Bericht
Gemeinderatssitzung Gebenbach vom 18.06.2001

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Neben Bauanträgen und den Zuwendungen an die örtlichen Vereine stellte der Gemeinderat in Gebenbach in seiner letzten Sitzung die Weichen für das neue Gewerbegebiet Gebenbach-West und beschloss den Bebauungsplan als Satzung.
Der Bauantrag von Erich Weiß aus Gebenbach auf Neubau einer Holzlege wurde genehmigt, ebenso der Bauantrag von Josef Fenk, Atzmannsricht. Er beabsichtigt den Neubau eines Zweifamilienhauses gegenüber der jetzigen Gastwirtschaft in Atzmannsricht. Zur Prüfung der eingegangen Bedenken und Anregungen zum Bebauungsplan Gebenbach-West – Gewerbegebiet konnte Bürgermeister Peter Dotzler die Ingenieure Reuther, Seuß und Neidl begrüßen. Von den Trägern öffentlicher Belange erreichten die Gemeinde die Stellungnahmen des Wasserwirtschaftsamtes, welches die Funktionsfähigkeit des bestehenden Drainagesystems ansprach, des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege – es vermutet evtl. Bodendenkmäler, die Telekom in Bayreuth, die Anregungen zur Kabelverlegung abgab, das Bauamt des Landkreises – es regte einen Wendehammer an, der Zweckverband für Nahverkehr Amberg-Sulzbach – er regte die Aufrechterhaltung der Bushaltestelle an. Diese Stellungnahmen wurden zur Kenntnis genommen und teilweise in den Bebauungsplan mit eingearbeitet. Der Kreisbrandrat forderte zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung einen zusätzlichen Wasserbehälter. Hier beschloss das Gremium, den zu errichtenden Regenrückhalteteich entsprechend feuerwehrtechnisch auszurüsten. Die vom Straßenbauamt geforderten Baugrenzen werden in die Planung mit aufgenommen, ebenso die Sichtdreiecke und Blendschutzbepflanzungen. Nur einer Verlegung des Gehweges entlang des Regenrückhalteteiches konnte nicht zugestimmt werden. Die vom Bund Naturschutz erbrachten Einwendungen waren zum Teil unzulässig und wurden zurückgewiesen, da bereits ein rechtskräftiger Flächennutzungsplan zugrunde liegt. So bemängelte der Bund Naturschutz den Flächenverbrauch der Ausweisung und sah sie als überzogen an. Aber auch eine kleine Gemeinde wie Gebenbach braucht Raum zur Entwicklung und Ansiedlung neuer ortsnaher Arbeitsplätze. Die Anmerkungen zur Grünordnung wurden im Bebauungsplan mit eingearbeitet. Da die vorgebrachten Anregungen die Grundzüge der Planung nicht mehr berührten, beschloss der Gemeinderat anschließend einstimmig den Bebauungsplan als Satzung.
Der Antrag der Stadt Sulzbach-Rosenberg auf finanzielle Unterstützung der Städtischen Sing- und Musikschule durch die Gemeinde Gebenbach wurde vom Gremium abgelehnt, da es sich bei der musikalischen Ausbildung um eine private Angelegenheit der Kinder bzw. Eltern handelt. Für die Vereine in der Gemeinde Gebenbach verabschiedete der Gemeinderat einstimmig die Zuwendungen aus dem laufenden Haushaltsjahr. Sie fallen heuer etwas höher aus und betragen insgesamt 7.000 DM. Der Gemeinderat will im Jahr der Freiwilligen vor allem das ehrenamtliche Engagement, welches in den Vereinen geleistet wird, symbolisch honorieren. Denn die Vereine sind das lebendige Herz einer Gemeinde und deren ehrenamtliche Arbeit ist unbezahlbar. Für den Antrag von Greenpeace Regensburg auf Verzicht von Temelin-Strom und der Unterzeichnung einer entsprechenden Deklaration sah der Gemeinderat keinen Handlungsbedarf, da die aktuelle Entwicklung dies schon vorweg nahm. Die Blasmusik Gebenbach stellte den Antrag für ein Sommerfest am 21.07.01 auf dem Festplatz im Irl. Gemeinderat Andreas Wendl sprach die Parkplatzproblematik im Ortskern von Gebenbach an und sah hier Handlungsbedarf. Dieses Thema sollte im Rahmen der Dorferneuerung vom Arbeitskreis Bau/Verkehr aufgegriffen werden. Eine nichtöffentliche Sitzung schloss sich an.