Die Hochwasserfreilegung Schmidmühlen;
Abschluss des 4. Bauabschnittes (30.12.2006)

 

von Josef Popp

Langsam aber sicher geht die Hochwasserfreilegung in Schmidmühlen ihrem Abschluss entgegen. Läuft alles planmäßig, werden die Arbeiten im Sommer zum Abschluss kommen. So richtete sich beim offiziellen Abschluss der Bauarbeiten für das Jahr 2006 nicht nur der Blick nach zurück, sondern auch auf die nächsten acht Monate.

Zum Abschluss der Bauarbeiten für das Jahr 2006 konnte Bürgermeister Peter Braun neben den Markräten und Rektor Franz Fuchs vor allen den Leiter des Amtes, Ltd. Baudirektor Karl Roth sowie Dr. Hans Weiß und Diplomingenieur Bernd Georgi vom Wasserwirtschaftsamt sowie die Bezirksräte Ingrid Kurz und Richard Gaßner begrüßen. Der besondere Gruß galt auch den Vertretern der beteiligten Planungsbüros und der Baufirma, allen voran dem Polier der Baustelle, Franz Weigl.

Bürgermeister Peter Braun bedankte sich für die vorzügliche Arbeit aller beteiligten Institutionen, Firmen und Ämter. Als vor vier Jahren mit dem Bau begonnen wurde, konnte sich niemand in Schmidmühlen so recht vorstellen, wie das Ortsbild nach dem Abschluss der Freilegung aussehen wird. Mittlerweile wird die weitläufige Flutmulde als eines der Hauptbauwerke nicht nur als Schutzraum gesehen, sondern diene in Schmidmühlen quasi auch als ein kleines Naherholungsgebiet. Die Bauwerke, allen voran die Brücken, die Verschlussbauwerke und der neue Hochwasserschutzdamm fügen sich unauffällig in das Ortsbild ein. Der Dank des Bürgermeisters galt allen Fachleuten, die vor Ort die Baustelle betreuen. Der Leiter des Wasserwirtschaftsamtes, Leitender Baudirektor Karl Roth, konnte angesichts des Baufortschritts bereits einen Hochwasserschutz zusagen. Bis auf den Bereich an der Lauterachmündung in die Vils sind alle wichtigen Bauwerke fertig und betriebsbereit. Der Dank galt auch dem Bezirk Oberpfalz, der die Mehrkosten, die zur ursprünglichen Planung entstanden, mitträgt. Die beiden Bezirksräte, Ingrid Kurz und Richard Gaßner gratulierten dem Markt zu dieser Baumaßnahme. Der Markt Schmidmühlen habe zur richtigen Zeit die richtigen Beschlüsse gefasst. In Zukunft werden derartige Maßnahmen in diesem Verfahren wohl nicht mehr so einfach durchgeführt werden können. Erfreut zeigten sich beide Bezirksräte, dass die Flutmulde der Bevölkerung auch als Erholungsraum dient. Im Zuge der Bauarbeiten wurde die Zufahrtsstraße zum Sportheim verlegt. Diese wurde im Rahmen dieser Abschlussveranstaltung durch die Bezirksräte Richard Gassner, Ingrid Kurz, Karl Roth, Dr. Hans Weiß und Bürgermeister Peter Braun offiziell für den Verkehr freigegeben. (Foto)

 

 

 Große Fortschritte machten in diesem Jahr die Arbeiten zur Hochwasserfreilegung in Schmidmühlen, auch wenn diese weniger augenfällig und spektakulär abliefen. Ein Gebäude musste in diesem Jahr dem Hochwasserschutz weichen – das alte Trafohaus an der „Eisernen Brücke“. Heuer wurden der Hochwasserschutzdamm entlang der Hohenburger Straße und die Flutmulde fertig gestellt. Am so genannten Kombinationsbauwerk im Bereich der Lauterachmündung wird derzeit noch mit Hochdruck gearbeitet. Dieses besteht aus zwei Hochwasserverschlüssen mit jeweils 5 Meter lichte Weite und einem Schöpfwerk. Dieses soll im kommenden Jahr – ebenso die Brücke über das Bauwerk bzw. über die Lauterach – fertig gestellt werden.

Abgeschlossen wurden die Bauarbeiten zum Bau des Schutzdammes. Er hat eine Länge von 500 Meter. In diesem Zusammenhang musste auch die Zufahrt zum Sportheim verlegt werden. Der Dammverlauf ist gut erkennbar, er fügt sich gefällig in das Ortsbild ein. Der Damm hat eine Aufstandsbreite von 20 Metern und eine Kronenbreite von 3 Meter. Die Höhe des Schutzdammes beträgt in diesem Bereich knapp zwei Meter. In Richtung Sportheim fällt er etwas flacher aus. Der Deichkörper besteht im Kern aus stabilisiertem Erdreich, das überwiegend aus dem Abtragbereiches der Flutmulde stammt, wobei zum Ausformen der Oberfläche normales Erdreich verwendet wurde.

Der landschaftspflegerische Begleitplan sieht auch eine Bepflanzung des Deiches vor. Ein neues Gesicht haben auch die beiden Lauteracharme unterhalb der Behelfsbrücken bekommen. Hier wurde das Ufergelände abgesenkt. Diese Maßnahme soll bewirken, dass zuströmende Hochwasser frühzeitig in die Flutmulde geleitet werden können. In diesem Zusammenhang wurde auch der Einlauf des Schlegelgrabens neu gestaltet. trägt nach der Europäischen Union der Bezirk Oberpfalz.

 

Auf das Kombinationsbauwerk mit Schöpfwerk wird später eine Brücke integriert – Struktur des Gebäudes ist schon gut zu erkennen

 

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