Die Hochwasserfreilegung Schmidmühlen;
Vom Arbeitsgerät zum Kunstwerk - Mühlrad ins "Großatelier" abtransportiert   

(08.05.2008)

 von Josef Popp

 

Nur wenigen Arbeitsgeräten ist es vergönnt, einmal zu einem Kunstwerk umgearbeitet und so weiter bestehen zu können. Dem vorletzten Mühlrad von Schmidmühlen wird dies in den nächsten Wochen und dann noch hoffentlich viele Jahrzehnte  vergönnt sein.

Nachdem es vor etwa einem Vierteljahr als Mühlrad ausgedient hatte, und in einer durchaus spektakulären Aktion ausgebaut wurde, überließ die Familie Karl Böhm als Eigentümer dankenswerterweise das Mühlrad dem Heimatmuseum bzw. dem Markt Schmidmühlen. Ursprünglich sollte das Mühlrad im Ortskern aufgestellt werden. Doch dann kam alles ganz anders.

 

Als vor einem Monat Künstler eingeladen wurden, im Zuge der Ausschreibung ein Kunstwerk für die Flutmulde zu entwerfen, griff der renommierte Künstler Klaus Caspers aus Regensburg die Idee auf, das in der Flutmulde zwischengelagerte Mühlrad als Kunstwerk mit zu verwenden. Im Rahmen eines Kolloquiums entschied sich dann auch das Entscheidungsgremium für den Vorschlag von Klaus Caspers. Diesem Entwurf stimmte auch der Marktrat zu. Mittlerweile haben die verschiedenen Vorarbeiten auch seitens des Wasserwirtschaftsamtes Weiden begonnen, um das Aufstellen vorzubereiten.

Am Donnerstagabend wurde nun das Mühlrad mithilfe des Krans der Firma Fischer aus Schmidmühlen auf einen Tieflader gehoben und nach Regensburg in ein „Großatelier“ abtransportiert. Bei der Verladeprozedur waren auch der Künstler Klaus Caspers und Diplomingenieur Bernd Georgi vom Wasserwirtschaftsamt Weiden anwesend. In Regensburg wird nun das Mührad in den nächsten Wochen gereinigt und zu einem Kunstwerk umfunktioniert. Etwa Mitte Juli – pünktlich zur offiziellen Einweihung – wird das Mührad dann in der Flutmulde (etwa in Höhe des Oberen Schlosses) aufgestellt. Der offizielle Abschluss der Hochwasserfreilegung wird dann im August im Rahmen des Marktfestes sein

 

 

 

Unter dem Mühlrad die grüne Flutmulde – hinter ihm das Zieglerschloss -

Ein Kran und eine Sperrung des Fünf –Flüsse – Radweges waren notwendig, um das zukünftige Kunstwerk auf einen Tieflader zu verladen

 

 

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