Bericht
Gemeinderatssitzung Gebenbach vom 24.11.2003

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Mit der Errichtung des Lausbubenbrunnens, mit der Dorferneuerung Gebenbach, mit der Neukalkulation der Abwassergebühren, mit der Jahresrechnung sowie dem Haushalt für den Kindergarten St. Martin und mit der Feststellung der Jahresrechnung 2002 befasste sich der Gebenbacher Gemeinderat in seiner letzten Sitzung.

Bürgermeister Peter Dotzler konnte zur Sitzung des Ehepaar Uber-Diem aus Aschach begrüßen. Von dem Künstlerehepaar stammte der siegreiche Brunnentwurf des Lausbubenbrunnen. Er soll auf dem Dorfplatz in Gebenbach errichtet werden. Nachdem in der letzten Sitzung Unklarheiten aufgetaucht waren, überarbeiteten sie nochmals das Angebot für die Gemeinde. Aus technischen Gründen muss auf einen Wasserfall an der Brunnenvorderseite verzichtet werden. Hierfür hätte eine
Wassermenge von 30 m³ in der Stunde im Kreislauf gepumpt werden müssen und ein Wasserbehälter von 1.500 Liter Fassungsvermögen wäre dafür notwendig
gewesen. Der bereits bei der Dorferneuerung angelegte Wasserbehälter fasst jedoch nur etwas über 100 Liter. Die bereits erstellte Einlaufrinne wäre auch nicht geeignet das Wasser verlustfrei zu sammeln. Ebenso ist die bereits erstellte Pumpenstube zu klein für eine Trockenpumpe. Somit müsste der Brunnen mit einer Tauchpumpe betrieben werden, diese hat jedoch eine kürzere Lebensdauer. Für das anfallende Laub sind auch noch Filtereinsätze im Wasserkreislauf notwendig. Zur Wartung müssten jedoch immer die ca.vier Zentner schweren Schachtabdeckungen abgehoben werden. Aufgrund dieser technischen Vorgaben soll nun das Brunnenwasser im Becken verbleiben und über einen Überlauf an den Sammelschacht zugeleitet werden. Die Gesamtkosten liegen nun bei ca. 29.000 EUR für den Lausbubenbrunnen. Zweiter Bürgermeister Karl Erb sprach aufgrund der technischen Probleme von einem Planungsfehler und forderte Regressansprüche an den Architekten zu stellen. Für Gemeinderat Andreas Wendl müsse der Brunnen aufgrund der Kosten im Rahmen der Dorferneuerung erstellt werden. Nur mit Zuwendungen aus der Dorferneuerung wäre er auch finanzierbar. So beschloss der Gemeinderat einstimmig, den Lausbubenbrunnen im Rahmen der Dorferneuerung Gebenbach zu errichten und an die Direktion für Ländliche Entwicklung einen entsprechenden Antrag zu stellen. Aufgrund der technischen Mängel am vorhandenen Bauwerk ist beim Architekten eine Stellungnahme einzufordern. Ein Nachtrag zur Vereinbarung zur Grünberatung im Rahmen der Dorferneuerung Gebenbach wurde vom Gemeinderat genehmigt.

Durch Kämmerer Stefan Falter von der Verwaltungsgemeinschaft Hahnbach wurden die Abwassergebühren für die Gemeinde Gebenbach neu überrechnet. Er stellte fest, dass die Gebühr bisher kostendeckend erhoben wurde. Bisher sei ein leichter Überschuss angefallen, der in den nächsten Jahren sich in eine leichte Unterdeckung wandelt. Er sah deshalb keine Notwendigkeit, die bisherige Kanalgebühr von 1,53 EUR pro m³ Wasser zu ändern. Diesem Vorschlag folgten auch die Räte und beschlossen die Gebühr unverändert zu belassen. Die Jahressrechnung des Kindergarten St. Martin weist im Kindergartenjahr 2002/2003 ein Defizit von 17.215 EUR aus. Auf die Gemeinde fallen mit 80 % aus dieser Summe ein Betrag von 13.772 EUR an. Die Gemeinderäte Norbert Hager und Gerhard Kellner haben die Kindergartenrechnung geprüft. Der Gemeinderat segnete die Jahresrechnung ab. Ebenso wurde der Haushaltsplan des Kindergarten für 2003/2004 genehmigt. Aufgrund sinkender Kinderzahlen wird sich das Defizit im nächsten Jahr auf ca. 20.000 EUR erhöhen. Die Jahresrechnung 2002 der Gemeinde Gebenbach wurde von den Gemeinderäten Gerhard Kellner und Wolfgang Kredler geprüft. Bürgermeister Dotzler trug die Haushaltsüberschreitungen von insgesamt  42.971 EUR vor. Weitere Feststellungen der Prüfung konnten geklärt werden. Der Gemeinderat genehmigte die festgestellten Haushaltsüberschreitungen nachträglich und nahm die Prüfungsfeststellungen zur Kenntnis. Somit wurde die Jahresrechnung 2002 gemäss Artikel 102 der Gemeindeordnung festgestellt. Eine nichtöffentliche Sitzung schloss sich an.