Neben Bauanträgen und den Zuwendungen an die örtlichen
Vereine stellte der Gemeinderat in Gebenbach in seiner letzten Sitzung
die Weichen für das neue Gewerbegebiet Gebenbach-West und beschloss
den Bebauungsplan als Satzung.
Der Bauantrag von Erich Weiß aus Gebenbach auf Neubau einer Holzlege
wurde genehmigt, ebenso der Bauantrag von Josef Fenk, Atzmannsricht. Er
beabsichtigt den Neubau eines Zweifamilienhauses gegenüber der jetzigen
Gastwirtschaft in Atzmannsricht. Zur Prüfung der eingegangen Bedenken
und Anregungen zum Bebauungsplan Gebenbach-West – Gewerbegebiet konnte
Bürgermeister Peter Dotzler die Ingenieure Reuther, Seuß und
Neidl begrüßen. Von den Trägern öffentlicher Belange
erreichten die Gemeinde die Stellungnahmen des Wasserwirtschaftsamtes,
welches die Funktionsfähigkeit des bestehenden Drainagesystems ansprach,
des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege – es vermutet evtl.
Bodendenkmäler, die Telekom in Bayreuth, die Anregungen zur Kabelverlegung
abgab, das Bauamt des Landkreises – es regte einen Wendehammer an, der
Zweckverband für Nahverkehr Amberg-Sulzbach – er regte die Aufrechterhaltung
der Bushaltestelle an. Diese Stellungnahmen wurden zur Kenntnis genommen
und teilweise in den Bebauungsplan mit eingearbeitet. Der Kreisbrandrat
forderte zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung einen zusätzlichen
Wasserbehälter. Hier beschloss das Gremium, den zu errichtenden Regenrückhalteteich
entsprechend feuerwehrtechnisch auszurüsten. Die vom Straßenbauamt
geforderten Baugrenzen werden in die Planung mit aufgenommen, ebenso die
Sichtdreiecke und Blendschutzbepflanzungen. Nur einer Verlegung des Gehweges
entlang des Regenrückhalteteiches konnte nicht zugestimmt werden.
Die vom Bund Naturschutz erbrachten Einwendungen waren zum Teil unzulässig
und wurden zurückgewiesen, da bereits ein rechtskräftiger Flächennutzungsplan
zugrunde liegt. So bemängelte der Bund Naturschutz den Flächenverbrauch
der Ausweisung und sah sie als überzogen an. Aber auch eine kleine
Gemeinde wie Gebenbach braucht Raum zur Entwicklung und Ansiedlung neuer
ortsnaher Arbeitsplätze. Die Anmerkungen zur Grünordnung wurden
im Bebauungsplan mit eingearbeitet. Da die vorgebrachten Anregungen die
Grundzüge der Planung nicht mehr berührten, beschloss der Gemeinderat
anschließend einstimmig den Bebauungsplan als Satzung.
Der Antrag der Stadt Sulzbach-Rosenberg auf finanzielle Unterstützung
der Städtischen Sing- und Musikschule durch die Gemeinde Gebenbach
wurde vom Gremium abgelehnt, da es sich bei der musikalischen Ausbildung
um eine private Angelegenheit der Kinder bzw. Eltern handelt. Für
die Vereine in der Gemeinde Gebenbach verabschiedete der Gemeinderat einstimmig
die Zuwendungen aus dem laufenden Haushaltsjahr. Sie fallen heuer etwas
höher aus und betragen insgesamt 7.000 DM. Der Gemeinderat will im
Jahr der Freiwilligen vor allem das ehrenamtliche Engagement, welches in
den Vereinen geleistet wird, symbolisch honorieren. Denn die Vereine sind
das lebendige Herz einer Gemeinde und deren ehrenamtliche Arbeit ist unbezahlbar.
Für den Antrag von Greenpeace Regensburg auf Verzicht von Temelin-Strom
und der Unterzeichnung einer entsprechenden Deklaration sah der Gemeinderat
keinen Handlungsbedarf, da die aktuelle Entwicklung dies schon vorweg nahm.
Die Blasmusik Gebenbach stellte den Antrag für ein Sommerfest am 21.07.01
auf dem Festplatz im Irl. Gemeinderat Andreas Wendl sprach die Parkplatzproblematik
im Ortskern von Gebenbach an und sah hier Handlungsbedarf. Dieses Thema
sollte im Rahmen der Dorferneuerung vom Arbeitskreis Bau/Verkehr aufgegriffen
werden. Eine nichtöffentliche Sitzung schloss sich an.