„Grenzüberschreitend pilgern auf der Goldenen Straße von Prag und Nürnberg“

Hinweis:

Die Fortsetzung des Weges (ab Neustadt  bis Nürnberg) ist für das Jahr 2017 bis Nürnberg geplant.

Für die erste Etappe von Prag bis Pilsen vom 29. April – 7. Mai 2017 werden noch 2- 3  Pilger gesucht. Ausgangspunkt ist das faszinierende Benediktinerinnenkloster Bila Hora auf dem Weißen Berg. Zur Einstimmung sind dabei zwei Übernachtungen eingeplant.

In zwei weiteren Etappen ist die Fortsetzung des Weges (über Stribro/Mies, Tachov/Tachau, Bärnau, Weiden, Sulzbach-Rosenberg bis Nürnberg ) vom 17. 9. – 1. 10. 2017 geplant.

 Nähere Auskünfte und Anmeldungen beim Reiseveranstalter und der Pilgerführerin Dr. Dorith Müller. e-mail: dorith(dot)mueller(at)web(dot)de oder  Zuzana Finger e-mail: Finger(at)sudeten(dot)de

1.Etappe: Prag  - Pilsen 2017

 Grundgedanke: Der Jakobsweg - historisch, spirituell und Begegnungen suchend

 

und am Ende der Seite Böhmische Gaumenfreuden am Jakobs-Pilgerweg der Goldenen Straße , denn Pilgern muss nicht Fasten bedeuten.

Der Jakobsweg in Böhmen ist noch wenig bekannt. Im Mittelalter nutzten die Pilger aus Sicherheitsgründen gerne die bestehenden Handelswege; man kann davon ausgehen, daß dies auch in Böhmen so war und sie auf der Goldenen Straße, der via regia Karl IV. (heute Cia Carolina) in Richtung Santiago zogen. 

 Der Weg der ersten beiden Etappen, der die Städtchen an der Goldenen Straße verbindet, führt durch landschaftlich abwechslungsreiche Regionen: Nadel- und Mischwälder wechseln ab mit Feldern und Wiesen, die sich in die hügelige Landschaft schmiegen. Hier erleben die Pilger aus einer ganz andren Perspektive, wie die üblichen Touristen einen Eindruck von unserem Nachbarland jenseits der größeren Städte. Unterwegs werden einzelne Mosaiksteine der böhmischen Geschichte mit alle ihren Höhen und Tiefen beleuchten werden. Raum für Natur und Stille sowie spirituelle Impulse gehen daneben einher. Bei der Begegnung mit tschechischen Gesprächspartnern entwickeln  sich erfahrungsgemäß im kleinen Kreis intensive Diskussionen. Unter diesem Aspekt werden persönlicher Austausch und Erzählen möglich. Es kommt zu Fragen, Antworten, Nachfragen und Verstehen mit dem Ziel, dass Schillers böhmische Dörfer, eben keine „Böhmischen Dörfer“ bleiben. Unterstützung kommt auch von der Katholische Erwachsenenbildung im Landkreis Cham sowie Verein “Goldene Straße”  und KEB Kreis Neustadt und Stadt Weiden

Nun geht es weiter mit dem „Pilgern auf der Goldenen Straße von Prag nach Nürnberg" 

In zwei weiteren Etappen ist die Fortsetzung des Weges (über Stribro/Mies, Tachov/Tachau, Bärnau, Weiden, Sulzbach-Rosenberg bis Nürnberg ) vom 17. 9. – 1. 10. 2017 geplant.

Ab Pilsen folgen wir der von Karl IV. etablierten Goldenen Straße. Damals stellte sie  eine bedeutende Verbindung zwischen Bayern und Böhmen dar, die nicht nur dem wirtschaftlichen, sondern auch dem kulturellen und geistigen Austausch diente. Heute wollen wir daran anknüpfen; vielleicht können wir einen Hauch davon erspüren. Unsere Begleiterin wird der Fluß  „Miesa (Mies)“  sein, vor der  Mündung in Pilsen breit und ruhig dahinfließend, als kleines Flüsschen immer wieder eine malerische Kulisse bietet und als Bächlein kurz vor der deutsch-tschechischen Grenze lustig-fröhlich dahinplätschert. Wir möchten Sie einladen, sich auf den Weg zu machen, Natur und Stille wahrnehmen, Achtsamkeit zu üben, in die wechselvolle Geschichte der Region einzutauchen, Anregungen aus spirituellen Impulsen zu gewinnen und die Gelegenheit zur Begegnung und zum Austausch mit tschechischen Gesprächspartnern wahrzunehmen…. damit  wir ein viertel Jahrhundert nach der Grenzöffnung wieder einen kleinen Schritt zum kulturellen und geistigen Austausch – ganz im Sinne von Kaiser Karl IV. – beitragen …

Geplanter Reiseverlauf

Die Anreise nach Pilsen erfolgt individuell. Nach einer Übernachtung in Pilsen brechen wir auf zu unserer Pilgerwanderung. In 5 Tagesetappen (mit Etappenlängen zwischen 17 und 28 km) laufen wir über Mies/Stribro und Tachau/Tachov zur deutsch-tschechischen Grenze und weiter bis nach Neustadt a.d. Waldnaab. Erforderlich sind neben der entsprechenden Ausrüstung (Rucksack, Wanderstiefel, Regen- und Sonnenschutz)  praktische Wandererfahrung auf Fernwanderwegen und sehr gute Kondition. Den eigenen Rucksack trägt jeder selbst; ein Gepäcktransport ist nicht vorgesehen.  Abends werden wir uns immer wieder in gemütlicher Runde mit  tschechischen Gesprächspartnern treffen. 

Anreise nach Pilsen

Individuelle Anreise nach Pilsen und Einchecken im Hotel Slovan. Besuch der  Synagoge und  Stadtspaziergang. Gemeinsames Abendessen im Restaurace U Mansfelda.

  

Synagoge   -              Smetana Park        Rosenberg Kapelle in der Kathedrale

Etappe Pilsen - Plesnice (ca. 27 km, Gehzeit ca. 8 Std.)

Ausgangspunkt ist die gotische Bartholomäus- Kathedrale; wir verlassen die Stadt auf einem gemütlichen Weg entlang der ruhig dahin fließenden Miesa (Anbaugebiet des guten böhmischen Krauts!).  Die abwechslungsreiche Strecke führt durch kleine Dörfer mit Dorfteich,  vorbei an einer malerisch gelegenen Waldkapelle bis Hracholusky/Plesnice, wo die Miesa zum Stausee aufgestaut ist. Übernachtung in einer kleinen Pension.

Etappe Plesnice – Stribro/Mies (ca. 17  km, Gehzeit ca. 6 Std.)

Der heutige Weg führt über Felder in hügeliger Landschaft, streckenweise durch kühlen, hohen Fichtenwald. Am Wegesrand  entdecken wir zahlreiche deutsche Inschriften auf Grabsteinen, Zeugnisse deutscher Vergangenheit.  Im engen Tal der Miesa  vorbei an Bergbaustollen und Verteidigungsbunkern aus den 30ger Jahren erreichen wir Stribro/Mies. Vom ehemaligen Reichtum der Stadt (Silberbergwerke) zeugt noch heute  das Renaissance-Rathaus. Übernachtung in einem ehemaligen Patrizierhaus, das liebevoll zum Hotel umgebaut wurden.

Hotel Alexander, Marktplatz Stribro, Ökumenischer Kreuzweg, eingeweiht 2014

Etappe Stribro/Mies – Kladruby/Kladrau , Janov - Tachov/Tachau (ca. 8  + 11 km,  Gehzeit ca. 7 Std.)

Wanderung zunächst bis Kladruby/Kladrau, wo wir die Klosterkirche Maria Himmelfahrt, ein Beispiel für die böhmische Barockgotik und  nationales Kulturdenkmal, mit Grablege der Fürsten von Windisch-Graetz sowie die Jakobskirche besichtigen werden. Bustransfer nach Janov und von dort Wanderung nach Tachov/Tachau, der ehemaligen böhmischen Königsstadt, später Familiensitz der Fürsten von Windisch-Graetz. Stadtrundgang und Besuch des alten jüdischen Friedhofs, der an  die bedeutende Rolle der Juden für die industrielle Entwicklung der Stadt im 19. Jahrh. erinnert. Übernachtung in einer Pension in Tachov/Tachau.

Kloster Kladrau, 1115 gegründet - Prälatur des Klosters  Pfarrkirche St. Jakob d.Ä.

Etappe Tachov/Tachau – Bärnau  (ca. 24 km, Gehzeit ca. 8 Std.)

Von Tachov/Tachau  geht es auf einem romantischen Weg zunächst zur Reithalle der Fürsten Windisch-Grätz aus dem 19. Jahrh. – damals der zweitgrößten Reithalle Europas - weiter entlang der Miesa, hier ein plätscherndes Flüsschen, zum Stausee. Durch Mautdorf/Myto führt der Weg stetig bergan; immer  wieder eröffnet sich ein Blick auf die hügelige Umgebung mit den Gehöften der Streudörfer. Über das „verschwundene Dorf“ Hermannsreith erreichen wir die deutsche Knopfstadt Bärnau. Übernachtung in einem Landhotel in Bärnau.

Tachau Kirche                      Tachau Marktplatz           Reithalle Svetce- Heiligen

Etappe Bärnau – Neustadt a.d. Waldnaab (ca. 28 km, Gehzeit ca. 9 Std.)

Der Weg führt uns durch die hügelige Oberpfalz auf den Spuren des Böhmischen Löwens von Bärnau vorbei an der kleinen Kirche St. Elisabeth in Richtung Thanhausen und Hohenthan. Vorbei am romantisch gelegenem Plößberger Weiher in den für Krippenfreunde aus ganz Europa bekannten Krippenort Plößberg. Von dort geht es über Wildenau mit seiner Burg nach Ilsenbach (kleine romanische Kirche St. Johannes) und der barocken Wallfahrtskirche St. Quirin nach Lanz. Der Weg führt vorbei an den noch erhaltenen Resten einer Turmhügelburg aus dem 11.Jh, am Rastenhof. Von dort ist es nicht mehr weit bis in Bayerns kleinste Kreisstadt. Auf einem Höhenweg (Originalweg der Goldenen Straße) mit vielen Bildstöcken kommen wir in Neustadt an der WN ans Ziel unserer Pilgerwanderung. Eine Stadt, die rund 300 Jahre bis 1806 den Fürsten von Lobkowitz aus Prag gehörte. Hier Übernachtung und Abschluss (am Abend oder am Morgen  in  der Wallfahrtskirche des Klosters St. Felix, betreut von polnischen Franziskaner Minoriten. 

an der Grenze, Relikte aus der deutschen Zeit....          Geschichtspark Bärnau

Bärnau Marktplatz - Bärnau St. Elisabeth    OWV Wanderweg Goldene Straße

Plößberger Weiher                       Burg Wildenau

Neustadt/WN ehem. Lobkowitzer Schloss           Klosterkirche St. Felix

Rückfahrt

Am Tag des 700sten Geburtstags Kaiser Karls IV. individuelle Rückreise ( stündlich) ab Bahnhalte Neustadt a.d. Waldnaab (über Weiden nach Nürnberg oder Regensburg)  

 

Anmeldung ab sofort

Im Preis sind folgende Leistungen enthalten:

- 6  Übernachtungen im Doppelzimmer (Zimmer mit Du/WC) in Hotels und Pensionen

  mit Frühstück;  3 x  Abendessen- Bustransfer von  Kladruby nach Janov

- Führungen im Kloster Kladruby und in der Jakobskirche in Kladruby

- Eintritt in die Synagoge in Pilsen - Spirituelle Gestaltung der Tagesetappen

- Versicherungsschutz (Kranken-, Unfall-, Haftpflicht- und Rechtsschutz-  Versicherung)

- Reise-/Pilgerbegleitung:  N.N. , Dr. Dorith Müller

Nicht im Preis enthalten sind: Bahnfahrt bis Pilsen und Rückfahrt ab Neustadt a.d. Waldnaab

(evtl. Bayern-Böhmen- oder Bayernticket), Mittagessen, 3 x Abendessen, sonstige Kosten des täglichen Bedarfs, sonstige Eintrittsgelder, Trinkgelder

Gruppengröße: Mindestens 8, maximal x Personen

Preise und weitere Infos bitte anfragen ( Anmeldeformular wird auf Anfrage zugeschickt) an: Dorith Müller  e-mail:  dorith(dot)mueller(at)web(dot)de  

Schriftliche Anmeldung bis 31. 01. 2016 Kath. Kreisbildungswerk                                      

Bad Tölz-Wolfratshausen e.V. Salzstr. 1 ,83646 Bad Tölz, Tel. 08041-6090, e-mail  info(at)kbw-toelz(dot)de                                        

Mit freundlicher Unterstützung durch : Die Katholische Erwachsenenbildung im Landkreis Cham e.V. und den Förderverein “Goldene Straße e.V. Altenstadt/WN 


 

Der Weg, der die Städtchen und Ortschaften der Goldenen Straße verbindet,  führt durch landschaftlich abwechslungsreiche Regionen: Nadel- und Mischwälder wechseln ab mit Feldern und Wiesen, die sich in die hügelige Landschaft schmiegen.  Wir möchten Sie einladen, auf dieser Etappe einen Eindruck von unserem Nachbarland auch jenseits der größeren Städte zu bekommen. Es werden einzelne Mosaiksteine der böhmischen Geschichte – die sowohl Höhen als auch Tiefen kennt – beleuchten; es wird aber auch Raum für Natur und Stille sowie spirituelle Impulse geben.

 

In den historischen Böhmischen Ländern wurde diese Tradition Jahrhunderte lang gepflegt, doch nach 40 Jahren des kommunistischen Regimes schien sie an den Rand des Aussterbens gelangt zu sein. In den letzten Jahren bemüht man sich mancherorts indes um ihre Wiederbelebung. Es kam allerdings nicht erst unter den Kommunisten, wie allgemein angenommen wird, zu einer Unterbrechung der alten Wallfahrtstradition in der Tschechoslowakei. Bereits im Lauf des 19.Jh., kam es im Prozess der fortschreitenden Industrialisierung, die die Böhmischen Länder europaweit in eine Region mit hohem Wirtschaftspotential verwandelte, zu einer Ätheisierung der tschechischen Gesellschaft. Schon damals, anders als in den Nachbarländern Polen, Österreich oder Bayern, setzte ein Rückgang der Zahl der Gläubigen ein. Diese Entwicklung wurde später auch durch die verhältnismäßig hohe Liberalität in der Ersten Republik beeinflusst.

Bei der Begegnung mit tschechischen Gesprächspartnern können sich im kleinen Kreis intensive Diskussionen ergeben;  in diesem Rahmen sind der persönliche Austausch und das Erzählen möglich, Fragen, Antworten, Nachfragen, Verstehen …. damit die böhmischen Dörfer keine „Böhmischen Dörfer“ bleiben…

Bisheriger Reiseverlauf:

Die Anreise nach Prag erfolgt individuell. In Prag lassen wir uns zunächst einstimmen auf die aktuelle Situation in Tschechien, bevor wir zu unserer Pilgerwanderung aufbrechen: in 6 Tagesetappen (mit Etappenlängen zwischen ca. 14 und 24  km) laufen wir die Strecke von Prag bis Pilsen. Erforderlich ist die entsprechende Ausrüstung (Rucksack, Wanderstiefel) sowie Wandererfahrung und Kondition. Den eigenen Rucksack trägt jeder selbst; ein Gepäcktransport ist nicht vorgesehen.  Abends werden wir uns in gemütlicher Runde mit  tschechischen Gesprächspartnern treffen.

Anreise nach Prag

Individuelle Anreise nach Prag Hbf. Bezug der Zimmer im Gästehaus des Benediktinerinnenklosters auf dem Weißen Berg  (2 Übernachtungen).  Führung im Klosterareal. Abendessen in der Nähe des Klosters Strahov. Abendspaziergang auf die Prager Burg Hradschin.

 Unterkunft im Kloster Bila Hora

Prag – die Goldene Stadt

Stadtspaziergang in Prag (mit Führung im Veitsdom und in der Jakobskirche), Vortrag eines Mitglieds der tschechischen Gruppe Anti-Komplex über deren Ziele (die kritische Reflexion der Geschichte und die heutige staatsbürgerlichen Bildung in Tschechien) mit Möglichkeit zur Diskussion. 

1. Etappe Prag Stodulky – Karlstein (ca. 23 km, Gehzeit ca. 8 Std.)

Nach einer kurzen Busfahrt zum Ausgangspunkt brechen wir in Prag Stodulky zu unserer ersten Tagesetappe auf. Nachdem wir die Vororte Prags hinter uns gelassen haben, geht es auf schönen Wegen - vorbei an kleinen Dörfern  - durch Wald und über Felder.  Über eine Hochfläche mit Blick auf das Tal der Berounka gelangen wir nach Karlstein. Übernachtung in Karlstein.

      

Fotos St. Jakob Stodulky (=Kleine Scheune) und  Berounka Tal

2. Etappe Karlstein – Beroun (ca. 14 km, Gehzeit ca. 7 Std.)

Nach einer Führung auf der Burg Karlstein machen wir uns auf den  Weg, der durch den romantischen Naturpark im Böhmischen Karst führt, entlang an kleinen Bächen und vorbei an Wasserfällen, weiter durch Buchen- und Eichenwald  bis zur malerisch unter Felsen gelegenen Wallfahrtskirche Svaty Jan pod Skalou. Tagesziel ist  Beroun, die ehemalige böhmische Königstadt aus dem 13. Jahrh.. Hier besteht die  Möglichkeit zum Besuch des Sonntagsgottesdienstes in der Jakobskirche. Übernachtung in Beroun.

 

Burg Karlstein- Burg Karl IV. eine der schönsten Burgen Eurpoas

3. Etappe Beroun – Zebrak  (ca. 24 km, Gehzeit ca. 8 Std.)

St.Jakob Beroun und Denkmal des Hl. Jakobus

Außerhalb von Beroun geht es auf einem schmalen Waldweg stetig

bergan; oben belohnt uns ein herrlicher Blick auf die hügelige Umgebung und  den malerisch gelegenen Ort  Hudlice   Gemütlich bergauf und bergab durch das Landschaftsschutzgebiet Krivoklatsko und vorbei an einem Felsen-Naturdenkmal erreichen wir Hredle mit schmuckem Dorfteich und Hofeinfahrten mit Sonnentoren. Übernachtung in Zebrak (unser Hotel ist in einem Gebäude aus dem  14. Jahrh. untergebracht). 

Blick zurück von der Burg Zebrak zum Böhmischen Karst hoch oben Burg Tocnik

4. Etappe Zebrak – Myto (ca. 23 km, Gehzeit ca. 7 Std.)

Die beeindruckende Burganlage Tocnik (erbaut von Wenzel IV.,  Sohn Kaiser Karls IV), weiter über Drozdov nach Zbiroh und dort hinauf zum Schloss; hier malte der Jugendstilkünstler Alfons Mucha die Bilderreihe des slawischen Epos. Möglichkeit zur Besichtigung bzw. Einkehr in der Schloßgaststätte. Weiter auf Waldwegen bis zur Kapelle St. Prokop, von wo aus wir schon unser Tagesziel Myto sehen können. Übernachtung in Myto.

 

5. Etappe Myto – Rokycany (ca. 17 km, Gehzeit ca. 6 Std.)

Heute erwartet uns eine kürzere Etappe, die jedoch zwei Anstiege beinhaltet, einmal ca. 300 Höhenmeter am Waldrand bergauf. Ein herrlicher Weg durch den Wald führt über das sagenumwobene Zdar-Felsmassiv (629 m). Mit Blick auf Rokycany geht es auf einem angenehmen Feldweg in Richtung Stadt. Übernachtung in Rokycany.

 

Rokycany und die romanische Rotunde in Alt Pilsen Stary Plzenec

6. Etappe Rokycany – Pilsen (ca. 20 km, Gehzeit ca. 6 Std.)

Außerhalb der Stadt führt uns der Weg zunächst durch Felder in

                    ein Naturschutzgebiet mit  Waldteichen, die fast märchenhaft

anmuten. Am frühen Nachmittag erreichen wir das Schloß Kozel (18. Jahrh) und von dort Stary Plzenec/Altpilsen, wo noch die Reste der alten slawischen Burgstätte mit einer romanischen Rotunde erhalten sind. Herrlicher Blick auf die gegenüberliegende Burg Radyne /Karlskrone, die von Karl IV erbaut wurde. Mit dem Zug nach Pilsen. Besuch des Franziskanerkloster-Museums oder der Synagoge. Übernachtung in Pilsen (2015 Kulturhauptstadt Europas).

Gaumenfreuden am Pilgerweg böhmische Küche

Das typische Nationalgericht Tschechiens  ist svíčková_na_smetaně mit Böhmischen Knödel aus Hefeteig. Der Speisezettel hat sich durch die vielseitigen Angebote an Obst, Gemüse, Pilzen, Fleisch. Knödel (knedlik) sind ein typisches tschechisches Gericht. Es gibt viele Variationen  wie Hefeknödel, Semmel- oder Kartoffelknödel aber auch süße Rosinenknödel oder auch als Hauptgericht eine der vielen deftigen Suppen.

Vegetarier lieben Rezepte ohne Fleisch. Meine Lieblings Rezepte sind Dillsoße, Knödel mit Ei. Bramborak oder panierte Champignons oder Semmelbaba.

Lendenbraten          Semmelbaba                Kolatschen

Zum Nachtisch:
Liwanzen, Vdolky (Dalken) oder auch Buchteln, Apfelstrudel oder Kolatschen , etwas Besonderes bei festlichen Gelegenheiten. Pernik ist ein tschechischer Gewürzkuchen.

Und am Abend 1- 2 Bier! Tschechisches Bier gehört traditionell zu den besten der Welt, da sind sich Fachleute einig. Auch der Bierkonsum der Tschechen ist unangefochten Weltspitze. Statistisch trinkt jeder Einwohner Tschechiens jährlich 160 Liter des Nationalgetränks, in Jahren mit einem heißen Sommer auch durchaus noch etwas mehr

            

Liwanzeln                                         jednou Pivo, prosim

Abschluss Rückfahrt nach München

Individuelle Rückreise ab Pilsen Hbf .

 Leistungen und Preis (Änderungen vorbehalten):

Organisatorisches: Im Preis sind folgende Leistungen enthalten:

- 8 Übernachtungen im Doppelzimmer (Zimmer mit Du/WC) in Hotels, Pensionen oder Gästehäusern mit Frühstück;  6 x Abendessen / Karten für ÖPNV in Prag / Führungen im Kloster am Weißen Berg, im Veitsdom/Prag und in der Jakobskirche iPrag,  Stadtspaziergang Prag, Führungen Burg Karlstein, Svaty Jan pod Skalou / Spirituelle Gestaltung der Tagesetappen. Die Reise erfolgte von und nach München.