Foto: Start der Goldenen Gasse zwischen der Grundschule und dem Kindergarten in Alenstadt

Altenstadt a. d. Waldnaab besitzt eine Goldene Gasse -Zlata ztezka 

Die alte Rokoko Pfarrkirche Maria Himmelfahrt (einst Urpfarrei) mit romanischen Elementen ist ein Markierungspunkt auf dem Weg zur böhmischen Grenze. In Altenstadt fand unter Karl IV. der Geleitwechsel zwischen dem Pfleger von Parkstein und dem von Störnstein statt. Noch gab es keine Brücke, sondern nur eine Furt durch die Naab.

 

Seit 2008 geht der Wanderweg des OWV  mit dem Böhmischen Löwen durch die Goldene Gasse in Altenstadt. Unter der Patenschaft des Tschechischen Botschafters in Berlin wurde sie mit vielen Gästen aus Tschechien eingeweiht. Ihre Lage, zwischen der Grundschule und dem Kindergarten. Mehr Informationen unter "Weg der Goldenen Straße" dort befindet sich die Seite "Goldene Gasse".

Alte Kirche mit Dorfstein- rechts: Georg von Heideck, Epitaph alte Kirche

Ob sich der ursprüngliche Name Traindorf  von der Bezeichnung Weg am Fahr- oder Triebweg ableiten lässt, ist historisch nicht gesichert. Sicher gabe es drei Ortsteile: Traindorf, eine Siedlung um die alte Kirche und eine kleine Ansiedlung von Bauernhäusern am aufgelösten Bahnhof.  Sicher ist, dass der Ort seit altersher zur Herrschaft Störnstein - Neustadt gehörte. In alten Urkunden heißt es antiqua civitas, es wird jedoch bezweifelt, dass es je Stadtrechte gab. Bis ins 19. Jahrhundert war der Straßenort rein landwirtschaftlich geprägt. Mit dem Bau der Eisenbahn 1861- 1864 von Weiden nach Eger, kam der wirtschaftliche Aufschwung, zwei große Glasfabriken veränderten das Dorf, in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts arbeiteten weit über 1000 Menschen in der Glasproduktion. Die hier produzierten böhmischen Überfanggläser sind unter Kennern heute noch gefragt. 

In der protestantischen Zeit (1539 - 1627) regierten die fränkischen Heidecker in Neustadt, Georg und Felicitas von Heideck sind in der Altenstädter Kirche beerdigt, zwei Epithapien stehen im Hochaltarraum. In Raudnitz bei Prag finden sich heute noch Unterlagen im Lobkowitzer Archiv über diese Zeit. Unter Fürst Adalbert von Lobkowitz wurde 1627 mit Hilfe der Jesuiten die Gegenreformation eingeleitet, das Patronat St. Martin wich dem der Maria Himmelfahrt. Oft musste die Kirche umgebaut und renoviert werden, in der böhmischen Lobkowitzer Zeit unterstützten die Fürsten die Sanierungsarbeiten.

Leider verborgen durch einen bepflanzten Wall um das Anwesen des Süßenloher Weihers steht ein altes Mauthaus aus böhmischer Zeit. Der Mauthner Johann Eckstein war zugleich Lobkowitzer Dorfrichter.  Am alten Mauthaus führte eine Altstraße  die sog "Eisenstraße" von Amberg kommend über Freihung, Tanzfleck, Kaltenbrunn, Mantel, Hütten, Parkstein, Buch, Altenstadt, Neustadt vorbei und mündete in die Goldene Straße ( Ortschronik Bärnau,1970)

2013/14  wird im alten Schulhaus am Wanderweg der Goldenen Straße ein Heimatmuseum eröffnet. Anton Wurzer, in Altenstadt geboren, zählt zu den bekanntesten Heimatdichtern der Oberpfalz. Er wird hier einen Platz erhalten. In einer Ballade beschreibt er mit düsteren Vorahnungen den Weg des Winterkönigs nach Prag. 

Foto: Den Abschluss der Goldenen Gasse bildet eine große Übersichtstafel zur Region Neuböhmen, hier die Eröffnung 2010

 

 Bild: Das Altenstädter Wappen mit dem Lobkowitzer Adler und dem Pflug der Rabensteiner. 

 

Altenstädter Museum wurde im März 2014 eröffnet. Öffnungszeiten: Mi. 16-18 Uhr/ So 14-16 Uhr, Eintritt frei

Informationen zu Altenstadt/WN unter 

www.altenstadt-waldnaab.de/                    www.heimatverein-altenstadt.de

Mutter Anna Kirche Wallfahrtskirche Mühlberg

Pfarrei Altenstadt /WN - gemeindemäßig -Stadt Neustadt/WN

 

 

 

Die Wallfahrtskirche zur Mutter Anna auf dem Mühlberg (heute führt unter ihr der Tunnel der A 93 Autobahnausfahrt NEW - Nord hindurch) gehört zur Pfarrei Altenstadt.  Auch sie wurde in den letzten Jahrhunderten immer wieder von Pilgern aus Böhmen besucht. In vielen Kirchenführern wird sie - weil etwas versteckt - gar nicht erwähnt . 

Bild: Mutter Anna Kirche am Mühlberg,im 18. und 19. Jahrhundert auch ein Wallfahrtsort für die böhmische Bevölkerung; links ein Akanthusaltar mit dem Hl. Wolfgang, St. Emmeram und St. Rupert, den Bistumsheiligen der Diözese Regensburg.