Ökumenischer Kreuzweg in Stříbro/ Mies eingeweiht

Die Kreuzwegrenovierung auf den Rondsberg in der Stadt Mies wurde am Samstag, 22. 06. 2013 nach fünf Jahren aufwändiger Arbeit mit Prozession und ökumenischen Segen durch sieben Priester aus dem Altlandkreis Tachau und der Oberpfalz feierlich abgeschlossen. Die rund 200 Teilnehmer, darunter rund 60 Personen aus dem Landkreis Neustadt, für die der Heimatverein Altenstadt/WN einen Bus organisiert hatte.

Das ist Ökumene

Der 22. Juni  2013 wurde zu einem kirchenpolitisch einmaligen Tag in der Region Pilsen. Davon ausgehend, dass vier Religionen die Geschichte des Landes prägten, wären auch Einladung und mit Zustimmung des Ortspfarrers Ihre Vertreter gekommen. Gemeinsam weihten sie den Kreuzweg als ökumenischen Kreuzweg ein. Ein bewegender Moment, grandios und einmalig die Segnung des Kreuzweges durch  anwesende Priester der Hussitischen-, der Evangelischen- und der Orthodoxen Kirche. Stadtpfarrer Georg Hajek freute sich über die Anwesenheit von sieben Priestern aus dem Landkreis Tachau und der Oberpfalz.

Foto: Die Einweihung des Kreuzweges am 22. Juni 2013 nahmen vor v. l. n. r.: Der Evangelische Pfarrer Daniel Matous (Tauchau), die Pfarrerin der Hussitischen Kirche, Zuzana Kalenska,  (Tachau), Stadtpfarrer Jiri (Georg) Hayek (Mies) ,der Orthodoxe Pfarrer Milan Horváth (Tachau),  Monsignore Karl Wuchterl (  langjähriger Pfarrer und Dekan in Fürth, 1937 in Nedraschitz, 9 km südlich von Stribro geboren), der Evangelische Pfarrer Hans-Günther Daidrich (Weiden), Katholischer Pfarrer Hubert Feichtmeier (Letzau bei Weiden).

Dr. Bohuslav Červený, Bürgermeister der Stadt Stříbro (links), begrüßte und dankte dem Initiator, Apotheker Miroslav Kaltenbruner (rechts), für das großartige Werk.

Ivan Komárek (rechtes Bild, 2.v.l.), akademischer Künstler aus Prag, entwarf die neuen Kreuzwegbilder nach Vorlagen des Künstlers. Mit Kobaltmalerei auf keramischen Untergrund gestaltete Komárek zusammen mit dem Keramiker František Švancar (3.v.l.)die Bilder mit modernen Methoden. Im Stil der niederländischen Fayance besitzt die Stadt Mies nun einen der wertvollsten Kreuzwege in der Tschechischen Republik.

Blumen für die einzelnen Stationen.

Festlich ging es zu...Eine gedruckte zweisprachige ökumenische Kreuzwegandacht  kam erstmals zum Einsatz. Hier gilt es Dank zu sagen den Religionslehrern der Europaberufsschule Weiden für die eindrucksvollen und modernen Texte zu den 14. Stationen.

Herr Bischof Monsignore František Radkovský schrieb in seinem Grußwort: “ Ich bete für Sie und erbitte für alle, die diesen Kreuzweg gehen und beten werden, dass der Herr sie mit seinem Licht und seiner Kraft begleitet und erleuchtet“. Die handliche Kreuzwegandacht ist für 2,50 Euro im Kloster Speinshart bei Eschenbach, im Pfarrbüro Altenstadt an der Waldnaab oder bei Pfarrer Hajek in Mies zu erhalten.

Der Kreuzweg ist über das Bergbaumuseum zu erreichen. Ein weiterer Weg führt nach der Brücke über die Mies auf der Pilsner Straße vorbei am Hotel Branik (dort das Auto stehen lassen) immer gerade und links haltend durch die Eisenbahnbrücke direkt zur 1. Station. Der weitere Aufstieg zum Hügel  ist nicht für Gehbehinderte geeignet.