Die Hochwasserfreilegung Schmidmühlen;
Historische Nachbauten von H. Michael Koller (11.02.2008)
von Josef Popp
Einen informativen und
unterhaltsamen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen organisierten die Sportschützen
für die Senioren und Seniorinnen der Pfarrei St. Ägidius. Einmal im Monat ist
dieser Seniorennachmittag der Pfarrei, den in der Regel die KAB organisiert.
Nicht zum ersten Mal, aber
dafür nach längerer Pause übernahmen die Sportschützen Schmidmühlen diesen
Nachmittag. Schützenmeister Josef Popp begrüßte neben den rund 50 Senioren auch
Pfarrer Georg Braun, Schwester Antholiana sowie Bürgermeister Peter Braun. Der
besondere Gruß galt aber Diplomingenieur Bernd Georgi und Mitarbeiter Alfred
Hummel vom Wasserwirtschaftsamt Weiden. Schützenmeister Josef Popp stellte kurz
den Schützenverein vor. Mit 140 Mitgliedern, etwa 30 aktiven Schützen, einer
großen Jugendgruppe und dem vor 15 Jahren fertiggestellten Schützenheim
(errichtet mit rund 14 000 Arbeitsstunden) sei man voll und ganz zufrieden und
blicke zuversichtlich in die Zukunft.
Für diesen
Seniorennachmittag konnte Josef Popp Diplomingenieur Bernd Georgi vom
Wasserwirtschaftsamt Weiden für einen Vortrag über die Hochwasserfreilegung
gewinnen. Diese steht nun vor dem Abschluss. Diplomingenieur Bernd Georgi
stellte detailliert und gut verständlich die umfangreiche Baumaßnahme vor. Die
Kosten belaufen sich auf etwas mehr als 9 Millionen Euro, die auf verschiedene
Schultern verteilt werden. Ausgangspunkt für die Planungen sei das
hundertjährliche Hochwasser gewesen, das letztmals den Markt Schmidmühlen im
Jahr 1909 heimsuchte. Bernd Georgi stellt anhand verschiedener
Planungsunterlagen die Entwicklung und die Durchführung der Baumaßnahme vor,
bei der schrittweise Brücken, Schutzräume, Straßen, Dämme und Schutzmauern
sowie verschiedene Bauwerke wie Hochwasserverschlüsse oder das Schöpfwerk gebaut
wurden. Im April etwa erfolgt die Anpflanzung, im Juli ist der offizielle
Abschluss mit einem Festakt geplant.
Ein besonderes Schmankerl
hatte Ortsheimatpfleger Michael Koller zu diesem Seniorennachmittag in das
Schützenheim mitgebracht. Er baute maßstabsgetreu das obere Tor, Teil der
Befestigungsanlage aus dem 15. Jahrhundert sowie das ehemalige Fochtneranwesen,
das im Zuge der Hochwasserfreilegung abgerissen wurde, nach. Eine wirklich
exzellente Arbeit, die mit viel Beifall der anwesenden Senioren bedacht wurde.
