Wartha – Bardo- bedeutender Wallfahrtsort

Die Grafschaft Glatz war stets streng katholisch. Seit dem Mittelalter spielte der Wallfahrtsort Wartha eine bedeutsame Rolle, obwohl er zum Landkreis Frankenstein gehört.

Im Mittelpunkt steht das wunderbare Gnadenbild der Muttergottes, eine Holzstatue, etwa 42 cm hoch. Sie zeigt Maria auf einem Thron sitzend und in der rechten Hand einen Apfel haltend. Ihren rechten Arm hat sie um das Jesuskind gelegt, das auf ihrem Schoss sitzt. Dieses erhebt die rechte Hand, um zu segnen, während es mit der Linken ein Buch hält.

Die Entstehung des Gnadenbildes liegt im Dunkeln, mit Sicherheit ist es die älteste erhaltene romanische Skulptur Schlesiens. Eine Datierung ihrer Entstehung dürfte in der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts liegen, mit den Zisterzienser Mönchen kam sie nach Wartha.

 

Seit 1248 fungierte dieser Orden in Wartha, er kam aus Deutschland, zunächst nach Leubus, dem ältestem und bedeutensten Konvent in Schlesien, gegründet 1163 durch Herzog Bolseslav I. Für die Deutschen, die im Bereich des Klosters lebten und siedelten, erließ der Piastenherzog einen Freiheitsbrief, ähnlich dem des böhmischen Königs Sobislav I. für die Deutschen unter der Prager Burg. Die Zisterzienser waren und sind große Marienverehrer, sie machten den Ort zu einem Wallfahrtsort der Mutter Gottes. Richtige Quellen aus der Anfangszeit existieren nicht über das Gnadenbild.

Ein Bronzedenkmal mit Papst Johannes Paul II. steht im Eingangsbereich. Die Informationstafeln zur Geschichte sind auch in deutscher Sprache gehalten. So wird berichtet, dass ein Böhme aus dem nahen Tschechien gelobte, wenn sein gebrochener Fuß wieder heile, das Bild der heiligen Jungfrau zu besuchen. Der Wunsch ging in Erfüllung, und er baute zum Dank eine Holzkapelle. Immer mehr Pilger kamen und so wurde eine Steinkirche gebaut. Über 600 Jahre betreute der Zisterzienser Orden die Wallfahrts-kirche. Im Mittelalter soll es sogar zwei Kirchen gegeben haben, eine „böhmische Kirche“, später eine sogenannte „deutsche Kirche“.

1687 bis 1702 ließ Abt Augustin Neudeck von Kamenz die barocke Wallfahrtskirche vom Baumeister Michael Klein erbauen, 1706 erfolgte die Einweihung. Das barocke Hauptaltarbild „Heimsuchung Mariens“ schuf Michael Willmann. Auffallend die typisch barocke Kanzel, der schöne Orgelprospekt und die vielen Seitenaltäre. Die Säkularisation machte nicht Halt vor der Kirche, die Pilger kamen trotzdem weiter.

Informationen

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