Mit zahlreichen Bauanträgen hatte sich der Gebenbacher Gemeinderat
in seiner letzten Sitzung zu befassen. Informationen über den Mobilfunk
und die Dorferneuerung waren weitere Tagesordnungspunkte.
Hans-Jürgen Zintl reichte einen Bauantrag zum Umbau und
Sanierung des Zweifamilienhauses an der Irlstr. 22 in Gebenbach ein. Der
Gemeinderat genehmigte die Abweichungen vom Bebauungsplan Gebenbach-West,
überwiegend im Dachbereich. Einen Bauantrag auf Neubau eines Einfamilienhauses
mit Doppelgarage an der Bahnhofstraße 20 in Gebenbach reichten Sonja
und Thomas Bernhardt ein. Das Bauvorhaben wird im Freistellungsverfahren
behandelt, die Zufahrt ist über das Nachbargrundstück Flur-Nr.
110 zu sichern. An der Schulstraße 14 in Gebenbach baut Markus Wiesneth
ein Zweifamilienhaus. Auch dieses Bauvorhaben wird im Genehmigungsfreistellungsverfahren
behandelt, ein Stellplatznachweis ist der Gemeinde nachzureichen. Andrea
und Hermann Bartl bauen an ihr bestehendes Wohnhaus in Atzmannsricht 29
einen Balkon an. Der Gemeinderat genehmigte dies einstimmig. Ein Einfamilienhaus
mit Einliegerwohnung und Garage am Urspringer Weg 14 in Gebenbach plant
Elisabeth Kohl. Das Bauvorhaben wird im Freistellungsverfahren behandelt.
Am Urspringer Weg 4 in Gebenbach planen Sonja und Gerhard Wisneth den Neubau
eines Zweifamilienhauses mit Doppelgarage im Baugebiet Roßteisling.
Unter Auflagen wird der Bauantrag im Freistellungsverfahren behandelt.
Bürgermeister Peter Dotzler informierte den Gemeinderat über
die neueste Sachlage in Sachen Mobilfunk-Sendeanlagen. Hierzu hatte der
Bayer. Gemeindetag zu einer Informationsveranstaltung nach Schwandorf eingeladen.
Aufgrund der UMTS-Lizenzvergabe ist in Bayern mit bis zu 9000 neuen Sendeanlagen
zu rechnen. Dabei geht der Trend zu immer kleineren Anlagen mit geringerer
Leistung und Reichweite, jedoch direkt am Verbraucher, sprich innerhalb
von Ortschaften und Wohnanlagen. Diese Anlagen sind wegen Ihrer geringen
Höhe (kleiner als 10 m) genehmigungsfrei. Der Anlagenbetreiber benötigt
hierzu von der Regulierungsbehörde eine Standortbescheinigung, welche
die Einhaltung der Grenzwerte bestätigt. Die Einflussmöglichkeit
der Gemeinde ist hier begrenzt. Es ist lediglich im Vorfeld möglich,
mit dem Betreiber potentielle Standorte zu sondieren. Die Gemeinde bittet
deshalb alle Grundstückeigentümer Kontakte mit Mobilfunkbetreibern
wegen neuer Sendeanlagen im Gemeindegebiet zu melden, damit im Vorfeld
Kontakt mit dem Betreiber hergestellt werden kann. Eine aktuelle Anfrage
von einem Betreiber läuft bereits. Dieser wird in der Gemeinde noch
Versuche durchführen und dem Gemeinderat anschließend seine
Entscheidung über eine Sendeanlage darlegen.
Die Kirchenverwaltung Gebenbach stellte bei der Gemeinde einen Antrag
auf Kostenbeteiligung zur Änderung der Treppenanlage an der Westtreppe.
Die Änderung soll im Rahmen der Dorferneuerung durchgeführt
werden und wird Kosten von ca. 10.000 DM verursachen. Nachdem im Vorfeld
bereits viele Diskussionen über die Gestaltung geführt wurden
und für weitere Dorferneuerungsmaßnahmen ein Einvernehmen mit
der Kirche notwendig ist, genehmigte der Gemeinderat mit einer Gegenstimme
eine Zuwendung von 50 % bis max. 6.000 DM. Ebenso genehmigte der Gemeinderat
den Zuwendungsantrag der Blasmusik Gebenbach zur finanziellen Unterstützung
der Orchesterreise nach Südafrika in Höhe von 700 DM. Der Gegenbesuch
zur Hoerskool Eldoraigne wird mit 28 Teilnehmern vom 4. bis 19. August
stattfinden, dabei wird Blasmusik die Gemeindefarben in Südafrika
vertreten. Der Gemeinderat genehmigte noch die Sanierung des Weges zum
Sportplatz und die Anschaffung eines Freischneidegerätes für
den Bauhof. Eine nichtöffentliche Sitzung schloss sich an.