Kreisstadt Tirschenreuth- das Stiftland- Land der tausend Teiche

Tirschenreuth gehörte bis  zur Säkularisation 1803 zum Besitz Waldsassener Klosters. Abt Johann V. verlieh im Jahr 1364 die Stadtrechte. Im 16. Jahrhundert kam die heutige Kreisstadt unter die Landesherrschaft der Kurpfalz Heidelberg-Amberg  (Winterkönig)und 1623 zu Bayern.

 

 Insellage Tirschenreuths im Mittelalter

Der neugestaltete Marktplatz mit der Dreifaltigkeitssäule

 Marktplatz bei Nacht

Foto: Der neu angelegte Stadtteich mit dem Fischhof und der steinernen Brücke, Teil der kleinen bayerischen Landesgartenschau 2013

Fischhof mit steinerner Brücke

Bereits im 11. und 12. Jahrhundert wurden in Tirschenreuth Teiche angelegt. Doch erst ab dem Jahr 1217, als die Ortschaft an das Kloster Waldsassen fiel, begann man damit, intensive Fischzucht zu betreiben. Zur Bewirtschaftung der Teiche errichteten die Zisterziensermönche im Osten der Stadt auf einer kleinen Insel im oberen Stadtteich einen klösterlichen Gutshof, eine "Grangie". Diese diente nicht nur als Verwaltungssitz, sondern auch als Speicher für den Zehent, den die Bauern an das Kloster abzuliefern hatten, und war zudem oft Sommerresidenz der Waldsassener Äbte.

Stadtrundgänge

Die Stadtführungen werden von Hugo Mayer durchgeführt. Dabei wird auch der "Klettnersturm", das Wahrzeichen der Stadt, bestiegen. Treffpunkt ist das Rathaus. Anmeldungen für die Stadtführungen sind jederzeit möglich.

Kontakt:
Tourist-Info
Regensburger Str. 6

Telefon: (0 96 31) 600 248 oder 600 249
Telefax: (0 96 31) 300 754

http://www.stadt-tirschenreuth.de

E-Mail: katrin(dot)schwaegerl(at)stadt-tirschenreuth(dot)de oder susanne(dot)stich(at)stadt-tirschenreuth(dot)de

 

Klosterstadt Waldsassen- Zelle des Stiftlandes


Das Kloster Waldsassen ist eine Abtei  der Zisterzienserinnen  im Oberpfälzischen Waldsassen. Gegründet wurde im Jahre 1142 mit Zustimmung des böhmischen Herzogs Vladislav II. der Bischöfe Otto in Prag und und Heinrich Zdik in Olmütz ein erstes Zisterzienserkloster in Sedlitz bei Kuttenberg in Mittelböhmen. Das geschlossene Herrschaftsgebiet (das heutige Stiftland)  auf bayerischer Seite, hatte bis in das 17.Jahrhundert auch Grund- und Ortsbesitz in Westböhmen und im Egerland. Auf ihrem Rückzug von Nürnberg durch die Oberpfalz nach Böhmen plünderten 1430 Heeresgruppen der Hussiten das Kloster in Waldsassen und setzten es in Brand.

Infos: www.waldsassen.de/

www.abtei-waldsassen.de/

Böhmische Musikanten im Stiftland

Bis in die dreißiger Jahre unseres Jahrhunderts hinein, waren in den Sommermonaten in grenznahen Gebieten viele böhmische Musikanten darunter waren. Unter Böhmen bezeichnete man damals auf bayerischer Seite die Deutschböhmen, also Egerländer und Böhmerwäldler. Aber auch die tschechischen Böhmen waren und sind auch heute noch mit der gleichen Musikalität gesegnet. Diese Musikanten waren meist mit Dudelsack und Geige unterwegs. Diese beiden Instrumente waren damals die gebräuchlichsten Musikinstrumente, die zusammen an die 70 Prozent stellten. Die häufigsten Anlässe, an denen Musik gemacht wurde, waren Hochzeiten und die Kirchweih. „Einen Nachweis über das Vorhandensein von böhmischen Wandermusikanten im Stiftland gibt uns heute ein über 400 Jahre altes steinernes Kreuz bei der Einöde Buchgut, unweit von Neualbenreuth. Auf ihm ist die Darstellung eines Dudelsacks zu sehen. Einer Sage nach sollen hier zwei Wegelagerer einen böhmischen Dudelsackpfeifer überfallen, ausgeraubt und ermordet haben“. Quelle: Walter  J.Pilsak, Waldsassen.

 

 Die mächtige Basilika der Zisterzienser

 Der gewaltige barocke Innenraum

 Die Kappl Kirche, Dietzenhofer, wie wir ihn gar nicht so kennen.

 

Egerer Stadtwald

Im östlichen Bereich des Landkreises Tirschenreuth bei Neualbenreuth, also auf bayrischem Gebiet, gibt es den "Egerer Stadtwald", ein 648 ha großes Waldgebiet, das sich seit 1554 im Besitz der Stadt Eger befindet. Im Grundbuch des Amtsgerichtes Tirschenreuth befindet sich ein entsprechender Eintrag.

Diese Besonderheit hängt auch mit der sogenannten "Frais" (sprich Fraisch) zusammen, also der aufgrund zersplitterter Herrschaftsrechte im Mittelalter bis Mitte des 19. Jahrhunderts wechselnden Gerichtsbarkeit zwischen Bayern und Böhmen im Neualbenreuther Raum. Diese wechselte ab 1591 jedes Jahr zwischen der Stadt Eger und dem Zisterzienserstift Waldsassen. Noch heute gibt es z. B. die Regelung, dass die tschechische Stadt Cheb berechtigt ist, Trinkwasser aus dem bayerischen Gebiet beziehen.

Foto: Egerer Waldhaus - Restaurant -zu empfehlen eine Wanderung zum Alten Herrgott durch den Hochwald

Quelle: Albert Kunz http://www.egerer-waldhaeusl.de/egerer_stadtwald.htm