreichen
Live-Übertragungen aus Rom sowie von den Reisen Papst Benedikts XVI.
sehen können. Wo immer man sich auf der Welt befindet, wird man auch
das deutsche Programm von EWTN verfolgen können. Das ist ein wichtiger
Schritt, vor allem für diejenigen, die keine Satellitenschüssel
haben. Ich erinnere mich noch gut an einen Anruf kurz vor dem Weltjugendtag
2005 in Köln, wo Jugendliche ihrem Freund einen Computer ins Krankenhaus
bringen wollten, damit er wenigstens von dort den Weltjugendtag hätte
miterleben können. Damals mussten wir leider sagen: ‚Das geht noch
nicht.‘ Wenn im kommenden Sommer Papst Benedikt XVI. zum Weltjugendtag
nach Sydney reist, kann die Jugend der Welt auch in Deutschland das Ereignis
im Internet verfolgen.“ Bisher sind nur die englischen und spanischen EWTN-Ströme
auch live im Internet.
Das deutsche Programm kommt bei ETWN Europe
über Astra 19,2° Ost und Eutelsat Hotbird 13° Ost. Dadurch
könnten im deutschsprachigen Europa mittlerweile mehr als 10 Millionen
Haushalte EWTN empfangen. Eingebettet in ein überwiegend englischsprachiges
Programm bringt der deutsche Zweig 18.30-22.00 Uhr Glaubenssendungen katholischer
Prägung sowie mittwochvormittags die Generalaudienz des Papstes. Dazu
kommen mit Hilfe verschiedener Partner Live-Sendungen von Papstreisen.
Mit der Entwicklung zum dritten Hauptprogramm
der EWTN-Familie soll als nächster Schritt der Aufbau eines eigenen
Studios in Angriff genommen werden, um den Eigenanteil weiter zu steigern
und noch näher am deutschsprachigen Publikum zu produzieren.
2008 Zwei Programmströme von EWTN
(EWTN/HjB) Seit Dezember 2006, als EWTN
auch auf dem Satelliten Astra startete, konnte man in den deutschsprachigen
Ländern Europas ein und dasselbe Programm über zwei verschiedene
Satelliten sehen. Ab dem 30. März 2008 bringt das spendenfinanzierte
katholische Fernsehen über die beiden Satelliten zwei unterschiedliche
Programme, um seine Ressourcen effektiver zur Versorgung der Zuschauerschaft
in Europa und im Nahen Osten einzusetzen.
Martin Rothweiler vom deutschen EWTN-Programm:
„Bislang haben wir mit unseren deutschen Sendungen Rücksicht nehmen
müssen auf die vielen Zuschauer in Europa, die das Englische bevorzugen.
Die englischsprachigen Zuschauer mussten ihrerseits in der abendlichen
Hauptsendezeit Deutsch hinnehmen. Letzteres war gerade für diejenigen
schmerzlich, die im Nahen Osten EWTN über Hotbird empfangen und für
unser Satellitenfernsehen zuweilen der einzige Weg ist, etwas über
den katholischen Glauben zu erfahren.“
Künftig ist das deutschsprachige
Programm nahezu ausschließlich über den Satelliten Astra zu
sehen. Das deutsch-englische EWTN-Programm kommt auf dem Astra 19,2°
Ost auf 11538 MHz vertikal (22000 ksym/s FEC 5/6), das englische Europa-Programm
kommt auf dem Eutelsat-Hotbird 13° Ost auf 11585 MHz vertikal (27500
ksym/s). Wer die deutschen Sendungen bislang über den Hotbird empfangen
hat, muss damit zum Astra wechseln, um das volle Angebot zu haben. „Wer
beide Satelliten empfangen kann und Englisch versteht, für den bedeutet
dieser Schritt sogar eine Bereicherung des Programmangebots.“ Im Gegenzug
sieht Martin Rothweiler „für unser deutsches Programm ganz neue Entfaltungsmöglichkeiten.
Ein erster Schritt ist die Ausweitung des deutschen Programms auf fünf
Stunden täglich.“ Die Kernsendezeit ist der abendliche Sendeblock
von 18.00 bis 22.00 Uhr. EWTN bringt liturgische und thematische Sendungen
und zusätzlich aktuelle Sendungen etwa von den Papstreisen und Weltjugendtagen.

Ende März 2010 soll die deutsche Sendezeit
auf mindestens acht Stunden täglich ausgebaut werden.
Jahrzehntelang hatten Protestanten die Szene der US-Kurzwellensender beherrscht. Seltene Ausnahmen waren zum Beispiel lateinische Messen katholischer Traditionalisten, die bei WINB Red Lion oder WWCR Nashville ausgestrahlt wurden. Ende 1992 bekamen die protestantischen Radiomissionen eine technisch sehr gut ausgestattete Konkurrenz: WEWN Birmingham, das sich an eine potentielle Hörerschaft von 600 Millionen Menschen richten wollte.
Eine Spende von 20 Mio. Dollar des niederländischen Milliardärs Piet Derksen ermöglichte den Kauf und Bau von vier 500-kW-Sendern und acht Vorhangantennen, und man hoffte, dass er sich auch an den Betriebskosten von 1 Mio. Dollar jährlich beteiligen würde. WEWN wurde auf einem Gelände gut 40 km von der EWTN Zentrale errichtet. Für den Sendestart sicherte man sich die Unterstützung des bekannten Senderberaters George Jacobs, dessen Firma auch umfangreiche Sendepläne in den Umlauf gab. Zweieinhalb Sender sollten Nord- und Südamerika mit Programmen in Englisch, Spanisch und Portugiesisch bedienen. Die weitere Senderzeit war für den Rest der Welt vorgesehen, vor allem für Europa, das morgens von zwei Sendern mit Programmen in verschiedenen Sprachen bedient werden sollte.
Ursprünglich sollte der neue katholische Kurzwellensender im Oktober 1992 die ersten Testsendungen ausstrahlen. Im Dezember 1992 wollte man die ersten beiden Sender im Vollbetrieb haben und spätestens im März 1993 alle vier, doch ganz so wie geplant kam es nicht. Der erste Sender traf erst im September 1992 ein und strahlte Anfang November die ersten Testsendungen im 21-MHz-Bereich aus. Am 28. Dezember 1992 nahm der erste Sender dann offiziell den Betrieb auf, doch wurde die Station schon am 4. Januar 1993 wieder von der US-Fernmeldebehörde FCC geschlossen. Der Sender hatte durch Nebenausstrahlungen andere Rundfunksender der Region gestört, auch Dienste von Polizei und Militär. Am 31. Januar 1993 wurde WEWN Birmingham wieder im Teilbetrieb aktiv.
Entgegen den ersten Ankündigungen arbeiteten nur drei Sender gleichzeitig, während man den vierten in Reserve hielt. Nur für Zielgebiete wie Rußland und China wurden die Sender auch mit voller Leistung eingesetzt, während man sonst 350 kW für ausreichend hielt. Schon im ersten Sendeplan nutzte man die Frequenz 18930 kHz. Damit war WEWN Birmingham die erste US-Station im neuen 18-MHz-Band.
Die europäischen Sprachen sorgten dafür, dass WEWN mit bis zu 26 Sprachen umfangreichste Sprachangebot der privaten US- Kurzwellensender hatte. Mit Ausnahme der spanischen Sendungen sind die Fremdsprachen längst wieder Geschichte, da Eternal World Television Gelder für den Sendestart über Satellit umschichtete. Die Sendeinhalte sind stark wortorientiert. Die Programme bringen Bibellesungen, Predigten, Heiligenlegenden, Rosenkranzgebete. Am 1. Mai 1996 begann WEWN Birmingham mit einminütigen Kurznachrichten, die von Catholic World News zugeliefert werden.
Mit dem 3. Januar 2006 führt das EWTN Global Catholic Radio die bereits im Oktober angekündigte Programmreform durch. Insgesamt soll das Programm einen stärkeren Live-Charakter bekommen und interaktiver werden. Insgesamt sind werktags jetzt 12 Stunden live. Catholic Answers Live (Jerry Usher) dauert beispielsweise nun zwei Stunden. Das Musikprogramm Catholic Jukebox mit Thom Price kommt nun live. Ein neues live-Programme ist Women of Grace mit Johnnette Benkovic). Außerdem soll die Berichterstattung aus dem Vatikan verstärkt werden. Dazu wird unter anderem am Wochenende das Vatican Radio Weekend ins Programm genommen.
Die katholisch orientierte Kurzwellenstation
WEWN Birmingham hat folgenden Sendeplan für den Winter 2008/09:
Spanisch für Lateinamerika (155°
220°)
00.00-05.00: 5810 (220°)
05.00-16.00: 7555 (220°)
01.00-11.00: 11870 (155°)
11.00-17.00: 11520 (155°)
16.00-22.00: 11550 (220°)
17.00-01.00: 17510 (155°)
22.00-24.00: 5810 (220°)
Englisch
00.00-03.00: 11520 (85°) für
Afrika
03.00-09.00: 9455 (85°) für Afrika
09.00-12.00: 9390 (335°) für
Südostasien
12.00-17.00: 5755 (355°) für
Südostasien
17.00-20.00: 15610 (40°) für
Europa
20.00-24.00: 11520 (20°) für
den Nahen Osten
Uhr Weltzeit (+1=MEZ) Frequenz (Sender)
Programm
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Dr. Hansjörg Biener 0108
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AM-Rundfunksender in Mitteleuropa
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