Goldene Straße durch Deutschland

Entfernungen

Stadt Luxemburg – Echternach -Trier  = 60 km

Trier- Zell (Mosel) - Edingen-Eller*- Cochem- Koblenz

Dieser Weg ist seit der Römerzeit ein Schifffahrtsweg. Die Mosel aufwärts Richtung Koblenz wurden die Schiffe gezogen. Eine Wegführung war bis ins 20. Jahrhundert problematisch, zirka 129 km    (*Edingen Eller Karl VI. gab dem Ort 1336 die Stadtrechte.)

Koblenz - Limburg a.d. Lahn - Frankfurt am Main    = 135 km

Als eine alternativen Route zwischen Trier und Frankfurt, bietet sich eine Route an, die bereits die Römer nutzten. Decimus Magnus Ausonius (310-392 n.Chr.), berühmter römischer Gelehrter und Rhetoriker, war als Erzieher an den Hof des römischen Kaisers Valentinians I. nach Trier berufen. 368/69 n. Chr. reiste er im Gefolge des Kaisers nach einem Alemannenfeldzug auf der alten Römerstraße quer durch den Hunsrück von Bingen nach Trier. Seine Reiseeindrücke schrieb er in dem Werk „Mosella" nieder, die älteste Reisebeschreibung einer deutschen Landschaft.

Mit dieser Landschaftsbeschreibung und der Darstellung der Straße in der Tabula Peutingeriana (eine Straßenkarte aus dem 4. Jh.) lässt sich der Verlauf der römischen Fernstraße von Bingen über Simmern, Kirchberg und Morbach bis nach Trier heute noch gut rekonstruieren. Hier verläuft auf großen Teilen der ehemaligen Römerstraße der sogenannte "Ausoniuswanderweg".

2007 wurde durch das Land Rheinland Pfalz der sog. länderübergreifende "Balduinweg" (Erzbischof Balduin von Trier war ein Bruder Kaiser Heinrich VII.) beschlossen.In wieweit dieser Weg eingebaut werden kann, ist noch unklar.

Trier  - Riol - Föhren –- Morbach – Sohren - Kirchberg /Hunsrück – Simmern im Hunsrück-– Argenthal  – Waldalgesheim – Bingen - Ingelheim am Rhein*  - Mainz - Frankfurt    = 210  km
 

* http://www.ingelheimergeschichte.de/?id=139

Der böhmische und deutsche König Karl VI. richtete am 14. Januar 1354 im Ingelheimer „Saal“, einem Teil der berühmten Pfalz Karls des Großen, eine Betreuungsstation für tschechische Pilger ein, die auf dem Weg nach Aachen waren.

1375 verpfändete Karl IV. das gesamte Ingelheimer Reichsgebiet ebenso wie die Reichsstadt Oppenheim und die Orte Nierstein, Dexheim und Schwabsburg an den Pfälzischen Kurfürsten zu Heidelberg, so dass Ingelheim bis zur französischen Revolutionszeit zur Kurpfalz gehörte. 

Grafik: Feierliche Begleitung der Reichskleinodien nach Frankfurt


Große Geleit- und Heeresstraße Karl IV.

von Frankfurt  a. Main- Hanau                     =  22km

Hanau – Seligenstadt - Aschaffenburg           = 34 km

Aschaffenburg- Neustadt am Main* Miltenberg -Tauberbischofsheim   = 51 km                 

*Neustadt am Main, erhielt 1365 die Stadtrechte durch Kaiser Karl IV.

Wertheim- Würzburg           = 41 km                                               = 126 km

Hohe Straße Würzburg - Neustadt/Aisch- Nürnberg

Einersheim-Markt Würzburg – Kitzingen -Mainbernheim-

Iphofen-Markt Bibart- Neustadt a. d. Aisch  =  66 km

Neustadt a.d.Aisch- Wilhermdorf- Nürnberg = 52 km                          = 118 km

Südliche Variante zwischen Frankfurt und Würzburg /Heidingsfeld

Hanau - Seligenstadt              = 15 km

Babenhausen(Hess)                 =10 km

Miltenberg                             = 44 km

Tauberbischofsheim                 = 40 km

Zwei Varianten des Weges zwischen Frankfurt und Nürnberg sind historisch gesichert. Die Orte standen unter dem Schutz der Böhmischen Krone Karl IV.; oft bis hin zum Ende der Luxemburger Zeit in Böhmen.

Südwestliche Variante ab

Abstecher Neustadt a.d.Aisch- Bad Windsheim     = 19 km

Neustadt a.d.Aisch – Erlangen                           = 35 km

Nach dem Tausch eines Teils Neuböhmens mit der Mark Brandenburg durch Karl IV. verlief der Weg der Goldenen Straße über

Erlangen- Schnaittach über Neunkirchen am Brand = 30km                          = 84 km

Neunkirchen- Pegnitz - Eschenbach - Auerbach - Erbendorf - Waldsassen - Cheb/Eger - Karlsbad - Prag

Südliche Variante zwischen Frankfurt und Würzburg /Heidingsfeld

Hanau - Seligenstadt              = 15 km

Babenhausen(Hess)               = 10 km

Miltenberg                            = 44 km

Tauberbischofsheim                = 40 km

Würzburg / Heidingsfeld           = 35 km                                                               = 145 km

Die Goldene Straße Nürnberg- Prag

Nürnberg – Lauf- Hersbruck – Hirschau                        = 74 km

 

Weiden- Neustadt/WN – Bärnau                                 = 57 km

 

Bärnau, Grenzstädtchen an der CZ Grenze im Lkrs. TIR   = 131 km           

 

Dabei waren vor allem der Schutz des Kaisers, der internationale Handel und die Nutzung als "Herrschaftsroute" von großer Bedeutung.