Die Hochwasserfreilegung Schmidmühlen
( Bericht der Amberger Zeitung vom 11.07.2003 /Amberger Nachrichten vom 09.07.2003 )

Als nächstes fällt die Brücke

Im Zuge der Hochwässerfreilegung in Schmidmühlen einen Arm der Lauterach umgeleitet

Die Bauarbeiten zur Hochwasserfreilegung in Schmidmühlen begannen mit einer spektakulären Maßnahme, denn der rechte Lauteracharm im Bereich der Lauterachbrücke musste abgesperrt und das Wasser in einen "Behelfsarm" umgeleitet werden.

Mittlerweile hat sich die Verkehrssituation im Bereich der Baustelle nach der Sperrung der Lauterachbrücke wieder etwas eingependelt. Die Behelfsbrücken sind fertig gestellt, der provisorische Fußweg zur Schule und zum Friedhof asphaltiert, die Parkplätze im Oberen Schloss und auch im Bereich der Wiese sind ausgewiesen.
 
 
 


 
 
 

Nicht tragfähig

Als erstes markantes Gebäude wurde das Fochtner-Anwesen abgerissen, als nächstes folgt die Lauterachbrücke. Bis es soweit ist, wird es allerdings noch einige Zeit dauern. Derzeit arbeitet mit der Firma Donhauser aus Schwandorf (Neubau der Brücke) nur noch eine Baufirma vor Ort, die Firma Scheibinger aus Sinzing (Abbrucharbeiten) und die Firma Lachner aus Stützengrün (Bau der Behelfsbrücken) sind abgezogen.

Aufgrund der Bodenbeschaffenheit - im derzeitigen Baustellenbereich befindet sich eine fünf Meter starke nicht tragfähige Bodenschicht - muss die Gründung der geplanten Pfeiler und Widerlager im Kalkstein eingebunden werden.
 

Eine Doppelbogenbrücke

"Alles verläuft planmäßig", meint dazu der verantwortliche Bauingenieur Bernd George. Bisher sind für die zwei mittleren Pfeiler der zukünftigen Spannbetonbrücke die Fundamente gesetzt. Ebenso fertig gestellt ist die Gründung für das Übungsplatz seitige Widerlager. Die jetzt bestehende Brücke wird dann abgerissen und durch eine Doppelbogenbrücke ersetzt, an die sich eine Spannbetonbrücke anschließen wird.

Um die weiteren Bohrungen vornehmen zu können, musste der rechte Lauteracharm in ein Behelfsbett umgeleitet werden. Hierzu wurde der Lauteracharm in Höhe des Oberen Schlosses mit einem Damm versperrt und das Wasser in eine Behelfsmulde umgeleitet.
 


 
 
 

Mit großem Bohrgerät

Nach der Bergung des Fischbestandes am Wochenende durch den Fischereiverein (wir berichteten) werden jetzt die letzten Bohrungen für die Gründungen der Fundamente vorgenommen. Hierzu wird der alte Lauteracharm teilweise aufgeschüttet, um für die anstehenden Arbeiten eine sichere Arbeitsplattform zu haben. So wird in den nächsten Tagen das große Bohrgerät wieder an der Baustelle im Einsatz sein.
 

 
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