In der konstituierenden Sitzung stellte der Gebenbacher Gemeinderat
die personellen Weichen für die Arbeit in der Wahlperiode 2002 bis
2008. Nach der Vereidigung der neuen Gemeinderatsmitglieder Karl Erb und
Norbert Hager wurde anschließend Karl Erb von den Freien Wählern
zum zweiten Bürgermeister
gewählt.
In seiner Einführung stellte Bürgermeister Peter Dotzler das in der letzten Periode im Agenda21-Prozess erstellte Leitbild in den Mittelpunkt. Es gelte in der neuen Periode Projekte und Ideen aus dem Leitbild umzusetzen, über die Umsetzung Bericht zu erstatten und das Leitbild auch wieder fortzuschreiben. Das mit viel Bürgerbeteiligung erstellte Werk solle Richtschnur sein für den Gemeinderat, die zukünftige Entwicklung in der Gemeinde zu steuern. Zudem bestehe die Möglichkeit über die AOVE Projekte auch mit anderen Gemeinde anzugehen und gemeinsam umzusetzen. Die Grenzen für die Umsetzung werden sicherlich durch die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde Gebenbach beschränkt werden. Er wünsche sich mit den Gemeinderäten eine gute, fraktionsübergreifende Zusammenarbeit zum Wohle der gesamten Gemeinde - wie dies bereits in den letzten sechs Jahren geschehen sei.
Anschließend legten die neugewählten Gemeinderatsmitglieder
Karl Erb und Norbert Hager ihren Eid ab. Bei der Anzahl der weiteren Bürgermeister
stellte Wolfgang Kredler für die CSU-Fraktion den Antrag, in Gebenbach
einen 3. Bürgermeister zu bestellen. Er begründete dies mit den
wachsenden Aufgaben und vielseitigen Arbeit für das Gemeindeoberhaupt
in der Gemeinde. Franz Gottschalk, der bisherige Zweite Bürgermeister,
konnte dies nicht bestätigen. Er merkte an, dass der vom Gemeinderat
bestellte Verhinderungsvertreter in der letzten Periode nur einmal eingesetzt
werden musste. Auch für Gerhard Kellner bestehe aufgrund der Gemeindegröße
keine Notwendigkeit für einen dritten Bürgermeister und er verglich
dies mit anderen Gemeinden. So beschloss der Gemeinderat mit 5:4 Stimmen
nur einen weiteren Bürgermeister zu bestellen. Bei der Wahl zum zweiten
Bürgermeister entfielen 5 Stimmen auf Karl Erb und 4 Stimmen auf Andreas
Wendl. Der neugewählte zweite Bürgermeister Karl Erb wurde anschließend
vom ersten Bürgermeister vereidigt. Der weitere Vertreter des ersten
Bürgermeister
bzw. Verhinderungsvertreter wurde wie bisher nach dem Dienstalter bestimmt.
Dies ist auch für die nächsten sechs Jahre wieder Gemeinderat
Richard Siegert.
In die Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft entsendet der Gemeinderat neben dem 1. Bürgermeister, dessen Stellvertreter der 2. Bürgermeister ist, Gemeinderat Norbert Hager. Sein Stellvertreter ist Andreas Wendl. Für die Verbandsversammlung des Zweckverband Mimbacher Gruppe vertreten neben dem 1. Bürgermeister Peter Dotzler noch die Gemeinderäte Wolfgang Kredler, Richard Siegert und Franz Gottschalk die Interessen der Gemeinde. Die Stellvertreter sind 2. Bürgermeister Karl Erb, die Gemeinderäte Andreas Wendl und Gerhard Kellner sowie Ex-Gemeinderat Hermann Zöller. In den Kindergartenausschuss beruft die Gemeinde neben dem 1. Bürgermeister noch die Gemeinderäte Norbert Hager und Gerhard Kellner. Zum Jugendreferenten wurde der jüngste Gemeinderat, Martin Kick, bestellt.
Die neue Geschäftsordnung für den Gemeinderat wurde mit einigen
Änderungen einstimmig verabschiedet, ebenso die Satzung zur Regelung
von Fragen des
örtlichen Gemeindeverfassungsrechts. Der Bauantrag von Hans-Peter
Riederer auf Anbau eines Wintergartens an sein bestehendes Wohnhaus im
Gänswinkel wurde vom Gemeinderat genehmigt. Der Antrag der Stadt Hirschau
auf Sperrung der Gemeindeverbindungsstraße von Gebenbach nach Urspring
für Fahrzeuge mit einem Gewicht ab 7,5 to wurde auch vom Gebenbacher
Gremium unterstützt. Aufgrund des schlechten Ausbauzustandes der GVS,
v.a. im Wald, wird die Straße nach dem Baugebiet Gänswinkel
auf 7,5 to begrenzt, der landwirtschaftliche Verkehr ist ausgenommen. Für
die AOVE wurden aus dem Gemeinderat Vertreter für die einzelnen Arbeitskreise
benannt. Es kann sich auch jeder Gemeindebürger in einem AOVE-Arbeitskreis
engagieren bzw. bei der Gemeinde melden. Der Bürgermeister bedankte
sich abschließend noch beim scheidenden zweiten Bürgermeister
Franz Gottschalk mit einem kleinem Geschenk für seine Vertretungsarbeit
in den letzten sechs Jahren. Aus zeitlichen Gründen konnte dieser,
er ist auch 1. Kommandant der FFW Gebenbach-Kainsricht, das Amt nicht mehr
ausführen. Er bleibt dem Gremium als Gemeinderat und einziger Vertreter
aus der Ortschaft Kainsricht erhalten.
Eine nichtöffentliche Sitzung schloß sich an.
Der Gemeinderat Gebenbach in seiner 12. Periode nach dem 2.
Weltkrieg: (v.li.) Zweiter Bürgermeister Karl Erb, die Gemeinderäte
Gerhard Kellner und Martin Kick, Erster Bürgermeister Peter Dotzler,
die
Gemeinderäte Franz Gottschalk, Wolfgang Kredler, Richard Siegert,
Norbert Hager und Andreas Wendl..