Bauanträge, eine Vereinbarung zur Dorferneuerung Gebenbach über die Erstellung eines Gebäudekatasters, die Erneuerung der Heizungsanlage in der Grundschule und die Vorlage der Jahresrechnung 2003 waren die Themen des Gemeinderats in Gebenbach bei der letzten Sitzung. Nachdem der Gemeinderat bereits im letzten Jahr den Grundsatzbeschluss fasste, die Heizung der Grundschule in Gebenbach mit erneuerbaren Energien zu betreiben, schaltete die Gemeinde Gebenbach als Spezialisten Prof. Markus Brautsch von der FH Amberg-Weiden ein.
Bürgermeister Peter Dotzler erläuterte den Räten nochmals die bisherigen Aktivitäten für die Erneuerung der Schulheizung. So wurde ein Energiekonzept mit Wirtschaftlichkeitsberechnung vom Projekt "Abkürzung" durch Ekkehard Brühschwein in Auftrag gegeben. Nachdem durchaus eine Wirtschaftlichkeit unter bestimmten Bedingungen für ein Pflanzenöl-Blockheizkraftwerk (BHKW) in der Schule zu erzielen sei, wurde auch eine Förderung von 10.000 EUR durch das Projekt "Abkürzung" in Aussicht gestellt. Anschließend wurde durch einen Energieberater eine Kontrollmessung und Wärmebedarfsberechnung für die Grundschule durchgeführt. Als Ergebnis wurde ein maximaler Wärmebedarf von 65 bis 70 kW festgestellt. Das größte Pflanzenöl-BHKW eines führenden Herstellers leistet jedoch max. ca. 40 kW. Nach den Ausführungen von Prof. Brautsch könnte die fehlende Heizenergie durch die Zuschaltung einer elektrisch betriebenen Zusatzheizung die notwendige Spitzenlast gedeckt werden. Die Armotisationszeit des Pflanzenöl-BHKWs wird unter normalen Umständen bei 10 bis 12 Jahren liegen. Durch die Erzeugung von Strom und Wärme ist eine optimale Energienutzung von über 90 % gegeben. Der Gemeinderat war sich einig, dieses Agenda21-Projekt auch so umzusetzen und beschloss Angebote für diese Heizanlage einzuholen, um sie in den Sommerferien installieren zu können.
Zur Stärkung des Ortskern von Gebenbach wird im Rahmen der Dorferneuerung ein Gebäudekataster erstellt. Dieses Pilotprojekt wird von der Direktion für Ländliche Entwicklung (DLE) aus einem reservierten Budget bezuschusst. Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 24.000 EUR, der Anteil der Gemeinde liegt bei ca. 8.400 EUR. In den nächsten Wochen wird Dorferneuerungsplaner Dipl.-Ing. (FH) Markus Rösch mit den Eigentümern im Ortskern Kontakt aufnehmen und die vorhandenen Grundstücke und Gebäude erfassen. Mit Einverständnis des Eigentümers werden für leerstehende Gebäude die Daten veröffentlicht und neue Nutzer, auch übers Internet, gesucht. Der Gemeinderat stimmte der entsprechenden Vereinbarung mit der DLE Regensburg zu. Das Gremium stimmte den Bauanträgen von Christian Riss, Gebenbach, auf Errichtung einer Stützmauer im Baugebiet Roßteisling und von Daniel Niebler auf Anbau des Wohnhauses in der Irlstraße zu. Für die Schöffenwahl in der Periode 2005 bis 2008 schlug der Gemeinderat Hermann Zöller und Karl Amann vor. Der Gemeinderat nahm die Jahresrechnung 2003 zur Kenntnis und beauftrage die Gemeinderäte Gerhard Kellner und Wolfgang Kredler zur Rechnungsprüfung. Für die Reparatur der Gemeindeverbindungsstraße nach Krickelsdorf testet die Gemeinde die Oberflächenbehandlung durch Aufbringen von Bitumen und Splitt. Ebenso muss für die Kläranlage ein Ersatzkompressor mit Kosten von ca. 3.000 EUR beschafft werden.
Eine nichtöffentliche Sitzung schloss sich an.