Bericht
Gemeinderatssitzung Gebenbach vom 25.10.2001

zurück

Bei der letzten Gemeinderatssitzung des Gebenbacher Gemeinderats wurde u.a. der Bebauungsplan Gebenbach-Ost (Roßteisling) überarbeitet, über die Planung einer Ortsumgehung für Gebenbach diskutiert, für die Wasserversorgung in Kainsricht ein Antrag an den Zweckverband Mimbacher-Gruppe auf Übernahme des Ortsnetzes gestellt und die Jahresrechnung 2000 vorgelegt.
Bürgermeister Peter Dotzler konnte zum Tagesordnungspunkt Änderung Bebauungsplan Roßteisling auch Planer Markus Rösch begrüßen. Der Bürgermeister erläuterte, dass der bisherige Bebauungsplan bei der jetzigen Umsetzung in der südlichen Häuserzeile eine Schwäche aufweist. Aufgrund der Hanglage werden die geplanten Untergeschosse größtenteils als Vollgeschosse ausgebildet. Dies sieht der Bebauungsplan jedoch nicht vor. Zudem hat sich eine Interessengemeinschaft zur Beseitigung der 20-KV-Freileitung gebildet. Entsprechende Verträge wurden bereits rechtsverbindlich mit der Fa. EON geschlossen. Dies ermöglicht nun, dass die Baugrenze etwas Richtung Süden gerückt werden kann. Planer Markus Rösch erläuterte anschließend noch die verschiedenen Gebäudetypen, die z.Zt. bei den Bauherren im Trend liegen. Die Gemeinderäte sahen von den fünf verschiedenen Vorschlägen schließlich nur zwei Vorschläge als für dieses Baugebiet geeignet an. Zum einen der bisherige Typ mit  den Vollgeschossen U+E+D und einer Dachneigung von 42 bis 48 Grad und zum anderen mit den Vollgeschossen U+E+1 und einer Dachneigung von 10 bis 25 Grad. Ebenso wurden die neuen Baugrenzen genehmigt. Die Änderungen werden im Rahmen eines Bebauungsplanverfahrens mit Bürger- und Behördenbeteiligung durchgeführt. Für den Bebauungsplan Gebenbach-Nordost bestand aufgrund neuer Gegebenheiten keine Veranlassung ein Änderungsverfahren einzuleiten, er bleibt deshalb unverändert gültig.
Aufgrund der hohen Verkehrsbelastung auf der Bundesstraße 14 in den Städten Schnaittenbach und Hirschau gibt es Bestrebungen von einigen Gruppierungen die Planungen einer Ortsumgehung voranzutreiben. So wurde auch eine Anfrage an die Gemeinde herangetragen, sich an diesen Planungen auch für die Ortschaft Gebenbach zu beteiligen. Bürgermeister Dotzler befürwortete dies, da veränderte Straßenverhältnisse in den Nachbarorten auch für Gebenbach nicht absehbare Verkehrsbelastungen hervorbringen können. Er schlug deshalb vor, beim Straßenbauamt Sulzbach-Rosenberg den Antrag zu stellen, dass bei einer Umgehung der Städte Hirschau und Schnaittenbach die Ortschaft Gebenbach in eine Gesamtplanung mit einfließt. Dies sahen einige Räte jedoch anders. Zum einen ist die Verkehrsbelastung in Gebenbach nicht so groß, ebenso wäre eine Umgehung im Süden abzulehnen. Gemeinderat Wolfgang Kredler wandte noch ein, dass bei Fertigstellung der A6 auch in unserer Region der Fernverkehr abnehmen werde und dass bei einer Umgehung der Ortskern austrocknet und die bestehenden Geschäfte nicht überleben könnten. So wurde dieser Antrag von den Gemeinderäten mehrheitlich abgelehnt.
Die Wasserversorgung in Kainsricht wurde durch den  1. Bauabschnitt mit dem Anschluss an die Mimbacher Gruppe auf neue Beine gestellt und die Versorgungssicherheit erhöht. Für den 2. Bauabschnitt, der Erneuerung des Ortsnetzes in Kainsricht, wurde beim Wasserwirtschaftsamt Amberg der Antrag auf Aufnahme in die Dringlichkeitsliste gestellt. Dieser Antrag wurde vom Wasserwirtschaftsamt genehmigt, somit müsste noch in diesem Jahr ein Förderantrag für den 2. Bauabschnitt durch die Gemeinde eingereicht werden. Von den geschätzten Gesamtkosten in Höhe von ca. 340.000 DM beträgt die Förderung nach der neuen Zuwendungsrichtlinie RZWAS2000 noch ca. 88.000 DM. Dies entspricht 38,5 % der zuwendungsfähigen Kosten bzw. 26 % der Gesamtkosten. Die restlichen Kosten müssten durch die Anlieger in Kainsricht aufgebracht  werden. Dies wurde den Kainsrichter Bürgern in einer Ortsversammlung dargelegt. Aufgrund des guten Zustands der bisherigen Ortsleitung waren sie jedoch der Meinung, diese Leitung zu behalten und weiterzunutzen. Auch die Räte stellten fest, dass die geringe Förderhöhe für die Anlieger nicht zumutbar sei und schloss sich der Meinung der Kainsrichter an. So stellt nun die Gemeinde den Antrag beim Zweckverband Mimbacher Gruppe auf Übernahme der bisherigen Ortsleitung ins Leitungsnetz des Zweckverband, wie dies auch beim Anschluss der Ortschaft Urspring bereits geschehen ist. Ein Förderantrag beim Wasserwirtschaftsamt wird deshalb vorläufig nicht gestellt.
Aufgrund der Euro-Einführung wurde die Satzung zur Erhebung einer Kommunalabgabe für Kleineinleiter zur Abwälzung der Abwasserabgabe angepasst. Die Jahresrechnung 2000 der Gemeinde Gebenbach liegt vor. Zur Prüfung wurden die Gemeinderäte Gerhard Kellner und Wolfgang Kredler beauftragt. Für die Sanierung der Schule fielen in den Ferien Malerarbeiten in Höhe von 3.663,-- DM an, dies gab Bürgermeister Dotzler dem Gemeinderat bekannt. Die Ergebnisse der inzwischen durchgeführten Raumluftmessung in der Schule lägen noch nicht vor. Zur Erstellung ihrer Studentenarbeit beim Baugebiet-Nord waren kürzlich ca. 80 Architekturstudenten der Fachhochschule Regensburg bei einem Ortstermin in Gebenbach zu Gast. Gemeinderat Wolfgang Kredler regte an, wieder einen Sandweiher zum Schlittschuhlaufen bereitzustellen. Bürgermeister Dotzler wird hierzu mit dem Pächter Kontakt aufnehmen. Eine nichtöffentliche Sitzung schloss sich an.