Bericht
Gemeinderatssitzung Gebenbach vom 29.11.2001

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Der Bebauungsplan zum Gewerbegebiet Gebenbach-West, eine neue Satzung zur Teilungsgenehmigung von Grundstücken, die Renaturierung des Gebenbachs und die Erstellung eines regionalen Entwicklungskonzeptes der AOVE standen als Themen auf der letzten Tagesordnung des Gebenbacher Gemeinderates.
Zum Bebauungsplan Gewerbegebiet Gebenbach-West konnte Bürgermeister Peter Dotzler auch Dipl. Ing. Thomas Seuß vom Ing.-Büro Reuther und Seuß begrüßen. Nachdem von Seiten der Gemeinde mit dem Straßenbauamt Sulzbach-Rosenberg nochmals Gespräche bezüglich der Zufahrt zum neu entstehenden Gewerbegebiet im Kreuzungsbereich der Bundesstraßen B299 und B14 im Westen von Gebenbach geführt wurden, konnte der Bürgermeister den Räten ein positives Ergebnis mitteilen. Herrmann Gläser, Leitender Baudirektor des Straßenbauamtes Sulzbach-Rosenberg, teilte nun mit, dass nach Rücksprache mit der Regierung der Oberpfalz die vorgesehene Behelfszufahrt im Kreuzungsbereich nun auch als Hauptzufahrt ausgebaut werden könne und später ein Ringschluss zur Kainsrichter Kreuzung erfolgen sollte. Hierzu müsste die Gemeinde die bisherige behelfsmäßige als vollwertige Linksabbiegespur ausbauen. Dipl. Ing. Seuß schätzte hier den Aufwand auf ca. 50.000 DM. Der Gemeinderat befürwortete diese Entwicklung und sprach sich dafür aus, den Geltungsbereich für den Bebauungsplan zu erweitern. Das Gewerbegebiet wächst nun auf 9,5 ha an und wird im Süden und Osten von den Bundesstraßen, im Norden von einem Graben und im Westen vom anschließenden Feldweg eingegrenzt. Diskussionsbedarf gab es noch um die Straßenführung durch das Gewerbegebiet. Dipl. Ing. Seuß schlug eine Straßenbreite von 10 m vor, wobei eine Breite von 6,50 m als Straße ausgebaut werden sollte und die Restflächen als Gehweg bzw. Parkbucht zur Verfügung steht. Nach dem Anschluss an die B299 sollte die Straßenführung in der Mitte des Gebiets verlaufen und eine Trassenverlängerung Richtung Westen bzw. Norden für eine Ringverbindung Richtung Kainsricht vorsehen. Die Parzellentiefen betragen dann ca. 80 m. Die Räte stimmten dem schließlich zu.
Aufgrund einer Rechtsänderung des Baugesetzbuches lief die Frist für die bisherige Satzung über Teilungsgenehmigungen ab. Der Gemeinderat wandelte diese Satzung nun in eine unbefristete Satzung um. Ebenso entsprach das Gremium dem Antrag von Martin Siegert auf Teilung von drei Parzellen im Baugebiet Nord, wie im Bebauungsplan vorgesehen. Der Antrag auf Förderung der Renaturierungmaßnahme des Gebenbachs  vom Urspringer Weg bis zum Mühlhölzl wurde genehmigt. Der Gemeinde wurde eine staatliche Förderung in Höhe von 60 % der zuwendungsfähigen Kosten in Aussicht gestellt. Die Höhe der Zuwendung liegt bei ca. 45.000 DM. Bürgermeister Dotzler schlug vor, die Abwicklung des Grunderwerbs im Rahmen der Dorferneuerung vorzunehmen. Der Gemeinderat beschloss, einen entsprechenden Antrag zu stellen und die entsprechenden Grundstücksverhandlungen zu führen.
Die AOVE, die Arbeitsgemeinschaft Obere Vils Ehenbac,h wird in diesem Jahr für das neue EU-Förderprogramm Leader Plus einen Antrag zur Förderung stellen. Dazu notwendig ist die Erstellung eines regionalen Entwicklungskonzeptes für unsere Region. Zur Koordination dieser Arbeit wird kurzfristig eine REK-Gruppe gebildet. Sie besteht aus je einem Verwaltungsbeauftragten, aus Mitgliedern der AOVE-Arbeitskreise und aus Vertretern der Kommunalparlamente. Für die Gemeinde wird von der Verwaltung Josef Bauer und aus dem Gemeinderat Gerhard Kellner und Richard Siegert berufen. Bürgermeister Dotzler gab bekannt, dass die Stadt Hirschau bei der Abwasserentsorgung der umliegenden Ortschaften plant, diese größtenteils in die eigene Kläranlage nach Hirschau einzuleiten. Für die Ortschaft Krickelsdorf regte das Wasserwirtschaftsamt Amberg an, die Wirtschaftlichkeit für die Einleitung in die Gebenbacher Kläranlage zu prüfen. Der Gemeinderat war grundsätzlich bereit, Abwasser aus der Nachbarortschaft in die Kläranlage mit aufzunehmen. Vorraussetzung ist, dass die notwendigen Kapazitäten der Gebenbacher Kläranlage ausreichen bzw. geschaffen werden. Bürgermeister Dotzler gab noch eingegangene Vorschläge zur Brunnengestaltung in Gebenbach bekannt. Der Gemeinderat schlug vor, einen kleinen Wettbewerb auszuschreiben und die besten Vorschläge zu prämieren. Eine nicht öffentliche Sitzung schloss sich an.