Die Freigabe für die Erneuerung der Schulheizung, die Sanierung des Rathauses, die Zuwendung für die örtlichen Vereine und Bauanträge waren die Themen für den Gebenbacher Gemeinderat in seiner letzten Sitzung. Die Arbeitsgemeinschaft um Prof. Markus Brautsch von der FH Amberg stellte ihren Vorschlag zur Sanierung der Heizung in der Gebenbacher Schule vor.
Bürgermeister Peter Dotzler konnte zu diesem Tagesordnungspunkt die Herren Pirkl und Weigl begrüßen. So ist geplant, die Grundlast der Heizenergie über ein Pflanzenöl-Blockheizkraftwerk als Ersatz für die z.Zt. im Einsatz befindliche Ölheizung in der Schule zu installieren. Zur Abdeckung der Spitzenlast kalkulierten die Planer einen Heizungsverbund zwischen der Schule und dem Kindergarten in Gebenbach zu installieren. Die noch freien Energiekapazitäten der Kindergartenheizung kann die Energiespitzen in der Schule abfangen. Die Gesamtkosten für dieses Projekt bezifferten die Planer auf ca. 69.000 EUR. Aufgrund des Stromverkaufes durch die Kraft-Wärme-Kopplung wird sich diese Investition ab dem 7. Jahr der Inbetriebnahme wieder armotisieren. Dabei ist für das BHKW eine Lebenserwartung von 15 Jahren kalkuliert. Bei der geplanten Betriebszeit von 15 Jahren wird sich trotz einer Vollwartung des Systems eine Rendite von ca. 9 % des eingesetzten Kapitals ergeben. Der Gemeinderat segnete dieses Konzept einstimmig ab und beschloss, die Ausschreibung vorzunehmen, um die Heizung noch vor dem anstehenden Winter zu installieren.
Architekt Josef Biehler stellte seinen Planentwurf zur Sanierung des Rathauses vor. Aufgrund des vorliegenden Energiekonzeptes umfasst die Sanierung v.a. die Erneuerung der Fenster und Türen, die Dämmung der Außenfassade, des Daches und die Installation einer Photovoltaik-Anlage am Südgiebel. Eine Diskussion im Gremium löste die Frage aus, ob die Sanierung zur Schaffung von zusätzlichen Räumen im Dachgeschoss genutzt werden sollte. Planer Josef Biehler und Bürgermeister Peter Dotzler schlugen vor, mit einem Kniestock von einem halben Meter das Dachgeschoss für eine zusätzliche Nutzung zu erschließen. Dies könnte sowohl für Wohnräume als auch für zusätzliche Nutzräume ermöglicht werden. Die Gemeinderäte waren aber der Meinung, dass sich aufgrund der expornierten Lage des Rathauses eine Zunahme der Gebäudehöhe negativ auf das Ortsbild auswirkt. Der zusätzliche Kniestock wurde mehrheitlich abgelehnt. So wird die Rathaussanierung ohne Ausbau des Dachgeschosses zur Förderung bei der Direktion für ländliche Entwicklung im Rahmen der Dorferneuerung eingereicht. Die Kosten werden sich auf ca.100.000 EUR belaufen.
Wie im letzten Jahr werden auch heuer die örtlichen Vereine von der Gemeinde finanziell mit einer Summe von 3.500 EUR gefördert. Aufgrund ihrer vorbildlichen Jugendarbeit erhalten die DJK Gebenbach mit 1.300 EUR, dieBlasmusik Gebenbach mit 800 EUR, sowie die beiden KLJB-Jugendbewegungen mit 300 EUR die größte Zuwendung. Die Bauanträge von Thomas und Christina Schöpf, Gebenbach, auf Nutzungsänderung von Wohn- in Büroräumen und von Magnus und Sandra Deichl, Gebenbach, auf Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage wurden einstimmig mit Auflagen genehmigt. Bürgermeister Peter Dotzler gab die nichtöffentlichen Beschlüsse des letzten Halbjahres bekannt, bei denen der Geheimhaltungsgrund entfallen ist.
Ebenso informierte er das Gremium über den Antrag der US-Army zur Nutzung von Grundstücken im Dorfholz nördlich von Atzmannsricht für Funkübungen. Das Gremium lehnte den Antrag ab. Es wurde weder die Anzahl der Nutzungen mitgeteilt, noch sei die vorhandene Erschließung ausreichend. Zu klären sei ebenso die zusätzliche Belastung für die umliegende Bevölkerung. Der Bürgermeister berichtete aus der letzten AOVE-Gesellschafterversammlung über die Themen gemeindeübergreifendes Ökokonto, die Machbarkeitsstudie über einen Hochseilgarten in den Bäumen, das Projekt Goldene Straße und die Feierlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen der AOVE in diesem Jahr. Zum neuen Sprecher der AOVE-Gesellschafter wurde Bürgermeister Hans Kummert aus Hahnbach gewählt. Die AOVE-Regionalschau in Hirschau konnte mit einem Gewinn von ca. 4.000 EUR abgeschlossen werden.
Eine nichtöffentliche Sitzung schloss sich an.