Mit einigen Bauanträgen, mit der Funknetzplanung von D1-Mobilfunk,
der Beitrags- und Gebührensatzung zur Erstellung der Globalberechnung
für die Entwässerungssatzung, die Umstellung der Hundesteuersatzung
auf Euro, mit der PCB-Untersuchung an öffentlichen Gebäuden und
mit der Bestellung eines Wahlleiters befasste sich der Gemeinderat in Gebenbach
bei seiner letzten Sitzung.
Der Bauantrag der Fa. E-Plus-Mobilfunk auf Errichtung eines Stahlcontainers
bei der bestehenden Mobilfunkbasisstation auf dem Süßer Berg
wurde mit Auflagen genehmigt. Der Bauantrag von Erhard Rösch auf Errichtung
eines Einfamilienwohnhauses mit Einliegerwohnung und Garage am Roßteisling
18 führte zu einiger Diskussion. Durch Räume ohne Kniestock,
durch eine flache Dachneigung von 20 Grad, durch die Errichtung von 3 Vollgeschossen
und der Überschreitung der Baugrenzen weicht dieser Bauantrag erheblich
von den Festsetzungen des Bebauungsplanes ab. Da dies die Grundzüge
der Planung im Baugebiet Roßteisling berührt, bleibt dem Gemeinderat
nur die Möglichkeit den Bauantrag abzulehnen oder zurückzustellen
und den Bebauungsplan entsprechend anzupassen. So wurden Stimmen aus dem
Gemeinderat laut, dass diese Art der Bebauung keineswegs mehr als ortsüblich
anzusehen ist und auch nicht einer dörflichen Bauweise entspricht.
Das Gremium stellte den Bauantrag schließlich zurück und befürwortete
eine Änderung des Bebauungsplanes zu prüfen. Ähnlich beschloss
der Gemeinderat über die Bauvoranfrage von Helmut Bauer und Doris
Birzer. Sie möchten Am Kalvarienberg ein 3-Liter-Niedrigenergiehaus
mit zwei Vollgeschossen und einem 10 Grad geneigten Pultdach errichten.
Auch hier wird geprüft, den Bebauungsplan anzupassen.
Mit Auflagen wurde der Bauantrag von Ferdinand Weiß, Atzmannsricht,
genehmigt. Er plant den Neubau einer Lagerhalle an seinem Flurstück-Nr.
3430 mit den Abmessungen von 18,24 m x 9,24 m bei der Möbelfabrik.
Zur gutachterlichen Vorprüfung durch das Landratsamt wurde der Bauantrag
von Wolfgang Obermeier auf Erweiterung des bestehenden Schafstalles an
der Steinmauer weitergereicht. Die Fa. T-Mobil hat bei ihrer Standortsuche
für einen Mobilfunkmasten in Gebenbach den von der Gemeinde vorgeschlagenen
Standort auf der Anhöhe zwischen Gebenbach und Atzmannsricht untersucht.
Leider wurde dieser negativ beurteilt und ein neuer Standort an der Kalvarienberg-Kapelle
ins Spiel gebracht. Aufgrund der Nähe zu Schule und Kindergarten wurde
dieser vom Gemeinderat abgelehnt. Die Gemeinde wird nun mit einem Mastanbieter
Kontakt aufnehmen, um die eigenen Interessen besser umsetzen zu können.
Zur Erstellung der Globalberechnung für die neue Entwässerungssatzung
legte der Gemeinderat den Flächenumfang fest, der in die Globalberechnung
mit einfließen soll. Im Großen und Ganzen wurden die Flächen
aus der vorläufigen Globalberechnung übernommen und neue Flächen
mit einbezogen, die in den nächsten 5 bis 10 Jahren in Bebauungsplänen
mit einfließen sollen. Ebenso genehmigte der Gemeinderat eine Zweckvereinbarung
mit dem Markt Hahnbach zur Einrichtung eines gemeinsamen Bereitschaftsdienstes
zur Überwachung der Abwasseranlagen insbesondere der Pumpwerke außerhalb
der Dienstzeit. Die beiden Gemeinden übernehmen den Bereitschaftsdienst
abwechselnd und teilen sich die Kosten. Die Hundesteuersatzung wurde vom
Gemeinderat auf Euro umgestellt. Dabei wurde die Beträge abgerundet.
So kostet die Haltung eines Hundes ab dem nächsten Jahr nun 20 Euro
jährlich.
Bürgermeister Peter Dotzler gab bekannt, dass während der
Sommerferien die Räume der Schule, des Kindergartens und des Rathauses
durch einen Sachverständigen auf Verdacht auf PCB-Belastung untersucht
wurden. Es wurden Materialproben von verdächtigen Materialien genommen
und ein Gutachten erstellt. Dies verursachte bisher Kosten in Höhe
von ca. 3.300 DM. Dabei wurde festgestellt, dass weniger PCB das Problem
darstellt, sondern mehr Holzschutzmittel mit den Schadstoffen PCP und Lindan.
Dies betrifft v.a. die Fenster im Rathaus und in der Schule, ebenso die
Holzdecke in der Mehrzweckhalle. Der Gemeinderat genehmigte nun eine Raumluftmessung
zur Kontrolle der Grenzwerte in den betreffenden Räumen. Diese wird
nochmals Kosten in Höhe von ca. 2.500 DM verursachen. Als Wahlleiter
für die Kommunalwahl am 3. März 2002 wurde vom Gremium 2. Bürgermeister
Franz Gottschalk und Gemeinderat Richard Siegert als Stellvertreter bestimmt.
Bürgermeister Dotzler berichtete über eine Anfrage von Prof.
Schaflitzel von der Fachhochschule Regensburg. Er wolle ein zukünftiges
Baugebiet beleuchten und Vorschläge für eine mögliche Gestaltung
des Bebauungsplanes als Studentenarbeit erstellen. Dies wurde bereits in
der Gemeinde Hahnbach praktiziert. Nun frage er nach geeigneten Flächen
im Baugebiet Gebenbach-Nord nach. Mit einer Gegenstimme stimmte der Gemeinderat
dieser Studentenarbeit zu. Eine nichtöffentliche Sitzung schloss sich
an.