Bisher wurde viel von den Baufirmen, dem Wasserwirtschaftsamt und den Planungsbüros geleistet. Ein Blickfang wurde bereits im ersten Jahr die neue Doppelbogenbrücke und ist mittlerweile das „moderne Wahrzeichen“ von Schmidmühlen. Der gestalterische Entwurf hierzu stammte von Baudirektorin Christa Stanzel vom Staatlichen Hochbauamt Amberg. Die Gesamtmaßnahme wurde in gestalterischer Hinsicht vom Architekturbüro Günther Naumann aus Regensburg begleitet. Lob und Anerkennung gab es auch von 2. Bürgermeister Karl Fochtner für die bisherige Gesamtgestaltung. Schmidmühlen, so Fochtner, habe eine optische Aufwertung erfahren.
Blick zurück
In den vergangenen Jahren wurden bereits große Fortschritte bei
der Hochwasserfreilegung gemacht. So verschwanden das ehemalige Fochtneranwesen,
das Mosburger- und das Schuhhaus aus dem Ortsbild. Der Hammerbach wurde
verlegt und hat ein naturnahes und ökologisch gestaltetes Bachbett
erhalten. Viele Fische wurden im Zuge dieser Maßnahme durch den Fischereiverein
geborgen und umgesetzt. Im Bericht der Fochtnerwiese wurde eine Sohlgleite
und im Bereich der Vils eine Sohlrampe errichtet. Die Hochwasserschutzmauern
wurden in weiten Bereichen gebaut. Fertig gestellt wurde die Doppelbogenbrücke
mit der anschließenden Spannbetonbrücke. Im Zuge der Maßnahmen
wurde auch der Zieglerweg an die örtliche Abwasseranlage angeschlossen.
Die Schutzmauern in diesem bereich wurden komplett fertig.
Blick nach vorne
Die Schwerpunkte in diesem Jahr sind die Errichtung zweier Hochwasserverschlüsse,
eines Klappenwehrs, die Fertigstellung der fehlenden Hochwasserschutzmauern
sowie der Beginn des Baues des Hochwasserschutzdammes im Bereich der Hohenburger
Straße. Mit dem Bau des Klappenwehres (gegenüber dem ehemaligen
Sägewerk Karl Böhm) und des ersten Hochwasserverschlusses
(gegenüber dem Anwesen Karl Scheuerer) wurde bereits begonnen. Hierzu
musste die Lauterach wiederum teilweise aus dem alten Bett in einen Behelfsarm
umgeleitet werden. Beim Klappenwehr – es ersetzt dann in Zukunft die kleine
„Schütze“ - hat zukünftig die Aufgabe, den Wasserspiegel für
die Wasserkraftanlagen zu gewährleisten. Durch dieses Klappenwehr
wird dann auch der Hammerbach fließen. Für die Fische wird neben
dem Bauwerk eine so genannte Fischtreppe gebaut. Sie soll es den
Fischen ermöglichen, neben dem Klappenwehr ungehindert die Lauterach
flussaufwärts zu schwimmen.
Im Zuge der Hochwasserfreilegung werden an jedem Lauteracharm je ein
Hochwasserverschluss gebaut. Das erste Verschlussbauwerk ist bereits im
Bau (gegenüber Anwesen Scheuerer). Der Wasserzufluss zu den Wasserkraftwerken
bleibt wie bisher. Im Falle eines Hochwassers kann der Wasserzufluss teilweise
oder auch ganz unterbrochen werden. Mit dieser Maßnahme soll der
Ort vor Überflutung geschützt werden. Das Hochwasser wird
dann in die Flutmulden umgeleitet. Die Regulierung der beiden Anlagen –
Hochwasserverschluss und Klappenwehr – wird automatisch geregelt. Die Hochwasserschutzmauern
werden ebenfalls in diesem Jahr weitergebaut und der Bau abgeschlossen.
Am rechten Lauteracharm verläuft die Schutzmauer bis unterhalb
der Zimmerei Fischer und geht dann in einen Hochwasserschutzdamm über.
Die jetzige Hammerstraße endet bei der Zimmerei Fischer. Dort
erfolgt eine Neugestaltung der Straße mit einem Wendeplatz. Dabei
wird auch das jetzige Bachbett des Hammerbaches in die Maßnahme mit
eingeschlossen. Die Zufahrt zum Sportgelände wird ebenfalls verlegt.
Sie wird etwa in Höhe der jetzigen Ortstafel in der Hohenburger Straße
in Richtung Sportheim führen. Mit dem Bau des Hochwasserschutzdammes
wird in diesem Jahr ebenfalls noch begonnen; die Fertigstellung ist jedoch
erst für das nächste Jahr geplant. Der Damm soll später
die Hohenburger Straße vor Hochwasser schützen. Je nach Witterung
wird die Baufirma mit dem Abtrag des Erdbodens in der Flutmulde (Höhe
Oberes Schloss) beginnen; das Erdreich wird dann als Baumaterial für
den Damm verwendet. Die Arbeiten werden bis zum Ende des Jahres durchgeführt,
wobei viele Schritte vom Wetter abhängig sind, so Diplomingenieur
Bernd Georgi. Vor Ort ist mit der Bauausführung die Firma Steininger
aus Neunburg vorm Wald - wie bereits beim Bauabschnitt 02 - betraut.
Die Planungsaufgabe hatte das Ingenieurbüro „Bau und Plan“ aus München
mit Andreas Heisch als Zuständigem, die örtliche Bauleitung hat
das Ingenieurbüro Weiß & Partner mit Bauleiter Hans Böckl.
Sollten die Arbeiten so wie geplant verlaufen, werden heuer wohl 80 Prozent
der gesamten Maßnahme abgeschlossen sein. Die restlichen Arbeiten
werden dann im nächsten Jahr vollendet. Baudirektor Schobert und 2.
Bürgermeister Kreisrat Fochtner bedankten sich auch für das große
Verständnis der Anwohner und versprachen, bei Problemen und Schwierigkeiten
stets ein offenes Ohr für die Bürger zu haben.
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| Die augenfälligste Baustelle ist der Bau des Klappenwehrs.- das Fundament wurde vor kurzem betoniert. |
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| Um die Bauarbeiten zum Hochwasserverschluss durchführen zu können, musste die Lauterach umgeleitet werden. |
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| Die kleine Schütze (Hintergrund) wird verschwinden – der Hammerbach verlegt. |