Bei der letzten Gemeinderatssitzung des Gebenbacher Gemeinderats
wurde u.a. der Bebauungsplan Gebenbach-Ost (Roßteisling) überarbeitet,
über die Planung einer Ortsumgehung für Gebenbach diskutiert,
für die Wasserversorgung in Kainsricht ein Antrag an den Zweckverband
Mimbacher-Gruppe auf Übernahme des Ortsnetzes gestellt und die Jahresrechnung
2000 vorgelegt.
Bürgermeister Peter Dotzler konnte zum Tagesordnungspunkt Änderung
Bebauungsplan Roßteisling auch Planer Markus Rösch begrüßen.
Der Bürgermeister erläuterte, dass der bisherige Bebauungsplan
bei der jetzigen Umsetzung in der südlichen Häuserzeile eine
Schwäche aufweist. Aufgrund der Hanglage werden die geplanten Untergeschosse
größtenteils als Vollgeschosse ausgebildet. Dies sieht der Bebauungsplan
jedoch nicht vor. Zudem hat sich eine Interessengemeinschaft zur Beseitigung
der 20-KV-Freileitung gebildet. Entsprechende Verträge wurden bereits
rechtsverbindlich mit der Fa. EON geschlossen. Dies ermöglicht nun,
dass die Baugrenze etwas Richtung Süden gerückt werden kann.
Planer Markus Rösch erläuterte anschließend noch die verschiedenen
Gebäudetypen, die z.Zt. bei den Bauherren im Trend liegen. Die Gemeinderäte
sahen von den fünf verschiedenen Vorschlägen schließlich
nur zwei Vorschläge als für dieses Baugebiet geeignet an. Zum
einen der bisherige Typ mit den Vollgeschossen U+E+D und einer Dachneigung
von 42 bis 48 Grad und zum anderen mit den Vollgeschossen U+E+1 und einer
Dachneigung von 10 bis 25 Grad. Ebenso wurden die neuen Baugrenzen genehmigt.
Die Änderungen werden im Rahmen eines Bebauungsplanverfahrens mit
Bürger- und Behördenbeteiligung durchgeführt. Für den
Bebauungsplan Gebenbach-Nordost bestand aufgrund neuer Gegebenheiten keine
Veranlassung ein Änderungsverfahren einzuleiten, er bleibt deshalb
unverändert gültig.
Aufgrund der hohen Verkehrsbelastung auf der Bundesstraße 14
in den Städten Schnaittenbach und Hirschau gibt es Bestrebungen von
einigen Gruppierungen die Planungen einer Ortsumgehung voranzutreiben.
So wurde auch eine Anfrage an die Gemeinde herangetragen, sich an diesen
Planungen auch für die Ortschaft Gebenbach zu beteiligen. Bürgermeister
Dotzler befürwortete dies, da veränderte Straßenverhältnisse
in den Nachbarorten auch für Gebenbach nicht absehbare Verkehrsbelastungen
hervorbringen können. Er schlug deshalb vor, beim Straßenbauamt
Sulzbach-Rosenberg den Antrag zu stellen, dass bei einer Umgehung der Städte
Hirschau und Schnaittenbach die Ortschaft Gebenbach in eine Gesamtplanung
mit einfließt. Dies sahen einige Räte jedoch anders. Zum einen
ist die Verkehrsbelastung in Gebenbach nicht so groß, ebenso wäre
eine Umgehung im Süden abzulehnen. Gemeinderat Wolfgang Kredler wandte
noch ein, dass bei Fertigstellung der A6 auch in unserer Region der Fernverkehr
abnehmen werde und dass bei einer Umgehung der Ortskern austrocknet und
die bestehenden Geschäfte nicht überleben könnten. So wurde
dieser Antrag von den Gemeinderäten mehrheitlich abgelehnt.
Die Wasserversorgung in Kainsricht wurde durch den 1. Bauabschnitt
mit dem Anschluss an die Mimbacher Gruppe auf neue Beine gestellt und die
Versorgungssicherheit erhöht. Für den 2. Bauabschnitt, der Erneuerung
des Ortsnetzes in Kainsricht, wurde beim Wasserwirtschaftsamt Amberg der
Antrag auf Aufnahme in die Dringlichkeitsliste gestellt. Dieser Antrag
wurde vom Wasserwirtschaftsamt genehmigt, somit müsste noch in diesem
Jahr ein Förderantrag für den 2. Bauabschnitt durch die Gemeinde
eingereicht werden. Von den geschätzten Gesamtkosten in Höhe
von ca. 340.000 DM beträgt die Förderung nach der neuen Zuwendungsrichtlinie
RZWAS2000 noch ca. 88.000 DM. Dies entspricht 38,5 % der zuwendungsfähigen
Kosten bzw. 26 % der Gesamtkosten. Die restlichen Kosten müssten durch
die Anlieger in Kainsricht aufgebracht werden. Dies wurde den Kainsrichter
Bürgern in einer Ortsversammlung dargelegt. Aufgrund des guten Zustands
der bisherigen Ortsleitung waren sie jedoch der Meinung, diese Leitung
zu behalten und weiterzunutzen. Auch die Räte stellten fest, dass
die geringe Förderhöhe für die Anlieger nicht zumutbar sei
und schloss sich der Meinung der Kainsrichter an. So stellt nun die Gemeinde
den Antrag beim Zweckverband Mimbacher Gruppe auf Übernahme der bisherigen
Ortsleitung ins Leitungsnetz des Zweckverband, wie dies auch beim Anschluss
der Ortschaft Urspring bereits geschehen ist. Ein Förderantrag beim
Wasserwirtschaftsamt wird deshalb vorläufig nicht gestellt.
Aufgrund der Euro-Einführung wurde die Satzung zur Erhebung einer
Kommunalabgabe für Kleineinleiter zur Abwälzung der Abwasserabgabe
angepasst. Die Jahresrechnung 2000 der Gemeinde Gebenbach liegt vor. Zur
Prüfung wurden die Gemeinderäte Gerhard Kellner und Wolfgang
Kredler beauftragt. Für die Sanierung der Schule fielen in den Ferien
Malerarbeiten in Höhe von 3.663,-- DM an, dies gab Bürgermeister
Dotzler dem Gemeinderat bekannt. Die Ergebnisse der inzwischen durchgeführten
Raumluftmessung in der Schule lägen noch nicht vor. Zur Erstellung
ihrer Studentenarbeit beim Baugebiet-Nord waren kürzlich ca. 80 Architekturstudenten
der Fachhochschule Regensburg bei einem Ortstermin in Gebenbach zu Gast.
Gemeinderat Wolfgang Kredler regte an, wieder einen Sandweiher zum Schlittschuhlaufen
bereitzustellen. Bürgermeister Dotzler wird hierzu mit dem Pächter
Kontakt aufnehmen. Eine nichtöffentliche Sitzung schloss sich an.