Bezirkstagspräsident Schmid besichtigt Schmidmühlener Baustelle "Hochwasserfreilegung"
Bei einem Ortstermin informierte sich der Präsident des Oberpfälzer Bezirkstages Rupert Schmid über den Stand der Hochwasserfreilegung in Schmidmühlen. Der Bezirkstagspräsident ist oberster Bauherr der Hochwasserfreilegung in Schmidmühlen, da es sich bei der Lauterach um ein Gewässer zweiter Ordnung handelt. Damit ist der Bezirk für das Gewässer zuständig.
Bei der Besichtigung dabei waren der Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Baudirektor Günter Schobert, Bürgermeister Peter Braun. Diplomingenieur Bernd Georgi sowie Alfred Hummel vom WWA Amberg. Viel ist geschehen seit dem Spatenstich am 17. April dieses Jahres. Davon konnte sich der Bezirkstagspräsident überzeugen. Bei der Hochwasserfreilegung handelt es sich um ein Vorhaben des Bezirkes Oberpfalz unter der Baudirektor Günter Schobert und Diplom Bernd Georgi informierten Bürgermeister Braun und Bezirkstagspräsidenten Schmid (von links.) Beteiligung des Marktes Schmidmühlen gefördert vom Freistaat Bayern und kofinanziert von der Europäischen Union. Für den Markt Schmidmühlen ist dies ohne Zweifel ein Jahrhundertbauwerk, immerhin belaufen sich die Gesamtkosten auf 7,5 Millionen Euro, die auf verschiedene Schultern verteilt werden. Die Baukosten selbst belaufen sich auf 6,25 Millionen Euro. Die Baumaßnahme wird vom Wasserwirtschaftsamt Amberg fachlich betreut und beaufsichtigt. Der erste Bauabschnitt, dessen Ausführung derzeit ansteht, ist mit 2,0 Millionen Euro finanziert. Baudirektor Günter Schobert und Diplomingenieur Georgi informierten den Bezirkstagspräsidenten über die bisherigen wesentlichen Bauarbeiten. So wurden Behelfsbrücken und stege errichtet, ein ehemaliges landwirtschaftliches Anwesen (Fochtneranwesen) abgerissen, ein Teil des Lauterracharmes in eine Behelfsflutmulde umgeleitet, durch den Fischereiverein rund tausend Fische aus diesem Bereich umgesetzt, die alte Lauterachbrücke abgerissen und schließlich mit dem Bau der Doppelbogenbrücke und der daran sich anschließenden Spannbetonbrücke sowie der Hochwasserschutzmauern begonnen. Diese letztgenannten Arbeiten stehen derzeit an und werden noch bis Ende des Jahres dauern.
Wie Bernd Georgi vom Wasserwirtschaftsamt erklärte, werden im oberen Bereich (altes Torbogenhaus bis etwa Raiffeisenbank) zwei Schutzmauern errichtet, wobei die niedrige Ufermauer mit Natursteinen gemauert und die grundstücksseitige etwas höhere Hochwassermauer eingegrünt wird. Zurzeit werden die Fundamente bzw. die Schutzmauern eingeschalt, bewehrt und betoniert. Erste Abschnitte der Hochwasserschutzmauern sind bereits sichtbar. Wenn die Mauern fertig gestellt sind, werden die Bereiche Anliegerseitig wieder verfüllt und die Gärten wieder hergerichtet.
Dabei würdigten die Vertreter des Wasserwirtschaftsamtes ausdrücklich das gute Miteinander mit den Anliegern. Diese waren in den letzten Wochen wegen der Lärmintensiven Bohrungen sehr beansprucht worden. Diese Arbeiten sind für heuer vorbei. Etwas ruhiger – zumindest was derzeit den Baulärm anbelangt – geht es beim Bau der beiden Brücken über die Lauterach (Doppelbogenbrücke) und Spannbetonbrücke (Flutmulde) zu. Für alle Brücken sind die Fundamente fertig gestellt .
Derzeit werden Einschalungsarbeiten ausgeführt. Nach der Fertigstellung
wird es übrigens möglich sein, über einen Treppenabgang
in die Flutmulde zu kommen. Vorbereitet wird auch ein Standort für
ein Kunstwerk. Hier sicherte der Bezirkstagspräsident zu, dass bei
dieser Maßnahme nicht das Sprichwort "Wer zahlt, schafft an" gilt,
sondern die Auswahl bleibt dem verantwortlichen Gremium im Markt Schmidmühlen
überlassen. Abschließend zeigte sich Schmid davon überzeugt,
dass sich die derzeit laufende Maßnahme - Brücken- und Schutzmauernbau
- harmonisch in das Ortsbild einfügen wird. Lob und Anerkennung gab
es vom Bezirkstagspräsidenten schließlich auch für die
bisher geleisteten Arbeiten.