Wanderweg der Goldenen Straße durch Wildenau- im Hintergrund der Basaltkegel des Parksteins

Auf der Goldenen Straße durchs östliche Stiftland.

Von der Landkreisgrenze geht der Weg der Goldenen Straße rund 26 Kilometer von Wildenau über Plößberg / Schönkirch nach Hohenthan, Thanhausen, Bärnau über den Steinberg zur 768 m hochgelegenen Grenzstation Bärnau / Tachov (Tachau). Mit dem Schengener Abkommen kann nun auch jeder PKW Fahrer (egal welches  KFZ-Zeichen) ab dem neuen Jahr problemlos über Bärnau nach Tschechien einreisen.

Der Wanderer oder Radfahrer hat es leichter. Beiden kann der Weg von Wildenau über Schirnbrunn, Schönkirch, Plößberg empfohlen werden. Von der ebenen Strecke aus ist bei schönem Wetter der Parkstein im Südwesten gut sichtbar. Für ihn ist der OWV-Weg mit dem Böhmischen Löwen gut erkenntlich bis zur Grenze und der Weg nach Tachov (Tachau) mit dem CZ Nummernsystem und einem gültigen Ausweis problemlos zu bewältigen.

An erster Stelle ist gleich an der Landkreisgrenze ein kulturhistorisches Gebäude zu empfehlen: In Wildenau (0rtsteil von Plößberg) liegt eine neurestaurierte die Burg.  Die Burg ist  in Privatbesitz der Familie Ackermann, kann aber touristisch, kulturell oder für Feiern genutzt. Immer wieder gibt es abwechslungsreiche Veranstaltungen. In Wildenau blicken die Bewohner stolz auf ihre restaurierte Burg. Der Verdienst liegt beim heutigen Burgbesitzer, Prof. Konrad Ackermann und seiner Familie. Ihnen gelang es, die Ruine mit neuem Leben zu füllen.Das Stammgeschlecht der Wildenauer ist urkundlich seit dem frühen 12. Jahrhundert bekannt und beurkundet. Bereits unter dem Stauferkaiser Friedrich II. wurden Wildenau, Schönkirch und Plößberg an Premysl Ottokar II. von Böhmen verpfändet. Erst mit dem Friedensschluss von Preßburg 1805 wurden alle böhmischen Lehen in der Oberpfalz, darunter auch Wildenau, endgültig aufgelöst.

Schönkirch- Ortsteil der Marktgemeinde Plößberg

Schönkirch: Romanische Kirche St. Michael (leider verschlossen-Schlüssel kann besorgt werden).

Die ev.-lutherische Kirche St. Michael, einstige Schlosskirche wurde um 1188 erbaut und kann als kirchliches Kleinod bezeichnet werden. Sie kann nur auf Voranmeldung besichtigt werden. Offen ist dagegen die gegenüberliegende katholische Kirche. Schönkirch, seit 1615 im Besitz der böhmischen Familie von Reitzenstein, blieb bis 1806/07 bei der Krone Böhmens.

Foto: Die einzig romanische Kirche St. Michael im Stiftland (Landkreis Tirschenreuth)

Plößberg, Oberpfälzer Krippenparadies

Der Markt Plößberg mit zirka 3500 Einwohnern ist ein staatlich anerkannter Erholungsort im Landkreis Tirschenreuth; seine Lage, 620 m ü. NN. Urkundlich erwähnt 1025 übereignete der Stauferkaiser Friedrich II. 1212 das  Gebiet an den Böhmenkönig Premysl Ottokar I.. Im 14. Jahrhundert kam Plößberg in den Besitz Karl IV., dieser gab das Land als Lehen an Herzog Johann, Sohn des Pfalzgrafen am Rhein. 

Krippenschnitzer aus Plößberg sind in Fachkreisen berühmt.

Bekannt wurde Plößberg weltweit durch den Glasofenbau. Seit dem 19. Jahrhundert wird die Krippenschnitzkunst gepflegt. Im fünfjährigen Turnus veranstaltet der örtliche OWV eine große Krippenausstellung während der Weihnachtszeit (2015). Ganzjährig ist das Krippen- und Heimatmuseum im Rathaus geöffnet. Im Aufbau ist auch ein kleines Biermuseum. Die beiden Kirchen des Ortes sind dem St. Georg geweiht. Vor der katholischen neubarocken Kirche aus dem Jahre 1918 steht eine mächtige Nepomukstatue aus Granit.

 

 

Die  Krippnschnitzkunst hat in Plößberg eine rund 120jährige Tradition

Naherholungsgebiet

Am Plößberger Weiher, einem Moorsee mit herrlich gelegenem Campingplatz sang Ende der 60er Jahre der bekannte Operettensänger Rudolf Schock voller Begeisterung bei einer Wanderung mit seinem Chor. Bewirtung auch am Campingplatz möglich.

 Hinzuweisen ist auf die im Privatbesitz der Familie Riedl befindliche Brauerei mit Gasthof und den historischen Gasthof zur Post.

Weitere Informationen über die Homepage der Gemeinde Plößberg.

 

www.ploessberg.de/

www.krippenschau.de/