Der Begriff
„Großbaustelle Hochwasserfreilegung“ trifft nun seit einigen Tagen
im wahrsten Sinne des Wortes für die Baumaßnahme in Schmidmühlenzu.
Wurde in den letzten Monaten schwerpunktmäßig im Bereich der
Hammerbrücke beim Anwesen Scheuerer gearbeitet, so sind nun auch die
Arbeiten am linken Lauteracharm im Bereich der Hohenburger Straße
angelaufen. Damit läuft der dritte von vier Bauabschnitten auf Hochtouren.
In diesem Jahr werden rund eine Million verbaut,
so Diplomingenieur Bernd Georgi. Mit 50 Prozent ist auch die Europäische
Union an der Gesamtfinanzierung beteiligt – bis heute wurden etwa vier
Millionen Euro ausgegeben. Trotz des vielen Regens in den letzten Wochen
ist man nach wie vor im Zeitplan.
1.
Hochwasserschutzdamm / Hochwasserverschluss – linker Lauteracharm
Erste
Konturen nehmen mittlerweile die Schutzbauten im Bereich der Hohenburger
Straße an. Hier werden die Häuser durch einen Schutzdamm vor
den Hochwasserfluten geschützt. Eine Mauer ist wird hier nicht gebaut.
Bei
der letzten Marktratssitzung hat der Marktrat beschlossen, den Gehweg entlang
der vielbefahrenen Staatsstraße zu verlängern. Der Damm endet
dann bei einem Hochwasserverschluss, der etwa im hinteren Bereich des oberen
Schlosses gebaut wird.
2. Hochwasserschutzmauer /Hochwasserverschluss – Hammerbrücke – rechter Lauteracharm
Weit
fortgeschritten sind die Bauarbeiten im Bereich der Hammerbrücke (rechter
Lauteracharm). Hier wird noch ein letztes Stück der Hochwasserschutzmauer
gebaut . Beim Hochwasserverschluss direkt beim Anwesen Scheuerer sind die
Betonarbeiten abgeschlossen. Die Verschlusseinrichtungen werden in nächster
Zeit eingebaut, dann ist das Bauwerk fertig. Auch die Hochwasserschutzmauer
ist bis auf ein kleines Reststück fertig. Die Fläche zu den Privatgrundstücken
wird noch verfüllt, dann sind auch diese Arbeiten abgeschlossen. Rechts
neben dem Hochwasserverschluss wird die zukünftige Ausleitung des
„neuen“ Hammerbaches sein. Dieser wird dann durch das Klappenwehr
fließen. Etwa zur Schmidmühlener Kirchweih am ersten Septemberwochenende
wird die Lauterach wieder in ihr altes Bett geleitet und durch den Hochwasserverschluss
fließen. Bevor der Behelfsarm wieder trocken gelegt wird, sind die
Mitglieder des Fischereivereins wieder mit einem Arbeitseinsatz gefordert.
3.
Abschluss
Sehr
zufrieden zeigte sich Bauingenieur Bernd Georgi mit dem bisherigen Verlauf
der Bauarbeiten. Alle beteiligten Firmen und Ingenieurbüros leisten
hervorragende Arbeit, die Zusammenarbeit mit dem Markt Schmidmühlen
klappt bestens. Ein großes Lob gilt auch den unermüdlichen Helfern
des Fischereivereins, die vorbildliches Engagement beim Bergen und Umsetzen
der Fische und Krebse zeigen. Der Dank des Wasserwirtschaftsamtes gilt
auch den Anwohnern für ihre große Geduld und Rücksichtnahme.
Die gesamte Baumaßnahmeliegt
im Finanzrahmen und im Zeitplan, stellte Diplomingenieur Bernd Georgi abschließend
fest.