Bericht
Gemeinderatssitzung Gebenbach vom 20.12.2001

zurück

In der letzten Sitzung des Jahres befasste sich der Gemeinderat in Gebenbach mit einem Bauantrag, mit der Änderung des Bebauungsplanes Gebenbach-Ost (Roßteisling), mit der Einrichtung eines Ökokontos, mit dem Haushaltsplan und der Jahresrechnung für den Kindergarten St. Martin und einem Begrüßungsgeld für Neugeborene.
Der Bauantrag von Wolfgang Obermeier auf Erweiterung des bestehenden Schafstalles auf dem Flurstück-Nr. 1173 wurde vom Gemeinderat mit Auflagen
genehmigt. Die Voraussetzungen für den Bauantrag wurden bereits im Vorfeld durch das Landratsamt Amberg-Sulzbach geprüft. Eine Eingrünung des
Gebäudes in der freien Natur hat zu erfolgen. Der Gemeinderat billigte einstimmig die Änderungsplanung des Bebauungsplan Gebenbach-Ost, Roßteisling auf Grundlage der Änderungsplanung von Planer Markus Rösch. Der geänderte Bebauungsplan liegt nun einen Monat öffentlich aus und ist im Rathaus einzusehen. Ebenso werden die Träger öffentlicher Belange beteiligt. Nach Änderung der Rechtslage in der Bauleitplanung mit der Umsetzung der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung seit Anfang des Jahres auch in Bayern, sind nun baulich in Anspruch genommene Flächen anderweitig in der Natur wieder auszugleichen. Bürgermeister Peter Dotzler erläuterte, dass dieser Ausgleich für die Natur sowohl während der Bauleitplanung erfolgen kann, wie dies bereits beim Bebauungsplan Gewerbegebiet Gebenbach-West geschah, als auch bereits im Vorgriff möglich ist. Hierzu müsste der Gemeinderat beschließen, ein Ökokonto zu führen. Diesem Ökokonto werden Flächen zugeführt, die in der Natur aufgewertet werden. Diese Verbesserung wird durch die Untere Naturschutzbehörde festgestellt und im Ökokonto protokolliert und bewertet. Mögliche Flächen die sich in der Gemeinde eignen würden, sind bei einer Diplomarbeit im Rahmen der AOVE erarbeitet worden. Ebenso würde sich anbieten, dieses Ökokonto im Rahmen der AOVE interkommunal zu führen. Die Verwaltung schlägt hierzu vor, dass sich mindestens vier AOVE-Gemeinden daran beteiligen sollten und dass diese Entscheidung bis Mitte nächsten Jahres fallen müsste, um nicht zuviel Zeit zu verlieren.
Auch die Räte waren der Ansicht, dass aufgrund der gesetzlichen Regelung der Gemeinde hier nicht viel Spielraum bleibe und befürworteten einstimmig die
Einrichtung eines Ökokontos. Ebenso stimmten die Räte einem Interkommunalen Ökokonto im Rahmen der AOVE zu.
Der Kindergarten St. Martin stellte die Jahresrechnung für das Kindergartenjahr 2000/2001 fest. So beläuft sich der ungedeckte Bedarf auf 27.867 DM, wovon die Gemeinde 22.293,60 DM zu leisten hat. Nach Abzug der bereits geleisteten Vorauszahlung wird dem Kindergarten ein Betrag von 11.793,60 DM überwiesen. Die Rechnung wurde von Gemeinderat Hermann Zöller und Kirchenrat Karl Amann geprüft. Der neue Haushaltsplan 2001/2002 weist Gesamtausgaben in Höhe von 156.850 und Einnahmen von 136.600 Euro aus. So errechnet ein ungedeckter Bedarf von 20.250 Euro, wovon 16.200 Euro auf die Gemeinde entfallen werden; hiervon wird die Gemeinde vierteljährlich einen Abschlag von 4.050 Euro leisten. Zur Steigerung der Liquidität hat der Kindergartenausschuss beschlossen ein Stammkapital in Höhe von 35.000 Euro dem Kindergarten zuzuführen. Der Gemeindeanteil sollte sich auf 12.500 Euro belaufen. Der Gemeinderat stimmte dem zu.
Beim Agenda-Prozess hat der Arbeitskreis Wirtschaft/Soziales/Glaube vorgeschlagen, in der Gemeinde ein Begrüßungsgeld für Neugeborene einzuführen. Bürgermeister Peter Dotzler gab dabei die Vorgehensweise in den Nachbargemeinden bekannt und schlug ein Begrüßungsgeld in Höhe von 50 Euro vor. Gemeinderat Hermann Zöller schlug vor, ein Begrüßungsgeld nur für kinderreiche Familien, ab dem dritten Kind, zu gewähren. Gemeinderätin Christine Kredler sähe lieber eine Erinnerungsmedaille anstatt eines Bargeldbetrages. Um die Sache zu vereinfachen und die Mittel direkt den Familien zukommen zu lassen, einigte sich der Gemeinderat, ein Begrüßungsgeld von 50 Euro für Neugeborene ab dem 01.01.2002 einzuführen. Der Betrag ist im Rahmen einer Feierstunde jeweils zum hreswechsel an die Eltern auszuhändigen. Bürgermeister Dotzler gab bekannt, dass der Zweckverband Mimbacher Gruppe grundsätzlich die Ortsleitung in Kainsricht übernehmen würde, es sind jedoch von der Gemeinde noch einige Vorleistungen zu treffen.
Ein Neubürger in Gebenbach sucht einen Gemüsegarten mit einer Größe von ca. 500 m². Interessierte werden durch die Gemeinde vermittelt. Eine nichtöffentliche Sitzung schloss sich an.