Die Hochwasserfreilegung Schmidmühlen;
Bau des Dammes an der Hohenburger Straße (03.08.2006)
 

von Josef Popp

Nachdem vor einigen Wochen die Arbeiten zum vierten Bauabschnitt zur Hochwasserfreilegung in Schmidmühlen (Bereich „Eiserne Brücke“) angelaufen sind, geht es auch im Bereich der Lauterach an Hohenburger Straße vorwärts.

Dort wird mit großem Maschineneinsatz der Schutzdamm gebaut. Vor Ort arbeitet die Firma Steininger aus Neunburg vorm Wald. Derzeit, so Diplomingenieur Bernd Georgi vom Wasserwirtschaftsamt Weiden, Servicestelle Amberg, wird ein Abschnitt von rund 300 Meter Dammlänge gebaut. Nach Fertigstellung wird die Länge des Schutzdammes etwa 500 Meter betragen.

 

Mittlerweile ist auch für den Laien der Dammverlauf gut erkennbar. Dieser hat eine Aufstandsbreite von 20 Metern und eine Kronenbreite von 3 Meter. Die Höhe des Schutzdammes beträgt in diesem Bereich knapp zwei Meter. In Richtung Sportheim wird er etwas flacher ausfallen. Der Deichkörper besteht im Kern aus stabilisierten Erdreich, das überwiegend aus dem Abtragbereiches der Flutmulde stammt, wobei zum Ausformen der Oberfläche normales Erdreich verwendet wird. Daran schließt sich das Auftragen des Mutterbodens an, mit dem bereits begonnen wurde. Der landschaftspflegerische Begleitplan sieht auch eine Bepflanzung des Deiches vor. Dies wird aber erst im kommenden Jahr geschehen.

Zunächst, so Bernd Georgi, soll eine erste Frostperiode abgewartet werden, damit sich auch die Randzonen natürlich setzen können. Zur Häuserseite der Hohenburger Straße hin erfolgt keine Bepflanzung.

Was auf der Dammkrone derzeit wie ein Weg aussieht, wird nach Fertigstellung ein Schotterrasen, der die Dammkrone - zum Beispiel bei Starkregen – vor Abschwemmen schützen soll. Ein Bewirtschaftungsweg wird entlang des Dammfußes verlaufen, der auch von Spaziergängern benutzt werden kann. Die Dammkrone selbst wird auch vereinzelt mit Büschen bepflanzt.

 

Gebaut wird auch im Bereich der Lauterachmündung in die Vils. Hier wird in den nächsten Monaten ein kombiniertes Bauwerk entstehen: Dieses besteht aus zwei Hochwasserverschlüssen mit jeweils 5 Meter lichte Weite und einer Pumpstation. Darüber spannt sich eine Brücke und im Anschluss wird ein Betriebsgebäude erstellt. Die Grundfläche des kombinierten Bauwerkes beträgt etwa 250 Quadratmeter. Derzeit wird die Sohle eingeschalt und das benötigte Eisengeflecht eingearbeitet werden. Bis zum Marktfest soll das Fundament fertig sein; hierzu werden 300 Kubikmeter Beton verarbeitet.

 

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