Als nächstes fällt die Brücke
Im Zuge der Hochwässerfreilegung in Schmidmühlen einen Arm der Lauterach umgeleitet
Die Bauarbeiten zur Hochwasserfreilegung in Schmidmühlen begannen mit einer spektakulären Maßnahme, denn der rechte Lauteracharm im Bereich der Lauterachbrücke musste abgesperrt und das Wasser in einen "Behelfsarm" umgeleitet werden.
Mittlerweile hat sich die Verkehrssituation im Bereich der Baustelle
nach der Sperrung der Lauterachbrücke wieder etwas eingependelt. Die
Behelfsbrücken sind fertig gestellt, der provisorische Fußweg
zur Schule und zum Friedhof asphaltiert, die Parkplätze im Oberen
Schloss und auch im Bereich der Wiese sind ausgewiesen.
Nicht tragfähig
Als erstes markantes Gebäude wurde das Fochtner-Anwesen abgerissen, als nächstes folgt die Lauterachbrücke. Bis es soweit ist, wird es allerdings noch einige Zeit dauern. Derzeit arbeitet mit der Firma Donhauser aus Schwandorf (Neubau der Brücke) nur noch eine Baufirma vor Ort, die Firma Scheibinger aus Sinzing (Abbrucharbeiten) und die Firma Lachner aus Stützengrün (Bau der Behelfsbrücken) sind abgezogen.
Aufgrund der Bodenbeschaffenheit - im derzeitigen Baustellenbereich
befindet sich eine fünf Meter starke nicht tragfähige Bodenschicht
- muss die Gründung der geplanten Pfeiler und Widerlager im Kalkstein
eingebunden werden.
Eine Doppelbogenbrücke
"Alles verläuft planmäßig", meint dazu der verantwortliche Bauingenieur Bernd George. Bisher sind für die zwei mittleren Pfeiler der zukünftigen Spannbetonbrücke die Fundamente gesetzt. Ebenso fertig gestellt ist die Gründung für das Übungsplatz seitige Widerlager. Die jetzt bestehende Brücke wird dann abgerissen und durch eine Doppelbogenbrücke ersetzt, an die sich eine Spannbetonbrücke anschließen wird.
Um die weiteren Bohrungen vornehmen zu können, musste der rechte
Lauteracharm in ein Behelfsbett umgeleitet werden. Hierzu wurde der Lauteracharm
in Höhe des Oberen Schlosses mit einem Damm versperrt und das Wasser
in eine Behelfsmulde umgeleitet.
Mit großem Bohrgerät
Nach der Bergung des Fischbestandes am Wochenende durch den Fischereiverein
(wir berichteten) werden jetzt die letzten Bohrungen für die Gründungen
der Fundamente vorgenommen. Hierzu wird der alte Lauteracharm teilweise
aufgeschüttet, um für die anstehenden Arbeiten eine sichere Arbeitsplattform
zu haben. So wird in den nächsten Tagen das große Bohrgerät
wieder an der Baustelle im Einsatz sein.