Bericht
Gemeinderatssitzung Gebenbach vom 19.02.2001

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Ganz im Zeichen der weiteren Mitarbeit in der AOVE, der Arbeitsgemeinschaft Obere Vils Ehenbach, stand diese Gemeinderatsitzung in Gebenbach.
Aufgrund des neuen Förderprogramms Leader Plus der Europäischen Union findet in der AOVE die Erstellung eines regionalen Entwicklungskonzeptes statt. In diesem Rahmen sind auch die sieben Mitgliedsgemeinden aufgefordert ein Leitbild Ihrer eigenen Gemeinde mit einzubringen. Zur Erarbeitung dieses sog. Mobil-Leitbildes konnte Bürgermeister Peter Dotzler neben den Gemeinderäten, die AOVE-Arbeitskreismitglieder aus der Gemeinde, die Sprecher der Gebenbacher Agenda21-Arbeitskreise, den Planer Markus Rösch und besonders die Betreuer des Abends, von der Direktion für ländliche Entwicklung Regensburg, Herrn Franz Sonnleitner und von der AOVE-Geschäftsstelle Frau Angela Lerzer begrüßen.
Der Bürgermeister wies in seiner Einführung daraufhin, dass sich die Gemeinde Gebenbach bereits seit zwei Jahren im Rahmen der Dorferneuerung und des Agenda21-Prozesses mit der Erarbeitung eines Leitbildes beschäftigt. Dieses wurde von den fünf Arbeitskreisen zusammen mit dem Agenda21-Beirat und dem Gemeinderat erarbeitet und wird in Kürze der Bevölkerung vorgestellt. Als Ziel dieser Sitzung könnte er sich vorstellen, die Verbindung vom gemeindlichen Leitbild zu den Zielen der AOVE herzustellen. Bauoberrat Franz Sonnleitner erläuterte anschließend den geplanten Ablauf. Nach kurzer Diskussion wurde der Ablauf auf Wunsch der Teilnehmer geändert. Nach Bearbeitung des Standard-Fragebogens, er wurde von AOVE-Geschäftsführerin Angela Lerzer in Zusammenarbeit mit der DLE entworfen, konzentrierten sich die Anwesenden auf neue Ziele der AOVE für die nächsten fünf Jahre aus Gebenbacher Sicht.
Unter der Leitung von Angela Lerzer wurden im Rahmen der Leader-Plus-Schwerpunkte Neue Technologien, Lebensqualität, Lokale Erzeugnisse sowie Natur und Kultur mögliche AOVE-Projekte ausgearbeitet. So bildete ein Schwerpunkt die Schaffung neuer Arbeitsplätze in der Region mit Ausweisung von gemeinsamen Gewerbe- und Industriegebieten, mit Gründung einer Gesellschaft für Gewerbeansiedlungen oder der Vermittlung von leerstehenden Gebäuden in den einzelnen Orten. Die weiteren Themenschwerpunkte waren weit gestreckt. Sie gingen von der Entwicklung von Verkehrskonzepten in der gesamten Region, über die kommunale Zusammenarbeit in den Bereichen Bauhof, neues Steuerungsmodell, Kanalkataster oder neuer DV-Lösungen, über bessere Fortbildung der Bevölkerung durch gemeinsame Bildungsangebote v.a. im Bereich der neuen Technologien. Weitere Vorschläge forderten ein gemeinsames AOVE-Freizeitzentrum, den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien von Solar über Biomasse bis zum Rapsöl mit Bau einer gemeinsamen Rapsölpresse. Ebenso Unterstützung der Vermarktung regionaler Produkte z.B. mit einem regionalen Internet-Shop. Auch der Naturschutz sollte nicht zu kurz kommen. Vorschläge gingen von gemeinsamen Planungen von Rad- und Wanderwegen bis hin zu einer Biotopvernetzung und der Einführung eines Ökokontos. Die Kulturarbeit könnte mit Einführung einer AOVE-Kulturwoche, mit gemeinsamen Sport- oder Vereinsveranstaltungen wie dem Florianstag und mit einer gemeinsamen Terminkoordination in der Region aufgewertet werden.
Abschließend zeigte sich Angela Lerzer positiv überrascht, über den Fortschritt des Gebenbacher Leitbildprozesses und über die vielen Projektvorschläge für die AOVE. Bürgermeister Peter Dotzler bedankte sich bei allen Mitwirkenden für die Bereitschaft der Mitarbeit für die Erstellung eines Entwicklungskonzeptes für die gesamte AOVE-Region. Diese Vorschläge und Anregungen sollten und können nun ins AOVE-Gesamtkonzept mit einfließen. Er warb für die weitere Mitarbeit zum Wohle der Gemeinschaft.