Mit der Errichtung des Lausbubenbrunnens, mit der Dorferneuerung Gebenbach, mit der Neukalkulation der Abwassergebühren, mit der Jahresrechnung sowie dem Haushalt für den Kindergarten St. Martin und mit der Feststellung der Jahresrechnung 2002 befasste sich der Gebenbacher Gemeinderat in seiner letzten Sitzung.
Bürgermeister Peter Dotzler konnte zur Sitzung des Ehepaar Uber-Diem
aus Aschach begrüßen. Von dem Künstlerehepaar stammte der
siegreiche Brunnentwurf des Lausbubenbrunnen. Er soll auf dem Dorfplatz
in Gebenbach errichtet werden. Nachdem in der letzten Sitzung Unklarheiten
aufgetaucht waren, überarbeiteten sie nochmals das Angebot für
die Gemeinde. Aus technischen Gründen muss auf einen Wasserfall an
der Brunnenvorderseite verzichtet werden. Hierfür hätte eine
Wassermenge von 30 m³ in der Stunde im Kreislauf gepumpt werden
müssen und ein Wasserbehälter von 1.500 Liter Fassungsvermögen
wäre dafür notwendig
gewesen. Der bereits bei der Dorferneuerung angelegte Wasserbehälter
fasst jedoch nur etwas über 100 Liter. Die bereits erstellte Einlaufrinne
wäre auch nicht geeignet das Wasser verlustfrei zu sammeln. Ebenso
ist die bereits erstellte Pumpenstube zu klein für eine Trockenpumpe.
Somit müsste der Brunnen mit einer Tauchpumpe betrieben werden, diese
hat jedoch eine kürzere Lebensdauer. Für das anfallende Laub
sind auch noch Filtereinsätze im Wasserkreislauf notwendig. Zur Wartung
müssten jedoch immer die ca.vier Zentner schweren Schachtabdeckungen
abgehoben werden. Aufgrund dieser technischen Vorgaben soll nun das Brunnenwasser
im Becken verbleiben und über einen Überlauf an den Sammelschacht
zugeleitet werden. Die Gesamtkosten liegen nun bei ca. 29.000 EUR für
den Lausbubenbrunnen. Zweiter Bürgermeister Karl Erb sprach aufgrund
der technischen Probleme von einem Planungsfehler und forderte Regressansprüche
an den Architekten zu stellen. Für Gemeinderat Andreas Wendl müsse
der Brunnen aufgrund der Kosten im Rahmen der Dorferneuerung erstellt werden.
Nur mit Zuwendungen aus der Dorferneuerung wäre er auch finanzierbar.
So beschloss der Gemeinderat einstimmig, den Lausbubenbrunnen im Rahmen
der Dorferneuerung Gebenbach zu errichten und an die Direktion für
Ländliche Entwicklung einen entsprechenden Antrag zu stellen. Aufgrund
der technischen Mängel am vorhandenen Bauwerk ist beim Architekten
eine Stellungnahme einzufordern. Ein Nachtrag zur Vereinbarung zur Grünberatung
im Rahmen der Dorferneuerung Gebenbach wurde vom Gemeinderat genehmigt.
Durch Kämmerer Stefan Falter von der Verwaltungsgemeinschaft Hahnbach
wurden die Abwassergebühren für die Gemeinde Gebenbach neu überrechnet.
Er stellte fest, dass die Gebühr bisher kostendeckend erhoben wurde.
Bisher sei ein leichter Überschuss angefallen, der in den nächsten
Jahren sich in eine leichte Unterdeckung wandelt. Er sah deshalb keine
Notwendigkeit, die bisherige Kanalgebühr von 1,53 EUR pro m³
Wasser zu ändern. Diesem Vorschlag folgten auch die Räte und
beschlossen die Gebühr unverändert zu belassen. Die Jahressrechnung
des Kindergarten St. Martin weist im Kindergartenjahr 2002/2003 ein Defizit
von 17.215 EUR aus. Auf die Gemeinde fallen mit 80 % aus dieser Summe ein
Betrag von 13.772 EUR an. Die Gemeinderäte Norbert Hager und Gerhard
Kellner haben die Kindergartenrechnung geprüft. Der Gemeinderat segnete
die Jahresrechnung ab. Ebenso wurde der Haushaltsplan des Kindergarten
für 2003/2004 genehmigt. Aufgrund sinkender Kinderzahlen wird sich
das Defizit im nächsten Jahr auf ca. 20.000 EUR erhöhen. Die
Jahresrechnung 2002 der Gemeinde Gebenbach wurde von den Gemeinderäten
Gerhard Kellner und Wolfgang Kredler geprüft. Bürgermeister Dotzler
trug die Haushaltsüberschreitungen von insgesamt 42.971 EUR
vor. Weitere Feststellungen der Prüfung konnten geklärt werden.
Der Gemeinderat genehmigte die festgestellten Haushaltsüberschreitungen
nachträglich und nahm die Prüfungsfeststellungen zur Kenntnis.
Somit wurde die Jahresrechnung 2002 gemäss Artikel 102 der Gemeindeordnung
festgestellt. Eine nichtöffentliche Sitzung schloss sich an.