von Josef Popp
Der lange
Winter hatte den Beginn der diesjährigen Bausaison verzögert,
aber seit einiger Zeit laufen die Arbeiten zur Hochwasserfreilegung des
Marktes Schmidmühlen wieder auf vollen Touren. Dieser vierte und letzte
Bauabschnitt wurde nun von Diplomingenieur Bernd Georgi vom Wasserwirtschaftsamt
Weiden – Servicestelle Amberg vorgestellt. Die Kosten für diesen Bauabschnitt
belaufen sich auf ca. 1,5 Millionen Euro. Beendet wird die gesamte Baumaßnahme
wohl erst im Spätsommer nächsten Jahres.
Im
Zuge der aktuellen Bauarbeiten musste eine 20 kV – Stromleitung verlegt
werden. Diese Maßnahme kombinierte EON damit, die Versorgungsanlagen
zu erneuern. Statt des großen Trafohauses wurde daneben eine kleine,
eher unscheinbare Verteilerstation gebaut. Das alte Trafohaus wird in den
nächsten Wochen abgerissen. Hierwird
später eine Zufahrt zu den Hochwasserschutzanlagen und zur Flutmulde
angelegt. Diese Zufahrt wird aber erst im nächsten Jahr fertig gestellt.
Vorrangig, so Diplomingenieur Bernd Georgi, werden der Hochwasserverschluss
und das Pumpwerk gebaut. Dies hat absolute Priorität, solange es das
sommerliche Wetter ermöglicht, da bei Hochwasser die Baugrube geflutet
werden müsste. Um diese beiden Bauwerke errichten zu können,
musste die Lauterach wieder einmal provisorisch in einen Umleitungsbach
geleitet werden. Später, nach der Fertigstellung , wird die Lauterach
wieder in ihr altes Flussbett geleitet. Die Errichtung der Hochwasserschutzmauern
ist abgeschlossen. Diese letzten Schutzmauern wurden entlang der Zimmerei
Fischer gebaut. Der Schutzmauer schließt sich später ein Damm
an. Entlang dieser Hochwasserschutzmauer führtder
Fünf – Flüsse – Radweg. Soweit es die Hauptbaumaßnahmen
ermöglichen, wird auch am Damm und der Flutmulde weiter gearbeitet.
Die
beteiligten Planungsbüros:
Auf
Grundlage der wasserrechtlichen Entwurfsplanung des Wasserwirtschaftsamtes
Amberg erfolgte die weitere Ausplanung des Vorhabens. Im Rahmen eines EU
– weiten Wettbewerbes erhielten hierfür die Ingenieurbüros Bau
+ Plan aus München mit Weiß und Partner aus Neunburg vorm Wald
als Arbeitsgemeinschaft den Auftrag.
Stahlwasserbau,
Fa. Ritz – Atro Pumpwerksbau, Nürnberg
Das
Bauvorhaben wird im Rahmen einer EU – Förderung kofinanziert.
Die
Baukosten in Höhe von knapp 8 Millionen Euro sind wie folgt aufzuteilen:
Freistaat
Bayern51 Prozent, davon kofinanziert
durch die Europäische Union mit 50 Prozent
Bezirk
Oberpfalz29 Prozent
Markt
Schmidmühlen 20 Prozent
Die
finanzielle Hauptlast an dem Bauvorhaben trägt nach der Europäischen
Union der Bezirk Oberpfalz.
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Hier entsteht ein
kombiniertes Bauwerk bestehend aus zwei Hochwasserverschlüssen und
einer Pumpstation.
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Das alte Trafohaus
– markantes Bauwerk an der alten Vilsbrücke wird in den nächsten
Wochen abgerissen.
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Der Fünf –
Flüsse – Radweg erhielt einen neuen Verlauf und führt innerhalb
der Flutmulde entlang der Hochwasserschutzmauer.
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