Nachod - Grenzstadt zu Polen  „Böhmisches Bethlehem“
 
Die Bezirkshauptstadt  Náchod  mit ihren rund 10 500  Einwohnern liegt exakt 302 Kilometer von Waidhaus entfernt, am Fuße des Altvatergebirges und der Gebirgskette der schlesisch - mährischen Beskiden auf einer Meereshöhe von 337 Metern ü. NN. In den Touristenführern wird Nachod als „Pforte ins Adlergebirge“ bezeichnet.
Nachod, auf einem von drei  Seiten durch den Fluss Metuje umflossenen Felsenvorsprung darf sich als eine der schönsten Städte des Böhmerlandes bezeichnen. Der Blick vom Gebirge aus, zeigt, dass der Ort durch die, wie aufeinandergelegenen Dächer und Türme einer Kastenkrippe ähneln und daher mit Recht die Bezeichnung "Böhmisches Bethlehem" trägt. Der historische Stadtkern geht in die Zeit des 12. und 13. Jahrhunderts zurück. Das Marktrecht, das Recht, Zoll zu erheben, und Bier zu brauen, brachten Aufschwung in das wirtschaftliche Leben Nachods im 14. Jahrhundert. 
 
 
 
Die früh erbaute gotische Burg wurde bereits 1245 errichtet um die Grenze nach Polen zu schützen. Nach der verlorenen Schlacht am Weißen Berg in Prag flüchtete der Winterkönig Friedrich II von Pfalz Heidelberg-Amberg über Nachod nach Schlesien. Hier hoffte er Unterstützung zu bekommen. Dieser Wunsch blieb unerfüllt und er reiste über Breslau, Görlitz nach Berlin von dort ins Exil in die Niederlande.
 
Im Jahre 1526 wurde dieses prächtige Werk durch einen furchtbaren Brand zerstört. Nach der Schlacht am Weißen Berg (1620) überließ Kaiser Ferdinand II. das Schloss seinem Gefolgsmann, dem italienischen Grafen Piccolino, der den 1544 begonnen Ausbau im Renaissancestil fortsetzte. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhundert erfolgte eine Barockisierung. Schlossgarten und Schlossgebäude wurden zuletzt in den Jahren 1909 - 1915 vom  Architekten Dušan Jurkovi auf Wunsch der Familie des Industriellen Barto Dobenín umgebaut. Als Bereicherung  des Schlosses finden sich Barockstatuen des bekannten böhmischen Bildhauers Matthias Bernhard Braun.
 
 
Sehenswert am Marktplatz die Dreifaltigkeitskirche (1519) mit ihrem Turm, in dem sich die Wohnung des Turmwächters befand. An Beerdigungen in der Kirche erinnern Grabtafeln, kostbar sind auch Barockorgel, Altar und Fresken.
 
 
 
Bedingt durch den alten Handelsweg von Prag nach Breslau wurde von den Reisenden auch die Pest eingeschleppt, eine Pestsäule aus dem Jahre 1696 erinnert an die Zeit. Die sogenannten schlesischen Kriege tangierten immer wieder den Ort und die Gegend. Im Jahre 1767 ließ die Stadt als Dank für die Beendigung des Siebenjährigen Krieges eine Dreifaltigkeitssäule aufstellen.
In Nachod war vor 1945 der deutsche Sprachgürtel unterbrochen, Nachod war stets eine rein tschechisch sprechende Stadt. Aber nur einige Kilometer auf der tschechischen Seite des Adlergebirges herrschte wieder die deutsche Sprache vor. Eingegangen in die Kriegsgeschichte ist die Stadt mit der „Schlacht bei Nachod“ am 27. Juni 1866 im österreichisch - preußischen Krieg. Bei drei gewaltigen Angriffen verloren fast 9000 Soldaten auf beiden Seiten ihr Leben.
 
 
 
Der Förderkreis D-CZ Schulen mit Sitz in Altenstadt hat seit sieben Jahren intensive Kontakte zur Schule in Nachod. Der bayerische Freskenmaler Felix Anton Scheffler * 29.08.1701 in München, der u.a. in Nachod wirkte, ist an unserem Buch "Jednou bavorsky, jednou chesky . Mal bayerisch, mal böhmisch ..." vertreten. Am 30. 11.2007 wurde das Buch durch die Lehrer im Rathaus vorgestellt.
 
Informationen
www.mestonachod.cz/de/
Tourismus Center  Nachod
Kamenice 144
547 01 Náchod
 info(at)icnachod(dot)cz
 
Touristische Region Náchod
Touristische Region Náchod liegt im Nordosten Böhmens an der Grenze zu Polen. Zu den meistbesuchten Orten gehören Adrspach - Teplice Felsen, die von einzigartigen Sandsteinfelsenstädten, welche die umfangreichsten Felsmassive in Mitteleuropa sind zusammengesetzt sind.Weitere Gruppe von Felsformationen, Schluchten, Felstürme und Pilze befinden an der Grenze zu Polen.
 
 
Der Krieg von 1866 hinterließ einen Soldatenfriedhof in der ähe der Allee zur Burg Allee mit einer Reihe von sorgfältig gepflegter Denkmäler. Náchod bietet auch eine Führung durch Festungs Isysteme aus dem Zweiten Weltkrieg.  Ein Naturlehrpfad das Infanterie Blockhaus Birkenau alles ist noch  authentisch aus der Zeit von 1938. Sehenswert die Schlösser  Nachod, Neustadt an der Methau, Ratibořice, letzteres aus dem Werk von Bozena Nemcova bekannt. Oder das Benediktiner Kloster Booumov, wie das Dientenhofer Kloster Police nad Metuli , gegründet 1253
 
 
Foto Benediktnierkloster Broumov
 
Die Möglichkeit für Wassersport aller Art bietet das bekannten Erholungszentrum am See bei Nachod.  Alois Jirasek, Josef und Karel Capek, Bozena Nemcova, Egon Hostovský und last but not least, Joseph Škvorecký waren von dieser Region gefangen genommen. Náchod seiner Lage und der abwechslungsreichen Landschaft bietet zahlreiche Aktivitäten für Wandern, Mountainbike fahren, Reiten, Ausflüge auf markierten Wanderwegen, Segeln und Windsurfen, Klettern, Rundflüge, Schwimmen und im Winter Skifahren und Langlaufen.
 
Rozkoš- “Ostböhmisches Meer”
 
Das Wasserreservoir im Tal Rozkoš liegt zwischen dem flachen Land Nordböhmens und dem Hügelland der Region Náchod, unweit der Stadt Česká Skálice. Der Stausee wird oft auch als “Ostböhmisches Meer” bezeichnet und ist eines der meistbesuchten Erholungsgebiete für Familienurlaub, Wassersportfans und Angler. Der See bedeckt eine Fläche von 11 Millionen m2, ist etwa 10 Meter tief und liegt 280 Meter über dem Meeresspiegel. Es ist mit dem Auto gut zu erreichen von der nahe gelegenen internationalen Landstraße E67, einem der Hauptverkehrswege von Prag nach Polen. An seinen Ufern ist ein Autocamp und Erholungszentrum, das von Individualtouristen ebenso genutzt wird wie von jungen Familien, Wassersportlern, Anglern und Pauschaltouristen. Urlauber können zwischen einer Menge von Angeboten  in der Gegend des Campingplatzes wählen. Das Autocamp Rozkoš ist ganzjährig geöffnet und bietet seinen Gästen 300 Betten in Bungalows. Die Kapazität des Campingplatzes beträgt darüber hinaus 800 Zelte und 90 Wohnwagen. Zur Ausstattung des Campings zählen Freilichtkino, ein Hotel und ein Restaurant, Imbissstände, Minigolfplatz, Fahrrad- und Sportartikelverleih, eine Wasserrutsche, Sauna und ein Kinderspielplatz.
Infos            Rozkos Camping Trída T. G. Masaryka 836        CZ 55203 Ceská Skalice               atc(at)atcrozkos(dot)cz
 
 
  
 
Nove Mesto nad Metuji- Neustadt an der Metau
 
Dieser Ausflug ins nahe gelegende historische Städtchen lohnt sich auf jeden Fall. Es war ein Glücksfall, dass das die Familie der Pernštejns den Ort 1526 übernahm. Die Stadt Nové Mesto nad Metuj ist mit dem riesigen Marktplatz eine Perle unter den böhmischen Renaissancestädten. Durch den Namen Neustadt  zählt sie zum großen europäischen Verbund der "Neustädte"; im Tourismusbüro gibt es den beliebten Stempel für den "Neustadtpass". Bei allen Häusern blieben die schönen Laubengänge im ursprünglichen Aussehen erhalten und an  der nördlichen Seite des Marktplatzes wurden die Giebel in ihren  ursprünglichen Zustand gebracht. Alle nachfolgenden Besitzer der Stadt prägten die Geschichte der Stadt Nové Mesto nad Metují positiv. Dazu gehörten u.a.  die Herren von Štubenberk und das Geschlecht der Trika von Lípa.  
 
Fotos. Burg und Denkmal für den Komponisten Smetana im Park der Burg
Burg in Nove Mesto nad Metuji- kann mit Führung besichtigt werden.
 
Steinfiguren vor der Burg, stellen Bürger der Stadt dar- Werke von Mathias Braun.
 
Erinnert der Löwe nicht an das "Löwenrelief" an der Hauswand am Marktplatz im oberpfälzischen Hirschau?
 
 
Laubengänge mit kleinen Geschäften laden am Marktplatz ein.
 
 
Blick in die Pfarrkirche am Marktplatz
 
 
Informationen:
www.novemestonm.cz/
 CR 549 01 Nove Mesto nad Metují
info(at)muzeum-nmnm(dot)cz