Über 25 Jahre D-CZ Zusammenarbeit - eine D-CZ Erfolgsgeschichte (1990-2017)

„Warum sollen wir weite Umwege in Kauf nehmen? Lasst uns einfach Brücken  schlagen, zwischen uns und anderen, damit wir uns bequem erreichen können,  damit wir alte Kontakte aufrechterhalten und neue aufnehmen können“.                                               Helmut Walch, München

"Proč bychom se měli smířit s oklikami? Jednoduše postavme mosty mezi námi a ostatními, abychom měli k sobě blíž, mohli dál rozvíjet stará přátelství a navazovat nová." Übersetzung: Dr. Leos Houska, Praha

27 Jahre D-CZ Zusammenarbeit - eine D-CZ Erfolgsgeschichte (1990-2017)

Der Förderverein Goldene Straße e.V. Altenstadt/WN löst sich auf und fusioniert zum 1. Januar 2018  mit dem Verein VIA CAROLINA Bärnau. Der vor 21 Jahren gegründet Förderkreis konnte seine Zielvorstellungen zu 100 Prozent umsetzen. Neue Aufgaben zum Thema Goldene Straße können nur mehr im größeren Stil umgesetzt werden.

Der neue Verein hat den Namen VIA CAROLINA – GOLDENE STRASSE Neuer Vorsitzender ist Alfred Wolf in Bärnau. Der ehemalige Vorsitzende: Rainer Christoph, 92637 Weiden ( e-mail  Rjchristoph(at)t-online.(dot)de) ist in der Vorstandschaft des neu gebildeten Vereins.

Das europäische Brückenprojekt, das die Verbindungen der Länder Luxemburg – Deutschland- Tschechische Republik - Polen (Wojwodschaft Niederschlesien) soll nicht zum Erliegen kommen.

Identische Ziele des neuen Vereins
"Heimat endet nicht an der Landesgrenze", Alfred Wolf

Okkupation, Krieg, Vertreibung und Zwangsherrschaft haben grundlegende jahrhundertelange mitteleuropäische Gemeinsamkeiten unwiderruflich zerstört. Dennoch gibt es Hoffnungsträger auf beiden Seiten: Das sind die Sudetendeutschen selbst, die mit viel Elan zusammen mit Tschechen in ihrer alten Heimat Kirchen und Klöster erneuern. Es sind die Menschen auf beiden Seiten der Grenze die vielfältige Projekte verbindet. Eines davon ist der Geschichtspark Bärnau / Tachov. Das sind die vielen Kontakte und Schulpartnerschaften mit Schülern und Lehrern aller Schularten, die sich um ein offenes Miteinander bemühen.

Die gemeinsame Rückkehr Bayerns und Böhmens in eine neue europäische Mitte ist weit fortgeschritten. Über eines müssen sich beide Seiten bewusst sein. Einen gemeinsamen Weg kann es nur geben, wenn beide Völker sich ihrer Schuld bewusst sind und diese auch offen zugeben. Uralte und neue Wunden müssen verbunden werden und heilen. Mit einer Lüge kann es keine Zukunft geben, dass muss allen Beteiligten klar sein. Und in der Wahrheit leben, heißt nicht - so Roman Herzog am 29. April 1997 vor dem tschechischen Parlament - „die Fehler der eigenen Seite gegen die andere aufzurechnen". Das Geheimnis der Erlösung heißt Erinnerung, lautet eine jüdische Weisheit. Das Geheimnis der Versöhnung heißt Vergebung und deshalb müssen wir uns erinnern, als Verpflichtung für ein „Nie mehr wieder".

Nur wer unsere lange und gemeinsame Geschichte kennt, weiß, dass sich Deutsche und Tschechen nicht gleichgültig sein dürfen. Daran wollen wir weiter arbeiten.

Wen wollen wir auf deutscher und tschechischer Seite ansprechen?

> Im Westen: Orte entlang der "Goldenen Straße" zwischen Bärnau  und Nürnberg und der Weiterführung an der Route der Via Regia zwischen Nürnberg- Neustadt/Aisch, Mainbernheim, Kitzingen, Würzburg, Aschaffenburg, Hanau bis Frankfurt a. Main

> Orte an der Trasse der "Via Carolina" (incl der sog. Verbotenen Straße" ) zwischen Nürnberg und Waidhaus

> Orte  im ehemaligen "Neuböhmen" während der Regierungszeit des Deutschen Kaisers und böhmischen Königs Karl IV. aus dem Hause Luxemburg

> Im Osten: Orte am alten Kaiserweg in Tschechien ab Tachov, in Luxemburg und an der alten Handelsstraße von Praha (Prag) über Königsgrätz, Nachod -Grenzübergang in die Wojwodschaft Niederschlesien( Polen) Kudowa Zdroj (Bad Kudowa), Klotzko (Glatz), Zabkowice SL (Frankenstein), Niemzca (Nimptsch) nach Wroclav (Breslau), die Spur des Böhmischen Löwen durch die Wojwodschaft Niederschlesien führt von Breslau aus über Legnica (Liegnitz) nach Görlitz und Bautzen.

> Weitergearbeitet wird an den Begegnungen zwischen den Schulen an der Goldenen Straße. Ziel ist es, über Lehrerfortbildungen D-CZ Projekte in der Region vorzubereiten um diese an interessierten Partnerschulen durchzuführen.

> Tangiert von diese Projekten wurden bislang in Mittel- bzw. Oberfranken, Unterfranken, der Oberpfalz, Niederbayern, Konstanz, Tschechien, Luxemburg und Polen über 100 Grund-, Mittel- ,Real- und Förderschulen.  Alle Schulen, die Interesse haben, sind zur Mitarbeit eingeladen.

>  Möglichkeiten suchen, Chancen nutzen, damit die Goldene Straße - als historische Route seit dem 14. Jahrhundert bekannt- als Tourismusstraße offiziell anerkannt wird. Hier benötigen wir die Unterstützung vieler Einrichtungen

Ehrungen für Mitglieder des Vereins :

2001 EUERGIO EGRENSIS Wissenschaftspreis für grenzüberschreitende Zusammenarbeit für Rainer Christoph (Altenstadt/WN)

Folgende Mitglieder aus unseren D CZ Fördervereinen erhielten den Brückenbauerpreis für langfristige deutsch-tschechische Zusammenarbeit des Bay.Böhm. Zentrums in Schönsee:

2008 Rainer Christoph für den Förderkreis Deutsch-Tschechischer Schulen zwischen Nürnberg und Prag e.V., Altenstadt an der Waldnaab

2010 Oceněnými pro rok 2010  Karin Holl, Weiden, Václav Peteřík, Schulleiter in Stříbro, Edmund Stern, Schulleiter a. D. in Zwiesel

2012 Herbert Baumann für den Förderverein Wallfahrtskirche Maria Kulm e.V. (Weiden)

2013 Klaus Rückerl, Lehrer und Petr Liška, Schulleiter für das Partnerprojekt der Grund- und Mittelschule Tiefenbach mit der Grundschule Štěnovice

2016 Kulturpreis des Bezirks Oberpfalz für grenzüberschreitende Arbeit an Rainer Christoph

2017 Grund- und Mittelschule Altenstadt/Waldnaab zusammen mit der ZS Kladruby

2017 Ředitel Vaclav Peteřik, ZS Manesova  Střibro EUREGIO EGRENSIS PREIS für grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

2018 Tschechisch Lehrerin im krs NEW und der Stadt Weiden, Dana Pflaum, Weiherhammer