20 Jahre D-CZ Zusammenarbeit - eine D-CZ Erfolgsgeschichte (1996-2016)

„Warum sollen wir weite Umwege in Kauf nehmen? Lasst uns einfach Brücken  schlagen, zwischen uns und anderen, damit wir uns bequem erreichen können,  damit wir alte Kontakte aufrechterhalten und neue aufnehmen können“.                                               Helmut Walch, München

"Proč bychom se měli smířit s oklikami? Jednoduše postavme mosty mezi námi a ostatními, abychom měli k sobě blíž, mohli dál rozvíjet stará přátelství a navazovat nová." Übersetzung: Dr. Leos Houska, Praha

Wir stellen uns vor

Im Dezember 1998 fand in Altenstadt a. d. Waldnaab die Gründungsversammlung für einen Förderverein statt, der sich zur Aufgabe gestellt hat, die Beziehungen der Schüler und Lehrer an den Grund-, Haupt- und Förderschulen zwischen Nürnberg und Prag und darüber hinaus zu fördern. Basis der Zusammenarbeit war die Goldene Straße und friedliche Zeit eines Kaiser Karl IV. aus dem Hause Luxemburg. Gegründet wurde der Förderkreis Deutsch-Tschechische Schulen zwischen Nürnberg und Prag e. V.. Da dessen Zielvorstellungen zu 100 Prozent umgesetzt waren, fand im März 2009 eine  Umwandlung und Namensänderung in den "Förderverein Goldene Straße " statt.

1. Vorsitzender: Rainer Christoph, 92637 Weiden ( e-mail  Rjchristoph(at)t-online(dot)de )
2. Vorsitzender: Reinhold Zapf, Danziger Str. 17   

D-92660 Neustadt/WN

Schriftführer: Manfred Patzelt, Hauptstraße 63, 92242 Hirschau - Kassier: Alfons Barth, Lobkowitzerstraße 2, 92665 Altenstadt/WN

1989/90 kam es zu den ersten Begegnungen auf der Goldenen Straße zwischen Bärnau/ Oberpfalz und dem tschechischen Tachov. Über den 1996/97 gegründeten Förderkreis D-CZ Schulen zwischen Nürnberg und Prag e.V. (FöDTSCH) entstand ein europäisches Brückenprojekt, das die Verbindungen der Länder:

Luxemburg – Deutschland- Tschechische Republik - Polen (Wojwodschaft Niederschlesien)  neu belebte.

Unsere Ziele

 

Vorbemerkung und Blick in die Zukunft

Okkupation, Krieg, Vertreibung und Zwangsherrschaft haben grundlegende jahrhundertelange mitteleuropäische Gemeinsamkeiten unwiderruflich zerstört. Dennoch gibt es Hoffnungsträger auf beiden Seiten: das sind die Sudetendeutschen selbst, die mit viel Elan zusammen mit Tschechen in ihrer alten Heimat Kirchen und Klöster erneuern, das sind die vielen Kontakte von Schulen und Lehrern, die sich um ein offenes Miteinander bemühen. Die Volksdiplomatie hat vieles zuwege gebracht, das weiter oben noch nicht gelungen ist.

Kultureller und wirtschaftlicher Austausch - ein Paradebeispiel, die Bayerisch-Böhmischen Kultur- und Wirtschaftstage in Weiden - ist möglich. Die gemeinsame Rückkehr Bayerns und Böhmens in eine neue europäische Mitte hat jedoch noch einen weiten Weg vor sich. Einen gemeinsamen Weg aber kann es nur geben, wenn beide Völker sich ihrer Schuld bewusst sind und diese auch offen zugeben. Uralte und neue Wunden müssen verbunden werden und heilen. Mit einer Lüge kann es keine Zukunft geben, dass muss allen Beteiligten klar sein. Und in der Wahrheit leben, heißt nicht - so Roman Herzog am 29. April 1997 vor dem tschechischen Parlament - „die Fehler der eigenen Seite gegen die andere aufzurechnen". Das Geheimnis der Erlösung heißt Erinnerung, lautet eine jüdische Weisheit. Das Geheimnis der Versöhnung heißt Vergebung und deshalb müssen wir uns erinnern, als Verpflichtung für ein „Nie mehr wieder".

Nur wer unsere lange und gemeinsame Geschichte kennt, weiß, dass sich Deutsche und Tschechen nicht gleichgültig sein dürfen. Daran wollen wir weiter arbeiten.

Wen und was wollen wir auf deutscher und tschechischer Seite ansprechen?

> Orte entlang der "Goldenen Straße" zwischen Bärnau  und Nürnberg und der Weiterführung an der Route der Via Regia zwischen Nürnberg- Neustadt/Aisch, Mainbernheim, Kitzingen, Würzburg, Aschaffenburg, Hanau bis Frankfurt a. Main

> Orte an der Trasse der "Via Carolina" zwischen Nürnberg und Waidhaus

> Orte  im ehemaligen "Neuböhmen" während der Regierungszeit des Deutschen Kaisers und böhmischen Königs Karl IV. aus dem Hause Luxemburg

> Orte am alten Kaiserweg in Tschechien, in Luxemburg und an der alten Handelsstraße von Praha (Prag) über Königsgrätz,    Nachod -Grenzübergang in die Wojwodschaft Niederschlesien( Polen) Kudowa Zdroj (Bad Kudowa), Klotzko (Glatz), Zabkowice SL (Frankenstein), Niemzca (Nimptsch) nach Wroclav (Breslau), die Spur des Böhmischen Löwen durch die Wojwodschaft Niederschlesien führt von Breslau aus über Legnica (Liegnitz) nach Görlitz und Bautzen.

Aus einem Kunstwettbewerb

Brauchtum aus Hersbruck

> Weitergearbeitet wird an den Begegnungen zwischen den Schulen an der Goldenen Straße. Ziel ist es, über Lehrerfortbildungen D-CZ Projekte in der Region vorzubereiten um diese an interessierten Partnerschulen durchzuführen.

> Tangiert von diese Projekten wurden bislang in Mittel- bzw. Oberfranken, Unterfranken, der Oberpfalz, Niederbayern, Konstanz, Tschechien, Luxemburg und Polen über 100 Grund-, Mittel- ,Real- und Förderschulen.  Alle Schulen, die Interesse haben, sind zur Mitarbeit eingeladen.

>  Möglichkeiten suchen, Chancen nutzen, damit die Goldene Straße - als historische Route seit dem 14. Jahrhundert bekannt- als Tourismusstraße offiziell anerkannt wird. Hier benötigen wir die Unterstützung vieler Einrichtungen. Hier bitten wir um Unterstützung von außen.

Förderverein  Goldene Straße

e-mail Adresse
                      Rjchristoph(at)t-online.de 

 Unser Partnerverein in Tschechien

Vorsitzender 4.von rechts pan Vaclav Peterik, Stellvertreter kniend, erster von links, Frantisek Rejzek, Drozdov.

Obc.sdruzeni ucitelu-Zlata stezka

Obc.sdruzeni ucitelu-Zlata stezka- Förderverein CZ-D Lehrer an der Goldenen Straße

Dieser Verein wurde 2007 bei einem Treffen anlässlich der Landesausstellung Bayern und Böhmen in Zwiesel gegründet.

1.Vorsitzender ist Pan Vaclav Peterik, Stribro

2010 organisiert der Förderkreis den D-CZ-PL-Lux Kunstwettbewerb 700 Jahre Hochzeit Jan Luxemburg und Elska Premyslovna in Plzen. Alle Projekte des deutschen Partnervereins werden von der Cz Partnerorganisation unterstützt und mitfananziert.

Ehrungen für Mitglieder des Fördervereins :

2001 EUERGIO EGRENSIS Wissenschaftspreis für grenzüberschreitende Zusammenarbeit für Rainer Christoph (Altenstadt/WN)

Folgende Mitglieder aus unseren D CZ Fördervereinen erhielten den Brückenbauerpreis für langfristige deutsch-tschechische Zusammenarbeit des Bay.Böhm. Zentrums in Schönsee:

2008 Rainer Christoph für den Förderkreis Deutsch-Tschechischer Schulen zwischen Nürnberg und Prag e.V., Altenstadt an der Waldnaab (jetzt Förderverein Goldene Straße e.V.)

2010 Oceněnými pro rok 2010  Karin Holl, Weiden, Václav Peteřík, Schulleiter in Stříbro, Edmund Stern, Schulleiter a. D. in Zwiesel

2012 Herbert Baumann für den Förderverein Wallfahrtskirche Maria Kulm e.V. (Weiden)

2013 Klaus Rückerl, Lehrer und Petr Liška, Schulleiter für das Partnerprojekt der Grund- und Mittelschule Tiefenbach mit der Grundschule Štěnovice

2017 Grund- und Mittelschule Altenstadt/Waldnaab zusammen mit der ZS Kladruby