Die Hochwasserfreilegung Schmidmühlen
 
Baustellenbericht vom August 2004 
(Amberger Nachrichten vom 11.08.2004, Amberger Zeitung vom 12.08.2004)
 
Große Fortschritte machen derzeit die Baumaßnahmen zur Hochwasserfreilegung in Schmidmühlen. Drei Einzelmaßnahmen werden derzeit durch die Bau ausführende Firma Steininger aus Neunburg vorm Wald ausgeführt: 1. Bau der Hochwasserschutzmauer im Bereich des Zieglerweges; 2. Bau der Sohlrampe im Bereich des Vilsufers und 3. Bau der Flutmulde.
Mit Hochdruck wird am Bau der Hochwasserschutzmauer im Bereich des Zieglerweges gearbeitet. In den Zieglerweg wurde mittlerweile der Kanal eingebaut, die Wasserleitung und die Beleuchtung erneuert. Der untere Bereich des Zieglerweges wurde bereits asphaltiert. Ziel ist es auch bei diesem Bauabschnitt, so Diplomingenieur Bernd Georgi vom Wasserwirtschaftsamt, die Belastungen für die Anwohner so gering wie möglich zu halten. Mit der Teilasphaltierung wurde zumindest in diesem Bereich die Staubbelastung minimiert. Die Hochwasserschutzmauer wird in hier unter einem Meter liegen, im oberen Bereich (etwa in Höhe der beiden abgerissenen Wohnhäusern) etwas über einem Meter. Zurzeit werden im zukünftigen Mauerbereich die Fundamente betoniert und die Bewährung eingebaut. Erst wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, kann die Straßenfertigstellung fortgesetzt werden
Im Bereich der zukünftigen Flutmulde hat der Humusabtrag begonnen. Der abgebaggerte Mutterboden wird auf der Baustelle gelagert (dieser bildet keinen Damm) und später wieder verwendet. Das nicht mehr benötigte Erdreich wird abtransportiert. Insgesamt wird die stolze Menge von 25.000 Kubikmeter Erdreich abgetragen.
Die Hauptarbeit wird jedoch momentan direkt im Uferbereiches der Vils geleistet. Dort wird bei der zukünftigen Hammerbacheinmündung die Sohlrampe gebaut.Die Sohlrampe soll im Falle eines starken Hochwassers verhindern, dass der Uferbereich abgeschwemmt wird. Der Bau dieser Uferbefestigung geschieht wiederum in drei Abschnitten. Zunächst wird das Erdreich abgetragen. Dann wird der Uferbereichmit Steinen aufgefüllt und so der Uferstreifen stabilisiert.Schließlich wird der Abschnittwieder mit Erdreich abgedeckt, so dass man von den Steinen nichts mehr sehen wird. Die Arbeiten des zweiten Bauabschnittes 2004 werden noch bis Ende des Jahres dauern. Dies ist jedoch auch im besonderen Maße vom Wetter abhängig, wie Diplomingenieur Bernd Georgi vor Ort erklärte. Bisher läuft alles planmäßig. Auch die Zusammenarbeit mit den Firmen, den Behörden und die Abwicklung der finanziellen Fördermaßnahmen auf Bezirksebene geht tadellos vonstatten.

 
 
Hauptarbeit an der Sohlrampe. Zu erkennen die drei Abschnitte:
Links der Erdabtrag – Mitte mit Bagger die Verfüllung mit den stabilisierenden Steinen und rechts auf Bild nach Fertigstellung der wieder mit Erdreich aufgefüllte Uferbereich
Bis zu einem Meter wird das Erdreich im Bereich der zukünftigen Flutmulde abgetragen. Insgesamt werden es 25.000 Kubikmeter sein.
Im Hintergrund die Siedlung am Zieglerweg.
Im unmittelbaren Bereich wird das Ufer abgeflacht, um bei Hochwasser einen ungehinderten Wassereinfluss in die Vils zu gewährleisten.
 
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