Der Bebauungsplan zum Gewerbegebiet Gebenbach-West, eine neue Satzung
zur Teilungsgenehmigung von Grundstücken, die Renaturierung des Gebenbachs
und die Erstellung eines regionalen Entwicklungskonzeptes der AOVE standen
als Themen auf der letzten Tagesordnung des Gebenbacher Gemeinderates.
Zum Bebauungsplan Gewerbegebiet Gebenbach-West konnte Bürgermeister
Peter Dotzler auch Dipl. Ing. Thomas Seuß vom Ing.-Büro Reuther
und Seuß begrüßen. Nachdem von Seiten der Gemeinde mit
dem Straßenbauamt Sulzbach-Rosenberg nochmals Gespräche bezüglich
der Zufahrt zum neu entstehenden Gewerbegebiet im Kreuzungsbereich der
Bundesstraßen B299 und B14 im Westen von Gebenbach geführt wurden,
konnte der Bürgermeister den Räten ein positives Ergebnis mitteilen.
Herrmann Gläser, Leitender Baudirektor des Straßenbauamtes Sulzbach-Rosenberg,
teilte nun mit, dass nach Rücksprache mit der Regierung der Oberpfalz
die vorgesehene Behelfszufahrt im Kreuzungsbereich nun auch als Hauptzufahrt
ausgebaut werden könne und später ein Ringschluss zur Kainsrichter
Kreuzung erfolgen sollte. Hierzu müsste die Gemeinde die bisherige
behelfsmäßige als vollwertige Linksabbiegespur ausbauen. Dipl.
Ing. Seuß schätzte hier den Aufwand auf ca. 50.000 DM. Der Gemeinderat
befürwortete diese Entwicklung und sprach sich dafür aus, den
Geltungsbereich für den Bebauungsplan zu erweitern. Das Gewerbegebiet
wächst nun auf 9,5 ha an und wird im Süden und Osten von den
Bundesstraßen, im Norden von einem Graben und im Westen vom anschließenden
Feldweg eingegrenzt. Diskussionsbedarf gab es noch um die Straßenführung
durch das Gewerbegebiet. Dipl. Ing. Seuß schlug eine Straßenbreite
von 10 m vor, wobei eine Breite von 6,50 m als Straße ausgebaut werden
sollte und die Restflächen als Gehweg bzw. Parkbucht zur Verfügung
steht. Nach dem Anschluss an die B299 sollte die Straßenführung
in der Mitte des Gebiets verlaufen und eine Trassenverlängerung Richtung
Westen bzw. Norden für eine Ringverbindung Richtung Kainsricht vorsehen.
Die Parzellentiefen betragen dann ca. 80 m. Die Räte stimmten dem
schließlich zu.
Aufgrund einer Rechtsänderung des Baugesetzbuches lief die Frist
für die bisherige Satzung über Teilungsgenehmigungen ab. Der
Gemeinderat wandelte diese Satzung nun in eine unbefristete Satzung um.
Ebenso entsprach das Gremium dem Antrag von Martin Siegert auf Teilung
von drei Parzellen im Baugebiet Nord, wie im Bebauungsplan vorgesehen.
Der Antrag auf Förderung der Renaturierungmaßnahme des Gebenbachs
vom Urspringer Weg bis zum Mühlhölzl wurde genehmigt. Der Gemeinde
wurde eine staatliche Förderung in Höhe von 60 % der zuwendungsfähigen
Kosten in Aussicht gestellt. Die Höhe der Zuwendung liegt bei ca.
45.000 DM. Bürgermeister Dotzler schlug vor, die Abwicklung des Grunderwerbs
im Rahmen der Dorferneuerung vorzunehmen. Der Gemeinderat beschloss, einen
entsprechenden Antrag zu stellen und die entsprechenden Grundstücksverhandlungen
zu führen.
Die AOVE, die Arbeitsgemeinschaft Obere Vils Ehenbac,h wird in diesem
Jahr für das neue EU-Förderprogramm Leader Plus einen Antrag
zur Förderung stellen. Dazu notwendig ist die Erstellung eines regionalen
Entwicklungskonzeptes für unsere Region. Zur Koordination dieser Arbeit
wird kurzfristig eine REK-Gruppe gebildet. Sie besteht aus je einem Verwaltungsbeauftragten,
aus Mitgliedern der AOVE-Arbeitskreise und aus Vertretern der Kommunalparlamente.
Für die Gemeinde wird von der Verwaltung Josef Bauer und aus dem Gemeinderat
Gerhard Kellner und Richard Siegert berufen. Bürgermeister Dotzler
gab bekannt, dass die Stadt Hirschau bei der Abwasserentsorgung der umliegenden
Ortschaften plant, diese größtenteils in die eigene Kläranlage
nach Hirschau einzuleiten. Für die Ortschaft Krickelsdorf regte das
Wasserwirtschaftsamt Amberg an, die Wirtschaftlichkeit für die Einleitung
in die Gebenbacher Kläranlage zu prüfen. Der Gemeinderat war
grundsätzlich bereit, Abwasser aus der Nachbarortschaft in die Kläranlage
mit aufzunehmen. Vorraussetzung ist, dass die notwendigen Kapazitäten
der Gebenbacher Kläranlage ausreichen bzw. geschaffen werden. Bürgermeister
Dotzler gab noch eingegangene Vorschläge zur Brunnengestaltung in
Gebenbach bekannt. Der Gemeinderat schlug vor, einen kleinen Wettbewerb
auszuschreiben und die besten Vorschläge zu prämieren. Eine nicht
öffentliche Sitzung schloss sich an.