www.hirschau-onine.de

Fenster schließen

Presseartikel weiterempfehlen Weiterempfehlen
(send2friend)

Drucken

Hinweis:
Sind Sie freier Mitarbeiter der Amberger Zeitung oder der Amberger Nachrichten? Senden Sie einfach Ihre Artikel per email an news@hirschau-online.de und wir veröffentlichen Ihren Beitrag in Hirschau online - noch vor dem Erscheinungstermin in der AZ bzw. in den AN!

Für den Inhalt der Beiträge sind die Autoren verantwortlich. Die Beiträge werden von Hirschau online nicht redaktionell überarbeitet, da das Einsenden und Veröffentlichen der Beiträge automatisiert ist.

Dienstag, 4. Juni 2002
Kalvarienberg wieder im neuen Glanz
Private Eigeninitiative zum Erhalt des Kulturgutes
von Alfred Härtl
Im neuen Glanze erstrahlen die Steinfiguren und die Körper der Kreuzigungsgruppe.
Hirschau. Das Kleinod Hirschaus der Kalvarienberg mit seiner Kapelle, der Kreuzigungsgruppe und seinen Kreuzwegstationen, wurde in monatelanger, liebevoller Arbeit jetzt restauriert und fertiggestellt.

Die 14 unterschiedlich großen Kreuzwegstationen, deren Entstehung bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts zurückreicht, wurden auf Eigeninitiative von Malermeister Josef Grünwald, der sich für die Erhaltung solches Kulturgutes einsetzt, gesäubert, ausgebessert und neu gestrichen. Auch die im Besitz der Stadt Hirschau befindliche Kalvarienbergkapelle, die am Ende der Kreuzwegstationen steht und vom Hutmacher Georg Ulrich Sölch im Jahre 1725, einen Tag vor seinem Tod gestiftet wurde, ist einer Generalsanierung unterzogen worden. Die Kosten und die anfallenden Arbeiten hierfür hat das Malergeschäft Grünwald übernommen. In freiwilligen und ehrenamtlichen Arbeitsstunden verlegte Anton Luber am Eingang der Kapelle neue Platten.

Da an der nordöstlich der Kapelle befindlichen Kreuzigungsgruppe ebenfalls der Zahn der Zeit genagt hat, wurde auch diese im Auftrag der Bruderschaft restauriert und bemalt.

Moos und permanente Feuchtigkeit setzten dem Holzkreuz und den Holzfiguren im Laufe der Jahre stark zu. Hier war eine tiefergreifende Sanierung notwendig. Nach kompletter Neufassung der Figuren wurden diese jetzt wieder angebracht.

Die aus Sandstein gefertigten Statuen der Muttergottes, des Evangelisten Johannes und der Heiligen Magdalena, die bis zum Umbau der Stadtpfarrkirche im Jahre 1849 an der Südseite der Pfarrkirche standen, wurden ebenfalls in die erforderlicher Restaurierung mit einbezogen. Die letztmalige Restauration dieser Steinfiguren wurde vor 15 Jahren vorgenommen.

Der Treppenaufgang zur Kreuzigungsgruppe und zur Gräber-Kapelle wurde bereits im letzten Jahr einer Sanierung unterzogen, so dass der Ort jetzt wieder die gefühlsbetonte Frömmigkeit in Gottes freier Natur widerspiegelt.

Der Kalvarienberg, mit seinem leicht ansteigenden, von einer Baumallee gesäumten Weg, der an den neu restaurierten Stationen vorbei und hinauf zur Kalvarienberg-Kapelle und Kreuzigungsgruppe führt, lädt nach seiner Komplettrenovierung nun wieder zum innehalten ein.
Foto(s): Alfred Härtl
aktualisiert am 4.6.2002     copyright © webplexity, 2000-2002