Im Rahmen einer Gemeinderatsitzung stellte Geschäftsführer Jürgen Walch von der Fa. Plumsoft in Regensburg die Zwischenergebnisse der Gebenbacher Gebäudebörse vor. Bürgermeister Peter Dotzler schilderte die Gründe für die Erstellung der Gebäudebörse als Pilotprojekt der Direktion für Ländliche Entwicklung im Rahmen der Dorferneuerung Gebenbach. Durch den Strukturwandel in der Landwirtschaft haben viele Gebäude im Ortskern ihre ursprüngliche landwirtschaftliche Nutzung verloren.
Um für geeignete Gebäude eine neue Nutzung bzw. einen neuen Nutzer zu finden, habe der Gemeinderat entschieden, im Rahmen der Dorferneuerung die Anwesen im Zentrum von Gebenbach zu erfassen und nach Wunsch und Einverständnis der Eigentümer im Internet zu veröffentlichen. Das Ziel sei den Ortskern damit lebendig halten zu können. Die Vorarbeiten wurden von Dorferneuerungsplaner Markus Rösch geleistet. Nun erstellt die Fa. Plumsoft den Internetauftritt. Jürgen Walch präsentierte den Räten das geplante System. Es handelt sich um ein sog. Content-Management-System. Es besteht aus einem Rahmen von Internet-Seiten mit verschiedenen Themenbereichen und einem Ortsplan. Dazu kommt eine mit den Internetseiten verknüpfte Datenbank, in der die Anwender, später die Verwaltung, die jeweiligen Daten erfassen können. Die Ersterfassung zum Start der Gebäudebörse übernimmt die Fa. Plumsoft zusammen mit dem Architekten Markus Rösch. Auf dem Bildschirm wird das ganze als Einheit dargestellt. Durch die flexible Darstellung ist die Mischung zwischen einem Text, Bildern oder Plänen jederzeit möglich. Der Interessent kann sich dann von seinem PC aus auch verschiedene Objekte über eine Suchfunktion aussuchen und ausdrucken. Je nach Wunsch des Eigentümers kann als Ansprechpartner er selbst, eine beauftragte Person bzw. Firma oder auch die Gemeinde bekanntgegeben werden. Für Gemeinderat Wolfgang Kredler ist es wichtig, dass dieses System auch immer aktualisiert und gepflegt wird, damit diese Investition auch sinnvoll sei.
Nachdem nun die Abnahme des Brunnensockels erfolgt ist, hat das Gremium den Lausbubenbrunnen für den Dorfplatz in Gebenbach bei der Künstlerwerkstatt Uber-Diem aus Aschach in Auftrag gegeben. Die Kosten von ca. 29.000 EUR werden zu 50 % mit Mitteln der Dorferneuerung Gebenbach bezuschusst. Zur Finanzierung der weiteren Kosten wird die Gemeinde Gebenbach auch zu Spenden aufrufen. Den Anfang machte das Bürgermeisterehepaar Peter und Andrea Dotzler. Sie übergaben anlässlich Ihrer Hochzeit eine Spende von 1.750 EUR zugunsten des Dorfbrunnens.
Zur Sanierung der Friedhofsmauer wird die Gemeinde Gebenbach der Kirchenverwaltung eine Zuwendung in Höhe von 3.000 EUR gewähren. Mit dem Straßenbauamt Sulzbach-Rosenberg wurde eine Vereinbarung zum Ausbau des Radweges von Gebenbach nach Hirschau abgeschlossen. Es handelt sich um den letzten Bauabschnitt auf Gebenbacher Gemeindegebiet. Dabei übernimmt das Straßenbauamt den Ausbau des vorhandenen Wirtschaftsweges und die Gemeinde die spätere Unterhaltung. Die Gemeinderäte stimmten der Vereinbarung zu, der Weg wird als Radweg mit landwirtschaftlichen Verkehr ausgeschildert.
Für die AOVE erarbeiteten die Räte ein Radwegekonzept auf
dem Gemeindegebiet. Dabei werden die Radwege überwiegend auf Gemeindeverbindungsstraßen,
Seitenstraßen und ausgebauten Feld- und Waldwegen ausgewiesen. Bürgermeister
Dotzler gab noch die Zahlen aus der AOVE-Bilanz bekannt, ebenso die bisher
bewilligten Leader-Plus-Projekte und die Haushaltszahlen für das kommende
Jahr 2005. Als eigene Leader-Plus-Projekte schlug das Gremium die Einrichtung
eines Gebenbacher Heimatmuseums und die Freilegung der Felsenkeller beim
Gemeindeturm vor. Zur Erläuterung der geplanten AOVE-Projekte soll
in einer der nächsten Sitzung die AOVE-Geschäftsführerin
eingeladen werden. Der Bauantrag von Anna-Veronika und Hermann Zöller
auf Abbruch des baufälligen alten Wirtshauses in Atzmannsricht und
der Neubau einer Unterstellhalle mit einer Größe von ca. 18
x 11 Meter wurde von den Räten genehmigt. Bürgermeister Dotzler
gab abschließend die nichtöffentlichen Beschlüsse bekannt,
deren Geheimhaltungsgrund entfallen ist. Eine nichtöffentliche Sitzung
schloss sich an.