In der letzten Sitzung des Gebenbacher Gemeinderates billigte dieser das Baugebiet Kainsricht-West. Die Räte beschlossen eine Änderung zur Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung. Für die Sanierung des Rathauses wird im Vorfeld ein Energiekonzept erstellt und Bürgermeister Peter Dotzler gab die nichtöffentlichen Beschlüsse bekannt, deren Geheimhaltungsgrund weggefallen ist.
Bürgermeister Peter Dotzler konnte zur Erörterung des Bebauungsplans Kainsricht-West Architekt Dipl. Ing. (FH) Markus Rösch begrüßen. Bauamtsleiter Bernhard Lindner hatte die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange durchgeführt und deren Stellungnahmen aufbereitet. Dabei werden aufgrund der Anregungen der verschiedenen Behörden folgende Änderungen in den Bebauungsplan eingearbeitet. Die Dachüberstände werden auf 40 cm (Ortgang) und 75 cm (Traufe) vergrößert, die Anzahl der Stellplätze auf zwei je Wohneinheit erhöht und die Firstrichtung der Gebäude freigegeben. Damit kann gewährleistet werden, dass den Bauherrn eine optimale Gebäudestellung für die Nutzung der Sonnenenergie ermöglicht wird. Den Bauherrn wird empfohlen, zur Energieversorgung regenerative Energien einzusetzen. Aufgrund der Hanglage wird zum Abfangen des Niederschlagswassers entlang der West- und Nordflanke des Baugebiets eine Entwässerungsmulde vorgesehen. An der Ostseite wird das Niederschlagswasser über Drainageleitungen gesammelt und abgeleitet.
Ebenso erörterten die Gemeinderäte die Anregen und Bedenken der Bürger. So soll bei der Eingrünung des Baugebiets auf große Stieleichen verzichtet werden. Eine Beschränkung der landwirtschaftlichen Arbeiten um das Baugebiet befürchtet der Gemeinderat nicht, da diese Arbeiten auch jetzt bestimmten gesetzlichen Auflagen unterliegen. Wie vom nördlichen Anlieger des Baugebiets gefordert, wird der Grünstreifen im Norden des Baugebiets von vier auf fünf Meter vergrößert. Auf eine Dienstbarkeit zugunsten einer landwirtschaftlichen Nutzung auf den Nachbarflächen verzichtet der Gemeinderat, da sie im öffentlichen Recht keinerlei Wirkung hat. In diesem Zusammenhang konnte das Sachgebiet Immissionsschutz des Landratsamtes eine gestellte Bauvoranfrage auf eine Mehrzweckhalle für Tiere und Maschinen nicht genehmigen, da der Antrag in Punkto Tierhaltung zu ungenau gestellt wurde und die Halle zu Nahe an die bereits bestehenden Bebauung heranreicht. Bei den bereits bestehenden landwirtschaftlichen Anwesen sind die Abstände zur zukünftigen Bebauung ausreichend. Ebenso will der Gemeinderat die Bauflächen bevorzugt den Kainsrichter Bürgern anbieten. So billigte der Gemeinderat schließlich den Bebauungs- und Grünordnungsplan Kainsricht-West sowie die einmonatige öffentliche Auslegung.
Die Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung wurde vom Gremium in Paragraf 6 geändert. Nun liegt der Beitrag für die Grundstücksfläche bei 0,84 EURO pro m² und für die Geschossfläche bei 10,20 EURO pro m². Für die Sanierung des Rathauses besteht die Möglichkeit, im Rahmen des CO²-Minderungsprogrammes des Freistaat Bayern ein Energiegutachten zu erstellen, um die Wirtschaftlichkeit der Sanierungsmaßnahmen in Punkto Energieeinsparung zu errechnen. Der Gemeinderat beauftragt den 1. Bürgermeister, Angebote von geeigneten Planern zur Erstellung diese Energiekonzepts einzuholen. Anschließend gab Bürgermeister Dotzler die nichtöffentlichen Beschlüsse bekannt, deren Geheimhaltungsgrund weggefallen ist.
Gemeinderat Wolfgang Kredler sprach Probleme der Telekom an, für Gebenbach eine T-DSL-Verbindung bereitzustellen. Die Gemeinde sollte hierzu an die Telekom eine offizielle Anfrage richten. Gemeinderat Norbert Hager sprach ein weiteres Problem an. Die Schulbusse zu den weiterführenden Schulen sind täglich stark überfüllt. So habe die Staatsregierung zwar die sechsstufige Realschule eingeführt, bei der Schülerbeförderung hat sich aber keine Verbesserung ergeben. So müssen sich die wenigen Busplätze noch mehr Schüler teilen. Für den Transport von Tieren ist für jedes Tier ein Transportplatz zu gewährleisten. Für die Beförderung von Schülern trifft dies jedoch nicht zu. So habe Landrat Armin Nentwig vor der Wahl angekündigt an einer Besserung zur arbeiten, eine Verbesserung sei jedoch nicht eingetreten. Immer mehr besorgte Eltern wünschten sich eine Änderung dieser unzumutbaren Situation.
Eine nichtöffentliche Sitzung schloss sich an.