Ganz im Zeichen der weiteren Mitarbeit in der AOVE, der Arbeitsgemeinschaft
Obere Vils Ehenbach, stand diese Gemeinderatsitzung in Gebenbach.
Aufgrund des neuen Förderprogramms Leader Plus der Europäischen
Union findet in der AOVE die Erstellung eines regionalen Entwicklungskonzeptes
statt. In diesem Rahmen sind auch die sieben Mitgliedsgemeinden aufgefordert
ein Leitbild Ihrer eigenen Gemeinde mit einzubringen. Zur Erarbeitung dieses
sog. Mobil-Leitbildes konnte Bürgermeister Peter Dotzler neben den
Gemeinderäten, die AOVE-Arbeitskreismitglieder aus der Gemeinde, die
Sprecher der Gebenbacher Agenda21-Arbeitskreise, den Planer Markus Rösch
und besonders die Betreuer des Abends, von der Direktion für ländliche
Entwicklung Regensburg, Herrn Franz Sonnleitner und von der AOVE-Geschäftsstelle
Frau Angela Lerzer begrüßen.
Der Bürgermeister wies in seiner Einführung daraufhin, dass
sich die Gemeinde Gebenbach bereits seit zwei Jahren im Rahmen der Dorferneuerung
und des Agenda21-Prozesses mit der Erarbeitung eines Leitbildes beschäftigt.
Dieses wurde von den fünf Arbeitskreisen zusammen mit dem Agenda21-Beirat
und dem Gemeinderat erarbeitet und wird in Kürze der Bevölkerung
vorgestellt. Als Ziel dieser Sitzung könnte er sich vorstellen, die
Verbindung vom gemeindlichen Leitbild zu den Zielen der AOVE herzustellen.
Bauoberrat Franz Sonnleitner erläuterte anschließend den geplanten
Ablauf. Nach kurzer Diskussion wurde der Ablauf auf Wunsch der Teilnehmer
geändert. Nach Bearbeitung des Standard-Fragebogens, er wurde von
AOVE-Geschäftsführerin Angela Lerzer in Zusammenarbeit mit der
DLE entworfen, konzentrierten sich die Anwesenden auf neue Ziele der AOVE
für die nächsten fünf Jahre aus Gebenbacher Sicht.
Unter der Leitung von Angela Lerzer wurden im Rahmen der Leader-Plus-Schwerpunkte
Neue Technologien, Lebensqualität, Lokale Erzeugnisse sowie Natur
und Kultur mögliche AOVE-Projekte ausgearbeitet. So bildete ein Schwerpunkt
die Schaffung neuer Arbeitsplätze in der Region mit Ausweisung von
gemeinsamen Gewerbe- und Industriegebieten, mit Gründung einer Gesellschaft
für Gewerbeansiedlungen oder der Vermittlung von leerstehenden Gebäuden
in den einzelnen Orten. Die weiteren Themenschwerpunkte waren weit gestreckt.
Sie gingen von der Entwicklung von Verkehrskonzepten in der gesamten Region,
über die kommunale Zusammenarbeit in den Bereichen Bauhof, neues Steuerungsmodell,
Kanalkataster oder neuer DV-Lösungen, über bessere Fortbildung
der Bevölkerung durch gemeinsame Bildungsangebote v.a. im Bereich
der neuen Technologien. Weitere Vorschläge forderten ein gemeinsames
AOVE-Freizeitzentrum, den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien
von Solar über Biomasse bis zum Rapsöl mit Bau einer gemeinsamen
Rapsölpresse. Ebenso Unterstützung der Vermarktung regionaler
Produkte z.B. mit einem regionalen Internet-Shop. Auch der Naturschutz
sollte nicht zu kurz kommen. Vorschläge gingen von gemeinsamen Planungen
von Rad- und Wanderwegen bis hin zu einer Biotopvernetzung und der Einführung
eines Ökokontos. Die Kulturarbeit könnte mit Einführung
einer AOVE-Kulturwoche, mit gemeinsamen Sport- oder Vereinsveranstaltungen
wie dem Florianstag und mit einer gemeinsamen Terminkoordination in der
Region aufgewertet werden.
Abschließend zeigte sich Angela Lerzer positiv überrascht,
über den Fortschritt des Gebenbacher Leitbildprozesses und über
die vielen Projektvorschläge für die AOVE. Bürgermeister
Peter Dotzler bedankte sich bei allen Mitwirkenden für die Bereitschaft
der Mitarbeit für die Erstellung eines Entwicklungskonzeptes für
die gesamte AOVE-Region. Diese Vorschläge und Anregungen sollten und
können nun ins AOVE-Gesamtkonzept mit einfließen. Er warb für
die weitere Mitarbeit zum Wohle der Gemeinschaft.