Voll im Gang sind seit einigen Wochen nun die Bauarbeiten zur Hochwasserfreilegung.
Mittlerweile wurde die Brücke über den rechten Lauteracharm und
damit die Zufahrt nach Hohenfels gesperrt, Fußgänger können
das Viertel mit der Schule und Friedhof über einen Behelfsweg erreichen.
Bei einem Ortstermin informierte Diplom Ingenieur Bernd Georgi Vom Wasserwirtschaftsamt
mit einem Mitarbeiter und mit Vertretern der Baufirmen zweiten Bürgermeister
Karl Fochtner über den Bauvorschritt.
Brücke wird später abgerissen
Etwas "für das Auge" sind die derzeitigen Bauarbeiten im Bereich der alten Lauterachbrücke an der Kreuz-bergstraße. Bereits wenige Tage nach Baubeginn wurde das alte Fochtneranwesen abgerissen. Als nächstes Bauwerk wird die Brücke aus dem Ortsbild verschwinden. Bis es so weit ist, setzt, wird es allerdings noch einige Zeit dauern. Derzeit sind die Firma Donhauser aus Schwandorf (Neubau der Brücke) die Firma Scheibinger aus Sinzing (Abbrucharbeiten) und die Firma Lachner aus Stützengrün (Bau der Behelfsbrücken) vor Ort.
Auf Grund der Bodenbeschaffenheit- im derzeitigen Baustellenbereich befindet sich eine fünf meter starke, nicht tragfähige Bodenschicht- muss die Gründung der geplanten Pfeiler und Widerlager im Kalkstein eingebunden werden, so Georgi. Die jetzt bestehende Brücke wird dann abgerissen und durch eine Doppelbogenbrücke ersetzt, an die sich eine Spannbetonbrücke anschließen wird. Zurzeit werden die Bohrungen für die "Pfähle", auf der die neue Spannbetonbrücke stehen wird, vorgenommen.
Sind die Arbeiten in diesem Bereich abgeschlossen - das wird in zwei
Wochen sein -, wird die Lauterach übergangsweise in einem Teilbereich
in eine Behelfsmulde umgeleitet. Georgi versicherte, es sei das Anliegen
des Wasserwirtschaftsamtes, das "Ökosystem Lauterach" auch in diesem
Bereich zu erhalten.
So werde jedes Lebewesen - ob Fisch oder Krebs, ob Mühlkoppe oder Edelfisch - geborgen und umgesetzt Hier wird auch der örtliche Fischereiverein mitarbeiten. Erst wenn dies abgeschlossen ist, werden die Bohrungen im Bereich der alten Brücke aufgenommen. Etwa Ende Juli werden diese Arbeiten abgeschlossen.
Mit Hochdruck arbeitet derzeit die Firma Lachner aus Stützengrün
aus der Fertigstellung der Behelfsbrücken. Nachdem der Fußweg
über die Lauterach im Bereich des oberen Schlosses bereits fertig
ist (in den nächsten Tagen wird er noch asphaltiert), werden jetzt
die Zufahrtsbrücken im Bereich der Hohenburger Straße fertig
gestellt. Diese sind aber nur für den Baustellenverkehr zugelassen.
Beeinträchtigungen minimieren
Laut Georgi ist man weitgehend im Zeitplan. Durch das Entgegenkommen der US Army, die ausgewählten Baustellenfahrzeugen die Durchfahrt durch den Truppenübungsplatz genehmigte, konnte vermieden werden, dass Schwerlastfahrzeuge durch das Orts-innere fahren mussten. Das Wasserwirtschaftsamt ist in enger Zusammenarbeit mit dem Markt bemüht, die. Beeinträchtigungen für die Bürger so gering wie möglich zu halten, so Georgi und Fochtner. So wird auf Anregung vieler Bürger der fahren mussten.
Das Wasserwirtschaftsamt ist in enger Zusammenarbeit mit dem Markt bemüht,
die. Beeinträchtigungen für die Bürger so gering wie möglich
zu halten, so Georgi und Fochtner. So wird auf Anregung vieler Bürger
der Behelfsweg zur Schule in den nächsten Tagen asphaltiert und eine
behelfsmäßige Beleuchtung aufgebaut.
Ein Stück Geschichte
Abschied vom kleinen Gasserl
Mit den derzeitigen Bauarbeiten zur Hochwasserfreilegung wird auch ein Stück Geschichte verschwinden: das Gasserl. So wird im Volksmund die Abkürzung von Lauterachbrücke zur Schule genannt Viele Schmidmühlener Schülergenerationen benutzen diesen Weg zur Schule, die in den 60er Jahren in der jetzigen Dr.-Pfab-Straße gebaut wurde.
Oh wurden gute wie schlechte Noten im Schulranzen durchs Gasserl getragen oder mit Freudensprünge bei Ferienbeginn nach Hause gehüpft, heimlich schnell eine Zigarette geraucht oder einem hübschen Mädchen schöne Augen gemacht.
Damit, ist es jetzt endgültig vorbei. Schade. Das Gasserl gehört jetzt der Vergangenheit an.