Die Hochwasserfreilegung Schmidmühlen;
Endspurt – ein Zwischenbericht (16.04.2007)
von Josef Popp
Mit großen Schritten geht die
Hochwasserfreilegung von Schmidmühlen dem Ende zu.
Eine wichtige Maßnahme war die Zurückleitung
der Lauterach in ihr altes
Flussbett unterhalb der Zimmerei Fischer. Hier musste im Spätsommer letzten Jahres
ein Umleitungsbach gegraben werden, um das Multifunktionsschutzwerk bauen zu
können. Letztmalig rückten Mitglieder des Fischereivereins Schmidmühlen an um
die Fische aus dem Umleitungsbach zu bergen und in die Lauterach
um zu setzen. Wiederum konnten neben den Forellen und einigen Äschen auch
Flusskrebse, Bachneunaugen und Mühlkoppen in großer Zahl geborgen werden.
Nach Abschluss der verschiedenen
Umsetzmaßnahmen kann ökologisch eine äußerst positive Bilanz insbesondere mit
Blick auf die Bachneunaugen und die Mühlkoppen gezogen werden. Beide Fischarten
stehen auf der sogenannten „Roten Liste“,
in der bedrohte Tierarten geführt werden. Die akribischen Zählungen des
Fischereivereins haben gezeigt, dass die Lauterach für beide Tierarten ein echtes Refugium
darstellt. Der Bestand in beiden Lauteracharmen darf auf mehrere tausend der
beiden Arten festgesetzt werden. Der Rekord bei der letzen Umsetzaktion war
eine Bachforelle mit knapp 50 Zentimeter.
Nach dem
Trockenlegung des Umleitungsbaches folgte die Flutung des neuen
„alten“ Flussbettes. Kurz vor der Mündung fließt die Lauterach nun auch durch das Multifunktionsgebäude. Die
Umleitung erfolgte problemlos. Davon überzeugten sich auch vor Ort 2.
Bürgermeister Karl Fochtner und Diplomingenieur Bernd
Georgi vom Wasserwirtschaftsamt. Derzeit wird im Bereich des Autohauses Segerer eine Schutzmauer gebaut, die dann in Höhe des
Feuerwehrgerätehauses in einen
Schutzdamm übergeht. Im Bereich des Multifunktionsbauwerkes werden noch
die entsprechenden Zufahrten und die fehlenden Dämme gebaut.
Den Abschluss werden dann im Spätsommer noch umfangreiche Pflanzungen im gesamten Bereich der Baumaßnahme bilden.
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umfangreiche Erdarbeiten sind heuer noch nötig
– wie hier beim Zuschütten des Umleitungsbaches |
Die Lauterach fließt
endgültig wieder in ihrem alten Arm und somit durch das letzte große
Schutzbauwerk vor der Einmündung in die Vils – durch das
Multifunktionsschutzwerk |